Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 996 cc
- Leistung
- 123.0 ch @ 9750 tr/min (90.5 kW)
- Drehmoment
- 97.1 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 100 x 63.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tube d\'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 127 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 217.00 kg
- Trockengewicht
- 198.00 kg
- Neupreis
- 16 000 €
Übersicht
Wer erinnert sich an Trinity, wie sie ihre italienische Sportmaschine in den Verkehr der Matrix stürzt, schwarzes Leder und kalte Entschlossenheit? Es war nicht exakt eine Ducati 998, sondern eine 996, für die Kameras zurechtgemacht. Egal. Der Schaden war angerichtet. Bologna hatte begriffen, dass die Leinwand als Schaufenster dienen konnte, und die Ducati 998 Matrix entstand aus dieser Allianz zwischen Hollywood und dem Werk in Borgo Panigale. In nur 250 Exemplaren in Partnerschaft mit Warner Bros produziert, bleibt diese limitierte Serie von 2004 eine der begehrtesten unter Sammlern. Eine Ducati 998 Matrix gebraucht zu finden, gleicht heute einer Schatzsuche, und die Preise steigen weit über die damals verlangten 16 000 Euro hinaus.

Täuschen Sie sich nicht, unter dem grünen Kleid, das an die Codezeilen der Wachowski-Brüder erinnert, ist die Technik alles andere als ein Filmtrick. Der L-förmige Zweizylinder mit 90 Grad und 996 cc liefert 123 PS bei 9 750 U/min und ein Drehmoment von 97 Nm bei 8 000 Touren. Zahlen, die die Ducati 998 im Jahr 2004 an die Spitze setzten, gegenüber der Yamaha R1 und der Honda CBR 954 RR jener Zeit. Das Verdichtungsverhältnis von 11,5:1, die überschallschnelle Bohrung von 100 mm bei einem kurzen Hub von 63,5 mm – alles verrät die sportliche Berufung dieses italienischen Twins. Vier Ventile pro Zylinder, sechs Gänge, Kettenantrieb. Das Rezept ist bekannt. Es funktioniert.
Das Fahrwerk, getreu dem Erbe der 916er-Linie, basiert auf dem berühmten Gitterrohrrahmen aus Stahl, der Ducatis Ruf in der Superbike begründet hat. Die 43-mm-Upside-Down-Gabel und das Zentralfederbein bieten 127 beziehungsweise 130 mm Federweg, ein rennstreckentauglicher Kompromiss, der Fahrern entgegenkommt, die eine spitze Sportmaschine auszureizen wissen. Die Bremsen mit ihren zwei 320-mm-Scheiben, vorn von Vierkolben-Sätteln gepackt, flößen Vertrauen ein. Das Trockengewicht von 198 kg bleibt für eine Maschine dieses Hubraums moderat, auch wenn die 217 kg fahrfertig daran erinnern, dass man nicht auf einem Fahrrad sitzt. Die Sitzhöhe von 790 mm und der 17-Liter-Tank bestätigen eine klare Bestimmung: Dieses Motorrad lebt für die Rennstrecke und sportliche Ausfahrten auf der Straße, nicht für den Alltagsverkehr.
Die Ducati 998 Matrix unterscheidet sich also einzig durch ihr Äußeres. Das tiefe Grün überzieht die gesamte Verkleidung, schlicht, aber für Kenner der Trilogie sofort erkennbar. Der Filmname prangt auf den hinteren Seitenteilen, dezent, fast ein Augenzwinkern unter Eingeweihten. Das sei wenig, werden manche sagen, um den Status einer Sonderserie zu rechtfertigen. Das stimmt. Aber die Seltenheit erledigt den Rest. Unter den Varianten der Baureihe – zwischen der Ducati 998 S, der für den Wettbewerb geschliffenen Ducati 998 R, der Ducati 998 S Final Edition, die das Kapitel abschloss, und der Ducati 998 Biposto für alle, die zu zweit unterwegs sind – nimmt die Matrix einen besonderen Platz ein. Sie spielt weder die Karte der reinen Performance noch die der technischen Verfeinerung. Sie setzt auf Emotion, auf Kino, auf das Sammlerstück.
Heute erfordert die Suche nach einer Ducati 998 gebraucht Geduld. Exemplare in gutem Zustand werden teuer gehandelt, ob die S gebraucht, die R gebraucht oder die Final Edition gebraucht. Die 998 ist mit Anmut gealtert, getragen von der Nostalgie einer Epoche, in der Ducati Superbikes ohne aufdringliche Elektronik baute, mit einem rohen Motorcharakter und einer Ästhetik, die bis zur modernen Ducati Panigale nachwirkt. Für den Enthusiasten, der ein Stück Geschichte haben will, in dem Motorsport und Popkultur verschmelzen, bleibt die 998 Matrix eine Wahl, die sich verteidigen lässt. Vorausgesetzt, man findet eine.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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