Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 745 cc
- Leistung
- 43.0 ch @ 5500 tr/min (31.6 kW)
- Drehmoment
- 61.8 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 52°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 76 mm
- Ventile/Zylinder
- 3
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 34 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 118 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 90 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 296 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage tambour Ø 180 mm
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.00 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 737.00 mm
- Tankinhalt
- 10.70 L
- Gewicht
- 229.50 kg
- Neupreis
- 6 590 €
Übersicht
Als Honda beschloss, eine Shadow aufzuwütteln, die jahrelang gemächlich in ihren Custom-Gewohnheiten vor sich hin schnurrte, entstand diese S-Version, zugeschnitten darauf, im urbanen Asphaltdschungel etwas bissiger aufzutreten. Das Ergebnis ist überraschend, mitunter verführerisch – und manchmal enttäuschend.

Beim ersten optischen Kontakt drängt sich ein Gedanke sofort auf: Man denkt an eine Sportster von Harley, irgendwo zwischen der 883 und der Iron. Honda wehrt sich dagegen kaum. Die um 3 Grad steilere Gabel gegenüber der klassischen Shadow verändert die Silhouette grundlegend und verleiht dem Ganzen eine kompaktere, nervösere Anmutung. Chrom ist vorhanden, aber dezent eingesetzt, der V2-Motor mit 52-Grad-Bankwinkel tritt optisch in den Hintergrund, und die auf 737 mm abgesenkte Sitzbank ermöglicht einer breiten Palette von Fahrertypen den Zugang zur Maschine. In diesem Punkt ist die Arbeit sorgfältig.
Der V-Twin mit 745 cm³ hat sich in seinem Grundcharakter nicht verändert. Seine 43 PS bei 5 500 U/min und das Drehmoment von 61,8 Nm, das bereits ab 3 250 U/min anliegt, zeichnen ein Profil, das klar auf niedrige Drehzahlen ausgelegt ist. In der Stadt ist das Ansprechverhalten direkt und berechenbar, das Fünfganggetriebe gut abgestuft. Auf freier Strecke hingegen erreicht man schnell die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und bleibt etwas unbefriedigt. Dieser Motor ist solide, aber nicht spektakulär. Die Einspritzung wurde überarbeitet, um den Verbrauch zu senken – eine gute Nachricht angesichts des nur 10,7 Liter fassenden Tanks. Mit anderen Worten: Man sollte regelmäßig an die Tankstelle denken.
Mit einem Vollgewicht von 229,5 kg ist die Shadow S kein Leichtgewicht. Das 19-Zoll-Vorderrad und der verkürzte Radstand kompensieren diese Masse teilweise, indem sie ein agileres Handling verleihen, als man im Stand erwarten würde. Einige technische Entscheidungen irritieren jedoch ausgesprochen. Die hintere Trommelbremse mit 180 mm wirkt wie ein Museumsstück neben der 296-mm-Scheibe vorne, die ihrerseits etwas knapp bemessen erscheint, um 230 kg souverän zu verzögern. Der Kettenantrieb ist eine kostengünstige Lösung, doch ein Riemen oder eine Kardanwelle wäre dem Charakter der Maschine weitaus angemessener gewesen. Das Heck als Ganzes, mit seiner wenig schlüssigen Integration von Rücklicht, Kennzeichenhalter und Blinkern, lässt stilistische Kohärenz vermissen.
Bei einem Preis von 6 590 Euro spielt Honda eine interessante Karte. Die Shadow S positioniert sich oberhalb klassischer Roadster wie der Kawasaki ER-6n oder der Yamaha XJ6, aber weit unterhalb einer Triumph Bonneville oder einer Harley 883. Das Problem ist, dass sie die Käufer dieser beiden Referenzmodelle ansprechen möchte, ohne deren Aura oder Geschichte zu besitzen. Sie eignet sich gut für einen fortgeschrittenen Fahrer, der einen zugänglichen Custom-Cruiser sucht, der im Alltag sparsam und im Stadtverkehr handlich ist. Für Liebhaber von starken Fahrleistungen oder Markenprestige bleibt das Angebot unzureichend.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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