Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1262 cc
- Leistung
- 159.0 ch @ 9500 tr/min (114.6 kW)
- Drehmoment
- 129.5 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.0:1
- Bohrung × Hub
- 106.0 x 71.5 mm (4.2 x 2.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Bosch electronic fuel injection system, elliptical throttle bodies with Ride-by-Wire, equivalent diameter 56 mm
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Zündung
- Dual Spark
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel Trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- 48mm fully adjustable usd forks.
- Hinterradaufhängung
- Fully adjustable Sachs unit. Remote spring preload adjustment. Aluminium single-sided swingarm
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. Four-piston calipers. Radially mounted.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Two-piston calipers.
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 240/45-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1600.00 mm
- Länge
- 2200.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 244.00 kg
- Trockengewicht
- 218.00 kg
- Neupreis
- 23 490 €
Übersicht
Bei Ducati steht das S-Suffix für einen Initiationsritus. Panigale, Multistrada, Monster: jedes Flaggschiffmodell bekommt irgendwann eine überlegene Ausbaustufe. Die Diavel machte lange eine Ausnahme mit einer Carbon-Version, die auf Kohlefaser und geschmiedete Felgen setzte, anstatt auf High-End-Federungen. Mit der Ducati Diavel 1260 S kehrt die Nomenklatur zurück in die Spur, und die technische Hierarchie gewinnt ihre gewohnte Bedeutung zurück.

Der Testastretta DVT-Motor mit 1262 cm³ bleibt das Herzstück des Projekts, und welch ein Herz. Seine 159 PS entfalten sich bei 9500 U/min, das Drehmoment von 129,5 Nm steht ab 7500 U/min zur Verfügung, und das Ganze katapultiert 244 kg auf die angekündigten 250 km/h. Auf dem technischen Datenblatt der Ducati Diavel 1260 S 2019 sprechen diese Zahlen für sich, aber es ist die Überarbeitung der variablen Ventilsteuerung, die im Alltag wirklich den Unterschied macht: das Biest bleibt in der Stadt zahm, dann aber reißt es auf der Straße fröhlich auf. Genau hier spielen Yamaha VMAX oder Kawasaki Z H2 auf eine brutalere, weniger modulare Ebene.
Was die S-Version von der Standard-1260 wirklich auszeichnet, ist die Qualität der Bodenhaftung. Die Öhlins-Upside-Down-Gabel mit 48 mm ersetzt die Marzocchi-Gabel mit 50 mm, und der leicht geringere Durchmesser bedeutet nicht einen technischen Rückschritt: die Einstellungen sind feiner, das Fahrgefühl präziser. Der Sachs-Hinterradfederbein mit externer Vorspannung vervollständigt das Gesamtpaket. Brembo M50-Bremssättel mit vier Kolben, radial auf schwimmende Scheiben montiert, bieten einen chirurgischen Biss. Der bidirektionale Up&Down-Schaltassistent integriert die sportliche Dimension, ohne auf die Übertreibung zu setzen. Für 23.490 Euro, also etwa 3000 Euro mehr als die Basisversion, erhält der Käufer ein Stahl-Gitterrohrrahmen, Reifen im Format 120/70-17 vorne und ein beeindruckendes 240/45-17 hinten, Garant für die muskulöse Cruiser-Haltung, die so typisch ist.
Der Wermutstropfen sind die Felgen. Die Carbon-Version hatte ihre geschmiedeten Marchesini-Felgen, leicht und edel. Die S bietet lediglich eine einfache dekorative Oberflächenbehandlung. Bei einem Motorrad, das diesen Preis und diese Ambition aufweist, hätten Leichtbau-Räder einen konkreten Einfluss auf die Agilität gehabt, zumal 244 kg Überzeugung erfordern, um in Kurven gelenkt zu werden. Die Elektronik hingegen enttäuscht nicht: Bosch IMU mit 6 Achsen, drei Fahrmodi, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, Cornering-ABS, Bergauf-Assistent, Keyless-Start, Tempomat und ein 3,5-Zoll-TFT-Farbdisplay. Die Bluetooth-Konnektivität ermöglicht die Verwaltung von Anrufen und Musik vom Lenker, was sowohl den Stadtfahrer als auch den Gran-Turismo-Fahrer am Wochenende interessiert.
Der Test der Ducati Diavel 1260 S zeichnet das Porträt eines Motorrads für einen erfahrenen Fahrer, der sich nicht zwischen Stil und Leistung entscheiden will. Es ist weder ein Sportmotorrad in Verkleidung noch ein amerikanischer Cruiser, der für Europäer abgemildert wurde. Es ist eine italienische Synthese mit ihren Qualitäten und Widersprüchen. Der Verbrauch von 5,4 Litern auf 100 km bei einem Tankvolumen von 17 Litern ergibt eine korrekte, aber nicht großzügige Reichweite. Die Sitzhöhe von 780 mm bleibt für eine durchschnittliche Statur erreichbar. Auf dem Gebrauchtmarkt wird eine Ducati Diavel 1260 S 2020 oder 2019 oft zwischen 16.000 und 19.000 Euro je nach Zustand gehandelt, was einen möglichen Einstieg in die Welt Ducati für diejenigen ermöglicht, die die ausgereifte Version ohne den Preis für ein Neufahrzeug suchen. Ein V-Twin, der brüllt, eine Linie, die provoziert, eine umfassende Elektronik: das Paket ist stimmig, auch wenn die Räder etwas Besseres verdient hätten.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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