Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1745 cc
- Leistung
- 87.0 ch @ 5020 tr/min (64.0 kW)
- Drehmoment
- 145.1 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier, poutre principale rectangulaire
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- fourche téléscopique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 86 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 304.00 kg
- Trockengewicht
- 291.00 kg
- Neupreis
- 20 160 €
Übersicht
Wenn Milwaukee seinen Auftritt bereinigt, dann richtig. Die Softail-Baureihe durchlief 2018 eine Kur wie ein Motor nach dem Dekarbonisierungsbad: herausgekommen leichter, steifer, ehrlicher in seinen Versprechen. Die Slim profitierte von dieser Grundbehandlung, ohne ihre Silhouette aufzugeben – jenes klare, beinahe karge Profil, das ihr die Anmutung eines Bobbers verleiht, direkt aus den Fünfzigern.

Das Herzstück ist selbstverständlich der Milwaukee-Eight. Dieser 45°-V2 mit 1745 cm³ löst das Vorgängeraggregat auf ganzer Linie ab, mit vier Ventilen pro Zylinder statt der bisherigen zwei. Das Ergebnis lässt sich in Zahlen ablesen: 87 PS bei 5.020 U/min und vor allem 145 Nm Drehmoment ab 3.000 U/min. Bei einer Harley ist Drehmoment alles. Es ist das, was einen aus einer Kurve heraus in den Sattel drückt, was jeden Wiederantritt im sechsten Gang so befriedigend macht wie ein guter Elektrogitarren-Akkord. Gegenüber einer Indian Scout Bobber oder einer Triumph Bonneville T120 spielt die Slim in einer anderen Hubraumklasse, mit einer mechanischen Präsenz, die über ihre Identität keinen Zweifel lässt.
Was sich wirklich unter der Oberfläche verändert hat, ist das Fahrwerk. Der Stahlrohrrahmen mit Rechteckträgern wurde von Grund auf neu gedacht: weniger Schweißnähte, weniger Teile, und ein Gewichtsvorteil von 17 Kilogramm auf der Waage. Bei 304 kg vollgetankt spricht man nicht von einem leichten Motorrad, aber die geleistete Arbeit ist spürbar. Die Steifigkeit ist gewachsen, und die Fahrdynamik profitiert davon. Das Heck gibt das unter dem Motor versteckte Zweifederbein zugunsten eines unter der Sitzbank verborgenen Monostoßdämpfers auf, treu der scheinbaren Hardtail-Ästhetik des Softail-Prinzips. Vorne sorgt die 49-mm-Teleskopgabel mit doppeltem Cartridge-Ventil, bereits an den Touring-Modellen bewährt, für eine ordentliche Dämpfung für ein Motorrad dieser Größe. Mit 130 mm Federweg vorne und 86 mm hinten bleibt man im vernünftigen Rahmen für einen vorwiegend straßenorientierten Einsatz.
Die Sitzhöhe von 660 mm macht die Maschine für ein breites Fahrerfeld zugänglich – ein echter Vorteil für eine Harley dieser Dimension. Der 18,9-Liter-Tank ermöglicht komfortable Etappen ohne Fixierung auf die nächste Tankstelle. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 170 km/h gedeckelt, ausreichend für Autobahnfahrten, ohne eine Einladung zum Rasen zu sein. Diese Slim ist weder für Rennstreckenfahrer noch für Stadtpendler gemacht, die sich durch den Spiegel-Slalom schlängeln. Sie spricht Fahrer an, die gerne fahren, sich Zeit nehmen, den Asphalt unter einem 6-Gang-Riemenantrieb dahingleiten fühlen.

Die dunklen Akzente an den Speichenfelgen, der Gabel und dem Hollywood-Lenker verstärken die Bobber-Persönlichkeit der Maschine. Das ist stimmig, konsequent und funktioniert optisch besser als so mancher Scrambler- oder Café-Racer-Versuch, den Mitbewerber manchmal verpatzt haben, wenn sie auf Trends aufspringen wollten. Zu 20.160 Euro positioniert sich die Slim als stilistisch entschlossene Einstiegs-Harley ohne Abstriche beim Charakter. Sie ist nicht die vielseitigste der Familie, auch nicht die komfortabelste auf langen Strecken, aber wahrscheinlich die direkteste in ihrer Absicht. Für den Fahrer, der amerikanischen V-Twin ohne verchromten Schnickschnack möchte, macht sie alles richtig.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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