Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1745 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 5020 tr/min (63.3 kW)
- Drehmoment
- 144.0 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier, poutre principale rectangulaire
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- fourche téléscopique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 86 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 304.00 kg
- Trockengewicht
- 291.00 kg
- Neupreis
- 19 590 €
Übersicht
Wenn Milwaukee einen Klassiker aufmischt, ohne seiner Seele zu verraten, kommt dabei die Softail Slim in der Milwaukee-Eight-Version heraus. Die Überarbeitung von 2018 war ein chirurgischer Eingriff an der gesamten Softail-Familie, und die Slim ging daraus verwandelt hervor, ohne dass sich ihr Erscheinungsbild auch nur einen Zentimeter verändert hätte. Genau darin liegt das Talent von Harley-Davidson, wenn die Marke sich die Mühe macht: eine Maschine tiefgreifend weiterzuentwickeln und dabei das, was ihren Charme ausmachte, unversehrt zu bewahren.

Das Herzstück ist natürlich der Milwaukee-Eight, der diese 2021er-Version antreibt. 1745 cm³, ein V-Zweizylinder mit 45 Grad, 86 PS bei 5.020 U/min und vor allem 144 Nm Drehmoment, die bereits ab 3.250 U/min anliegen. Dieses früh einsetzende Drehmoment ist die Harley-Signatur – jene, die den Fahrer beim ersten Gaststoß in den Sattel drückt und die Zwischengas in der Stadt ebenso selbstverständlich wie auf der Autobahn beeindruckend macht. Der Motor gewinnt gegenüber der Vorgängergeneration an Raffinesse, mit vier Ventilen pro Zylinder, wo zuvor zwei ausreichten. Die Mechanik vibriert weniger, ist thermisch besser im Griff, ohne dabei jenen rauen Charakter einzubüßen, der den amerikanischen V-Twin gegenüber seinen japanischen oder europäischen Rivalen auszeichnet.
Das Fahrwerk verdient ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Motor. Der Rohrrahmen aus Stahl mit Rechteckträgern wurde vollständig neu konzipiert: weniger Schweißnähte, weniger Bauteile und unterm Strich 17 Kilogramm weniger auf der Waage. Bei einer Maschine, die vollgetankt 304 kg auf die Waage bringt, ist dieser Gewichtsverlust nicht unerheblich. Die große strukturelle Neuerung ist die Verlagerung der Hinterradfederung. Weg mit dem Federbeinpaar unter dem Motor, willkommen dem unter der Sitzbank verborgenen Monofederbein. Der visuelle Effekt ist verblüffend: Die Linie wirkt straffer, mehr Bobber, auf den ersten Blick fast Hardtail. Die 49-mm-Teleskopgabel vorne, von den Touring-Modellen übernommen mit ihrem 130 mm Federweg, vervollständigt ein Ensemble, das auf kurvenreicher Straße hält, was es verspricht, ohne eine absolute Fahrdynamikreferenz zu sein. Man bleibt bei einem Cruiser, nicht bei einer verkleideten Sportmaschine.
Die visuelle Identität der Slim tendiert entschieden zur dunklen Seite des Katalogs. Zweifarbige Speichenräder, verchromte Gabel und Hollywood-Lenker, schwarze Oberflächen, die mit poliertem Metall kontrastieren – die Anlehnung an den Bobber der 1950er-Jahre ist bewusst und stimmig. Die niedrige Sitzbank mit 660 mm erleichtert den Einstieg für verschiedene Körpergrößen, auch wenn die 304 kg im Stand bei langsamen Manövern etwas Erfahrung erfordern. Der 18,9-Liter-Tank bietet eine akzeptable Reichweite für Wochenendausfahrten, und das Sechsganggetriebe in Verbindung mit dem Riemenantrieb sorgt für ein geschmeidiges und auf Dauer wenig anstrengendes Fahren.

Gegenüber einer Indian Scout Bobber oder einer BMW R 18 spielt die Slim eine andere Karte. Sie ist weniger leistungsstark als die R 18, weniger agil als die Scout, bietet aber jene stilistische Kohärenz und jene Alltagstauglichkeit, die nur wenige Customs erreichen. Der Einstiegspreis von 19.590 Euro positioniert sie im Premiumsegment, ohne die Höhen mancher deutschen Konkurrentinnen zu erreichen. Es ist eine Maschine für Liebhaber amerikanischer Customs, die ein zuverlässiges, charakterstarkes und sofort wiedererkennbares Motorrad wollen, ohne um jeden Preis Leistung oder Vielseitigkeit zu suchen. Der Sonntagsfahrer wird auf seine Kosten kommen, der Harley-Purist ebenso. Wer abseits der ausgetretenen Pfade fahren will, schaut sich anderswo um.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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