Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1255 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 7500 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 3700 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 79 x 64 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique 43 mm de diamètre, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 136 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Trockengewicht
- 225.00 kg
- Neupreis
- 8 499 €
Übersicht
Wer hat gesagt, dass man sein Sparschwein schlachten muss, um zu zweit Kilometer zu fressen? Seit Jahren spielt die Bandit die Rolle des cleveren Außenseiters im Segment der großen Tourer, und diese GT-Version des Jahrgangs 2008 setzt die Messlatte noch eine Stufe höher. Suzuki nimmt seine GSF 1250, bereits bekannt für ihr großzügiges Temperament und ihren Tiefstpreis, und verpasst ihr die nötige Ausstattung, um in der Liga der Reisemaschinen mitzuspielen. Das Ergebnis erhebt nicht den Anspruch, es mit einer Honda Pan-European oder einer BMW K 1200 GT in Sachen Raffinesse aufzunehmen, stellt aber den Premium-Konkurrentinnen eine unangenehme Frage: Was bieten sie so grundlegend anderes, um einen mitunter doppelt so hohen Preis zu rechtfertigen?

Der wassergekühlte Reihenvierzylinder mit 1255 cc bildet das Herzstück der Argumentation. Mit 98 PS bei 7500 U/min und vor allem 107,9 Nm Drehmoment ab 3700 U/min sucht das Triebwerk nicht die reine Leistung. Es setzt auf Durchzugskraft. Im sechsten Gang bei niedriger Drehzahl nimmt die Bandit GT klaglos Gas an, zieht die Maschine samt Besatzung voran, ohne ständig zum Herunterschalten zu zwingen. Genau das erwartet man von einem Motor, der für die Reise gemacht ist. Die Yamaha FJR 1300, leistungsstärker und ausgefeilter, verlangt allerdings auch 4000 Euro mehr. Die Suzuki setzt auf Pragmatismus, und auf diesem Terrain sammelt sie Punkte.
In Sachen Ausstattung äußert sich der Wechsel von der S- zur GT-Version durch eine Vollverkleidung, die die Silhouette verändert und ordentlichen Windschutz bietet, ein Paar Seitenkoffer mit je 35 Litern Fassungsvermögen sowie ein Topcase mit 49 Litern und Beifahrer-Rückenlehne. Das Nötige, um zu zweit aufzubrechen, ohne sich logistische Fragen zu stellen. Der 19-Liter-Tank ermöglicht eine vernünftige Reichweite, auch wenn man sich zwei oder drei Liter mehr gewünscht hätte, um die Stopps auf der Autobahn weiter auseinanderzuziehen. Die Sitzbank, auf 790 mm Höhe angebracht, bleibt für die meisten Körpergrößen erreichbar – was bei einer Reisemaschine nicht unerheblich ist, bei der das Vertrauen beim Anhalten ebenso zählt wie der Komfort während der Fahrt.
Der Stahlrohrrahmen und das Fahrwerk – eine Telegabel mit 43 mm Standrohren und ein Zentralfederbein hinten – erledigen ihre Arbeit ohne sportliche Ambitionen. Die Federwege von 130 bzw. 136 mm stecken die holprigen Straßen Südeuropas weg, ohne jedes Schlagloch zur Tortur werden zu lassen. Die Bremsanlage, bestehend aus zwei 310-mm-Scheiben mit Vierkolben-Sätteln vorn und einer 240-mm-Scheibe hinten, gibt sich beruhigend, zumal das ABS ein wachsames Auge hat. Mit 225 kg Trockengewicht ist die Bandit GT kein Leichtgewicht, bewegt sich aber in der Norm des Segments. Man rangiert sie ohne Beklemmung auf dem Tankstellenparkplatz, was bei den großen deutschen Tourern nicht immer der Fall ist.
Zum Preis von 8499 Euro richtet sich die Suzuki GSF 1250 Bandit GT ABS an den reisenden Motorradfahrer, der sich weigert, den vollen Preis für Technologien zu zahlen, die er nicht unbedingt braucht. Sie verfügt weder über ein elektronisches Fahrwerk noch über einen Tempomat oder ein TFT-Display. Dafür bietet sie einen soliden Motor, eine komplette Serienausstattung und eine Rechnung, die genug übrig lässt, um den ersten Roadtrip zu finanzieren. Für den vernünftigen Tourenfahrer, der lieber fährt als glänzt, ist sie eine schwer anfechtbare Wahl.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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