Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 88.0 ch @ 5020 tr/min (64.7 kW) → 87.0 ch @ 5020 tr/min (64.0 kW)
- Drehmoment
- 161.8 Nm @ 3250 tr/min → 158.9 Nm @ 3000 tr/min
- Hinterreifen
- 205/65-15 → 215/45-18
- Gewicht
- 507.00 kg → 513.00 kg
- Trockengewicht
- 492.00 kg → 496.00 kg
- Neupreis
- 30 850 € → 35 990 €
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 87.0 ch @ 5020 tr/min (64.0 kW)
- Drehmoment
- 158.9 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 49 mm, déb : 117 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 270 mm
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Hinterreifen
- 215/45-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 700.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 513.00 kg
- Trockengewicht
- 496.00 kg
- Neupreis
- 35 990 €
Übersicht
Drei Räder, null Kompromisse bei der Attitüde. So lässt sich der Freewheeler 2024 zusammenfassen, die Hot-Rod-Version aus dem Trike-Katalog von Harley-Davidson. Wo der Tri Glide Ultra auf Luxusdampfer setzt, speckt der Freewheeler ab: 57 kg weniger auf der Waage und knapp 7 000 Euro weniger auf der Rechnung. Bei 35 990 Euro und 513 kg fahrfertig bleibt man in einer gewichtigen Kategorie, doch die Philosophie ändert sich grundlegend. Die Linie ist schlank, puristisch, fast aggressiv. Dieses Trike will nicht beruhigen, es will provozieren.

Der Jahrgang 2023 hatte bereits den Ton angegeben, indem er Chrom gegen Schwarz tauschte – auf so ziemlich allem, was normalerweise glänzt. Scheinwerfergehäuse, Tankkonsole, Bedienelemente, Auspuff, Motorblock: Alles ist auf die dunkle Seite gewechselt. Das Heck wurde mit 18-Zoll-Felgen anstelle der bisherigen 15-Zöller aufgerüstet, bezogen mit Reifen in 215/45. Das visuelle Ergebnis wirkt deutlich satter, gedrungener. Man erahnt die amerikanische Custom-Inspiration, irgendwo zwischen Parkplatz-Dragster und Samstagabend-Cruiser.
Unter diesem Dark-Ride-Auftritt verrichtet der Milwaukee Eight 114 seinen Dienst. Keine Flüssigkeitskühlung hier, nur Luft und Öl, um die 1 868 cm3 dieses V-Twins mit 45-Grad-Zylinderwinkel zu temperieren. Vier Ventile pro Zylinder, zwei Zündkerzen pro Brennraum, ein Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 und eine Bohrung-Hub-Kombination von 102 x 114 mm, die auf Durchzug ausgelegt ist. Die angegebene Leistung von 87 PS bei 5 020 U/min reißt auf dem Papier niemanden vom Hocker, aber das Drehmoment erzählt die wahre Geschichte: 158,9 Nm, abrufbar ab 3 000 U/min, übertragen durch ein Sechsganggetriebe und einen Zahnriemen. Genug, um den halben Tonner an der Ampel mit überraschender Autorität zu katapultieren, auch wenn der Tacho bei 170 km/h einfriert. Von einem Trike verlangt niemand Sportlichkeit.
Beim Fahrwerk nimmt ein Stahl-Doppelschleifenrahmen eine 49-mm-Telegabel mit 117 mm Federweg auf, kombiniert mit Premium-Federbeinen am Heck aus der Touring-Baureihe, einstellbar in der Vorspannung. Die Elektronik wurde mit dem trike-spezifischen RDRS-Paket gründlich überarbeitet: vernetztes Kurven-Bremssystem, schräglagenabhängiges ABS, Traktionskontrolle und Schleppmoment-Regulierung – alles in Cornering-Versionen. Die Bremsanlage setzt vorn auf zwei 300-mm-Scheiben mit Vierkolben-Sätteln und hinten auf eine 270-mm-Scheibe. Für ein Fahrzeug dieses Kalibers ist das ein willkommenes Sicherheitsnetz, zumal der Freewheeler sich in Kurven nicht neigt. Man fährt flach durch die Kurve, was die Orientierung für jeden, der vom klassischen Motorrad kommt, komplett verändert.

Genau darin liegt der eigentliche Reiz der Maschine: die Harley-Welt für Inhaber des Pkw-Führerscheins zu öffnen. Der Freewheeler richtet sich nicht an den eingefleischten Motorradfahrer, der Schräglage und Nervenkitzel sucht. Er spricht jene an, die Wind, die Vibrationen eines großen amerikanischen Twins und die Blicke der Passanten wollen – ohne den Umweg über den Motorradführerschein. Das Heckfach schluckt zwei Helme, Soziusbetrieb ist möglich, und der Mini-Ape-Hanger-Lenker erzwingt eine Arms-up-Haltung, die keinen Zweifel an Ihren Absichten lässt. Bleibt die Frage des Preises: Bei knapp 36 000 Euro kostet der Freewheeler so viel wie eine Neuwagen-Limousine. Aber niemand hat je ein Harley-Trike aus Vernunft gekauft. Man kauft es für das Spektakel. Und auf diesem Terrain erfüllt der Freewheeler seinen Vertrag ohne mit der Wimper zu zucken.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS y curvas combinados
- Volume de rangement : 60 litres
- Jantes aluminium
- Marche arrière
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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