Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 749 cc
- Leistung
- 58.0 ch @ 8000 tr/min (42.7 kW)
- Drehmoment
- 59.8 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 85 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 37 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 89 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/80-17
- Hinterreifen
- 140/75-15
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 720.00 mm
- Tankinhalt
- 13.10 L
- Gewicht
- 233.00 kg
- Trockengewicht
- 223.00 kg
- Neupreis
- 7 690 €
Übersicht
Kann man überhaupt noch von Harley-Davidson sprechen, wenn der Motor wassergekühlt und am anderen Ende der Welt zusammengebaut wird? Das war die Frage, die sich viele Puristen bei der Einführung der XG 750 Street stellten, einem Motorrad, das die Codes von Milwaukee auf den Kopf gestellt hat, um ein neues Publikum zu begeistern. Seit ihrer Einführung im Jahr 2015 hat dieses Motorrad immer polarisiert. Mit ihrem flüssigkeitsgekühlten 60°-V-Twin, ihren 58 Pferdestärken und ihrem Brückenrahmen hatte sie nicht die traditionelle DNA. Selbst im Jahr 2020, als sie seit der Einführung der serienmäßigen ABS im Jahr 2017 kaum noch weiterentwickelt wurde, bleibt sie die Außenseiterin in der Familie. Dennoch war sie für 7690 Euro das zugänglichste Ticket, um das berühmte Wappen zu tragen. Ein gewagtes Experiment, das aber nicht vollständig überzeugt hat.

Ihr Herzstück, der Revolution X-Block mit 749 cm³, ist ein Fremdkörper im Katalog. Er leistet seine 59,8 Nm Drehmoment bereits ab 4000 U/min, was für die Stadt gut ist, aber ihm fehlt diese muskulöse Tiefe und das charakteristische Brummen der Sportster. Mit 233 kg in fahrbereitem Zustand ist sie tatsächlich leichter als eine 883, aber dieses Gewicht bleibt im Vergleich zu agileren europäischen oder japanischen Konkurrenten beträchtlich. Die Sitzhöhe von 720 mm machte sie zugänglich, aber ihr 13,1-Liter-Tank und ihre auf rund 150 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit machten sie zu einer ausgesprochen urbanen und kurzstreckenorientierten Maschine. Das ist weit entfernt vom transatlantischen Roadtrip.
Gerade wer war also ihre Zielgruppe? Klar nicht der abgenutzte Jeans- und Lederjacke-Biker. Die Harley-Davidson XG 750 Street richtete sich an Neulinge oder Stadtbewohner, die einen Custom-Stil ohne archaische mechanische Einschränkungen suchen. Sie sollte modern sein, mit ihrem LED-Rücklicht und dem aufgeräumten Armaturenbrett. Doch gerade hier lag vielleicht das Problem. Zu Harley für Liebhaber von Leichtigkeit, nicht harley genug für Traditionalisten. Im Vergleich zu einer Yamaha Bolt oder sogar einer Royal Enfield 650 Interceptor, die einen authentischeren Retro-Ansatz verfolgen, hatte die Street Mühe, ihren Platz zu finden, gefangen in einem identitätslosen Niemandsland.
Ihre Verarbeitung zeigte einen rohen Charakter, mit ihren seitlichen Stoßdämpfern und der einzigen Bremsklippe vorne, aber einige Details wie die Gabelmanschetten versuchten, ein schlecht verstandenes Erbe wiedergutzumachen. Die Möglichkeit zur Individualisierung war vorhanden, wie bei jeder Harley, aber das Basismodell fehlte es an Charakter. Fotos der Harley-Davidson XG 750 Street, sowohl in der Standardversion als auch in der aggressiveren Street Rod-Version von 2019, zeigen ein kompaktes Motorrad, das aber nie wirklich den amerikanischen Traum verkörpern konnte. Produziert in Indien für die Märkte außerhalb der USA, symbolisierte sie eine Globalisierung, die die Seele der Marke verletzte.
Letztendlich war die XG 750 Street ein interessantes, aber unvollendetes Experiment. Sie bewies, dass Harley außerhalb der ausgetretenen Pfade innovieren kann, aber sie zahlte für ihren Mangel an Charakter und ihre unklare Positionierung. Heutzutage aus dem Katalog verschwunden, bleibt sie ein kurioses Kapitel in der Geschichte des Herstellers, ein Versuch, eine neue Generation zu begeistern, die offenbar nicht ausreichend an den Köder gebissen hat. Für den Fahrer, der sein erstes Custom-Motorrad mit einem prestigeträchtigen Emblem sucht, hatte sie Argumente. Für den Enthusiasten auf der Suche nach Authentizität endete die Reise jedoch hier.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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