Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 989 cc
- Leistung
- 200.0 ch @ 13800 tr/min (147.1 kW)
- Drehmoment
- 115.7 Nm @ 10500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 86 x 42.56 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tube d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins FG353 PFF Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Trockengewicht
- 171.00 kg
- Neupreis
- 55 000 €
Übersicht
Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar parkt einen MotoGP-Prototypen in seiner Garage, mit hinten angeschraubten Nummernschildern. Genau das, in einem Satz, hat Ducati an der Wende zum Jahr 2006 gewagt. Angekündigt auf der World Ducati Week und anschließend offiziell in Mugello bestätigt, ließ die Ducati Desmosedici 1000 RR eine Paddock-Fantasie zur Realität auf öffentlichen Straßen werden. Kein Hersteller hatte zuvor eine authentische Meisterschaftsmaschine auf den öffentlichen Asphalt gebracht, und doch hat Bologna genau das getan, in der Version 2007, frei Haus lieferbar.

Unter der Faserverkleidung übernimmt ein 90°-V4 mit 989 cm³ die Architektur der GP6, ohne eine exakte Kopie davon zu sein. Die Bohrung von 86 mm bei einem Hub von nur 42,56 mm sagt alles über die Philosophie des Triebwerks, das darauf ausgelegt ist, wie ein Formel-1-Motor in die Drehzahlen zu klettern. Die desmodromische Ventilsteuerung, diese Markensignatur mit Zahnradkaskadenantrieb, treibt das Ganze auf 200 PS bei 13.800 U/min und 115,7 Nm bei 10.500 U/min. Die Gehäuse bestehen aus Aluminium und Magnesium, die Pleuel und Ventile aus Titan, alles mit einer Verdichtung von 13,5 zu 1. Das ausziehbare Sechsganggetriebe hält der Belastung stand, und die homologierte Auspuffanlage überschreitet mühelos 100 Dezibel, was ausreicht, um ein ganzes Viertel zu warnen, bevor man überhaupt die Zündung einschaltet.
Das Fahrwerk macht keinerlei Zugeständnisse an einen Straßenkompromiss. Gitterrohrrahmen aus Stahl, Schwinge direkt im Motorgehäuse verankert, Öhlins FG353 PFF Upside-Down-Gabel mit 43 mm vorn, Öhlins-Monoshock mit reduziertem Federweg von 120 mm, Marchesini-Felgen aus Magnesium, Bridgestone-Reifen mit spezifischem Profil in 120/70 und 200/55. Die Bremsanlage arbeitet vorn mit zwei 320-mm-Scheiben und radial befestigten Vierkolbenbremszangen, ein heute banaler Standard, der jedoch 2007 noch das Privileg der Top-Superbikes war. Auf der Waage stehen 171 kg trocken, eine Sitzhöhe von 830 mm, fünfzehn Liter Tankvolumen und eine angegebene Spitzengeschwindigkeit von 310 km/h. Genug, um ziemlich von oben auf die Honda RC211V herabzublicken, die über die CBR 600 RR vermarktet wurde und mit dem HRC-Prototyp nur die Ästhetik gemeinsam hatte.

Bleibt die Rechnung. Bei 55.000 Euro lässt sich die ducati desmosedici 1000 rr nicht verhandeln, sie muss verdient werden. Vierhundert Exemplare pro Jahr, Vorrang für Besitzer einer 999 R, Garantie und programmierte Wartung über drei Jahre, Racing-Kit mit 102-dB-Auspuff, dediziertem Steuergerät, Werkstattständer und Abdeckung inklusive. Ducati verriegelt sein Ökosystem, damit die Maschine in guten Händen lebt. Zwei Lackierungen werden angeboten, ein Ducati-Racing-Rot mit weißer Startnummerntafel oder die Werksdekoration mit weißem Streifen, in der Capirossi in der Meisterschaft fuhr. Das ist eher eine Aufmerksamkeit für Sammler als ein kommerzielles Argument, passt aber perfekt zur Positionierung.
Für wen also ist diese Bestie gedacht? Sicherlich nicht für den Tourenfahrer, der zu zweit Alpenpässe aneinanderreiht, noch weniger für den Stadtfahrer, der mit Ampeln spielt. Die Desmosedici RR richtet sich an den wohlhabenden Rennstreckenfahrer, an den aufgeklärten Sammler, an denjenigen, der das Gefühl einer MotoGP erleben möchte, statt sich sonntagmorgens vor einem Bildschirm zu drängen. Ihre Schwächen sind offensichtlich, lächerliche Reichweite, unbarmherzige Sitzposition, Wartungskosten, bei denen selbst ein Schweizer Banker erblasst. Aber keine Konkurrentin, nicht einmal die noch teurere MV Agusta F4 CC, bietet diese direkte Abstammung vom Weltmeisterschaftsplateau. Ein reines Leidenschaftsobjekt, ohne Maske und ohne Schein, und genau das macht seinen Preis aus.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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