Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1923 cc
- Leistung
- 107.0 ch @ 5020 tr/min (78.7 kW)
- Drehmoment
- 175.0 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 103.5 x 114.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 58 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche telescopique Ø 49 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-18
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 720.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 380.00 kg
- Neupreis
- 32 850 €
Übersicht
Erinnern Sie sich an diese Silhouette, die 1998 auftauchte, mit ihrer Verkleidung am Rahmen statt an der Gabel und ihrer berühmten Shark Nose, die die Motorradgemeinde in zwei unversöhnliche Lager spaltete. Fast drei Jahrzehnte später kehrt der Bagger aus Milwaukee 2026 in einer Version zurück, die die mit der CVO von 2023 begonnene Häutung fortsetzt. Das verstohlene Gesicht, das laut Hersteller sechzig Prozent mehr aerodynamische Effizienz bringt, hält nun auch Einzug beim Standard FLTRX. Zum Preis von 32 850 Euro positioniert sich die Maschine im mittleren Segment, übernimmt dabei aber nahezu das gesamte Arsenal, das gestern noch den Sondereditionen vorbehalten war.

Unter dem Blech macht es sich der Milwaukee-Eight 117 gemütlich. 1923 cm3, pharaonische Bohrung und Hub von 103,5 auf 114,3 mm, ein Verdichtungsverhältnis von 10,3, das eine partielle Flüssigkeitskühlung der Zylinderköpfe erzwingt. Das Datenblatt nennt 107 PS bei 5 020 U/min und vor allem 175 Nm bereits ab 3 500 Umdrehungen. Niemand wird also auf diesem 45-Grad-V-Twin den roten Bereich suchen. Die Leistung entfaltet sich im Drehmoment, kräftig und linear, in jenem Bereich, in dem die Amerikanerin wirklich lebt, zwischen 2 500 und 4 000 Umdrehungen. Im Vergleich zur Road Glide Special, die noch den 114 ci beherbergte, gewinnt die neue Ausführung vierzehn Pferdestärken und siebzehn Newtonmeter. Gegenüber einer BMW R 18 Transcontinental oder einer Indian Challenger bleibt das Fahrgefühl anders, organischer bei Harley, mechanischer bei der Rivalin aus dem Hause Polaris, deren flüssigkeitsgekühlter V-Twin dennoch höher am Drehzahlmesser dreht.
Die 380 kg fahrfertig lassen sich nicht leugnen. Dieses Gewicht bleibt der Stachel im Fleisch des Baggers, besonders beim Rangieren im Stand, doch dank der Sitzhöhe von nur 720 mm lassen sich beide Stiefel fest auf den Boden setzen. Um die Trägheit in den Griff zu bekommen, fährt Harley endlich ein modernes Arsenal auf, das allzu lange gefehlt hat. Vier Fahrmodi, schräglagenabhängiges ABS und Traktionskontrolle, kombinierte Bremsanlage, Anti-Hopping-System über Drehmomentsteuerung, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrolle. Die 49-mm-Gabel mit 117 mm Federweg und die beiden seitlichen Federbeine mit auf 76 mm begrenztem Hub bleiben der Hausphilosophie treu, straff, aber auf langer Strecke angemessen. Die Bremsen, mit zwei 300-mm-Scheiben vorn, die von Vierkolben-Festsätteln gepackt werden, verrichten ihre Arbeit ohne Überraschungen.
Der eigentliche Paradigmenwechsel spielt sich im Cockpit ab. Der 12,3-Zoll-Touchscreen des Skyline-Systems schluckt alle analogen Instrumente auf einen Schlag. Smartphone-Konnektivität, Navigation, Gegensprechanlage, 200-Watt-Soundsystem mit zwei 50-Watt-Lautsprechern, die Ausstattung verwandelt das Motorrad in einen rollenden Salon. Die Puristen werden Verrat schreien, doch wer 800 km am Tag abspult, wird es zu schätzen wissen, die Karte im Blick zu behalten, ohne die Augen zusammenzukneifen. Der 22,7-Liter-Tank erlaubt anständige Etappen, und die Seitenkoffer bieten 69 Liter Stauraum, genug, um zwei Wochen unterwegs zu sein, ohne auf ein frisches Hemd verzichten zu müssen.

Für wen also eine Road Glide 2026 fahren. Ganz sicher nicht für den Motorradfahrer, der Sportlichkeit sucht, und erst recht nicht für den, der in der Stadt Wert auf Leichtigkeit legt. Sie ist das Gerät für den überzeugten Reisenden, für das Paar, das Europa ohne Eile durchqueren will, für den Vierziger oder Älteren, der mit 32 850 Euro bereits an seine Budgetgrenze stößt. Ihre einzige wirkliche interne Rivalin bleibt die Street Glide, mechanisch identisch, getrennt nur durch die feststehende Gabelverkleidung. Zwischen beiden ist es eine Frage des Gesichts, und die Road Glide hatte schon immer ihres, ob man es liebt oder hasst.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 4
- Volume de rangement : 69 litres
- Taille de l'écran TFT couleur : 31,24 cm / 12.3 pouces
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Radio
- Bluetooth
- GPS
- Prise USB
- Aide au démarrage en côte (Hill Hold Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Valises
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Etats-Unis
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