Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1255 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 7500 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 3700 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 64 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 36 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 247.00 kg
- Neupreis
- 8 499 €
Übersicht
Als Suzuki beschloss, seine Bandit 1250 für den Jahrgang 2012 aufzufrischen, erwartete niemand eine Revolution. Und niemand bekam eine. Die GSF 1250 N bleibt ihrem ursprünglichen Rezept treu – dem eines großzügigen Roadsters, der dafür gemacht ist, Kilometer ohne Kopfzerbrechen zu fressen. Der Hersteller aus Hamamatsu setzte lieber auf die Karte des kosmetischen Restylings als auf eine technische Überarbeitung. Der runde Scheinwerfer, Erkennungszeichen der ersten Generationen, weicht einer schlankeren Optik, direkt inspiriert von der kleinen 650. Das Cockpit folgt demselben Weg, ebenfalls von der kleinen Schwester übernommen, mit dem einzigen Unterschied eines anders kalibrierten Drehzahlmessers. Die seitlichen Lufthutzen, die Auspuffanlage, das Rücklicht: Alles wurde überarbeitet, ohne neu gedacht zu werden. Eine ehrliche Fassadenrenovierung, ohne Anmaßung.

Unter dieser zeitgemäß aufgefrischten Verkleidung hat sich der Reihenvierzylinder mit 1255 cc nicht um eine Bohrung verändert. Und genau darin liegt vielleicht das wahre Argument dieser Suzuki. Mit 98 PS bei 7500 U/min und vor allem 107,9 Nm Drehmoment bereits ab 3700 U/min setzt dieser Motor nicht auf rohe Leistung, sondern auf Verfügbarkeit. Der Motor schiebt kräftig und früh an, ohne dass man ihn in hohe Drehzahlen prügeln muss. In der Stadt wie auf der Landstraße liefert die Bandit 1250 ihre Pferdestärken mit einer Geschmeidigkeit, die die Sportler des Segments schlichtweg nicht kennen. Dieser Vierzylinder läuft rund, ohne störende Vibrationen, mit der Regelmäßigkeit eines Metronoms. Vom wilden Temperament der 1996 geborenen Ahnin, jener berühmten ölgekühlten 1200, die Unvorsichtigen in die Finger beißen konnte, ist man weit entfernt. Die Version 2012 hat sich für Umgänglichkeit entschieden.
Diese Philosophie findet sich im gesamten Rest der Maschine wieder. Der Stahlrohrrahmen, die teleskophydraulische Gabel mit 43 mm, das Federbein hinten: Das Gesamtpaket setzt auf Komfort und Stabilität statt auf chirurgische Präzision. Mit 247 kg vollgetankt und einer Sitzhöhe von 810 mm macht die GSF 1250 keinen Hehl aus ihrem Gewicht. Sie richtet sich an Motorradfahrer, die eine beruhigende Maschine suchen, kein Rennstreckenwerkzeug. Die Bremsanlage, bestehend aus zwei 310-mm-Scheiben mit Vierkolben-Bremssätteln vorne, erledigt ihre Arbeit ohne besonderen Glanz. Das optional erhältliche ABS verstärkt die Sicherheit eines Gesamtpakets, das klar auf Zugänglichkeit setzt. Der 19-Liter-Tank ermöglicht komfortable Reichweiten, passend zum Tourenprogramm der Maschine.
Gegenüber der damaligen Konkurrenz besetzte die Bandit 1250 eine ganz bestimmte Nische. Braver als eine Kawasaki Z1000, weniger charakterbetont als die Yamaha FZ1, positionierte sie sich als die vernünftige Wahl des Alltagsmotorradfahrers. Für 8499 Euro bot sie ein schwer anfechtbares Preis-Leistungs-Verhältnis, mit einem bewährten Motor und einer Mechanik ohne bekannte Schwächen. Ihr Hauptmanko lag genau in dieser Vernunft. In einem Roadster-Markt, der sich immer schärferen, immer nervöseren Maschinen zuwandte, wirkte die GSF 1250 wie ein braver Familienvater. Für den Motorradfahrer, der seine fünfzehntausend Kilometer jährlich zwischen Arbeitsweg und Wochenendtouren abspult, war sie eine sinnvolle Wahl. Für denjenigen, der starke Emotionen und ausgeprägten Charakter sucht, war es besser, sich anderswo umzusehen. Die Bandit 1250 in der Version 2012 hat nie den Anspruch erhoben, Herzen höher schlagen zu lassen. Sie hat sich damit begnügt, die Räder am Laufen zu halten – mit einer Zuverlässigkeit und Beständigkeit, die Respekt abnötigen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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