Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 124 cc
- Leistung
- 15.0 ch @ 9250 tr/min (11.0 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 58 x 47 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 40 mm, déb : 110 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Vorderreifendruck
- 1.90 bar
- Hinterreifen
- 130/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.00 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Trockengewicht
- 120.00 kg
- Neupreis
- 4 099 €
Übersicht
Motorrad: Derbi GPR 125 4T (2011)

Neunzehn Weltmeisterschaftstitel. Das ist das symbolische Kapital, das Derbi wie ein Wappen auf jedem Motorrad aus seiner katalanischen Fabrik trägt. Die GPR 125 Version 2011 reiht sich in diese anspruchsvolle Linie ein, aber mit einer wichtigen Änderung in der Mechanik: der Zweitakt ist tot, es lebe der Viertakt. Der Einszylinder mit 124 ccm dreht nun mit vier Ventilen im Kopf, einem Verdichtungsverhältnis von 12:1 und einem kurzen Bohrung x Hub von 58 x 47 mm, der hohe Drehzahlen begünstigt. Die Leistung bleibt bei 15 Pferden bei 9250 U/min, was Zweitakt-Nostalgiker als fad empfinden werden, aber das ist der Preis für Sparsamkeit, reduzierte Emissionen und eine Mechanik, die man hören kann, ohne die Nachbarschaft zu wecken. Die Konkurrenz spielt das gleiche Spiel seit einigen Jahren; Honda und Yamaha haben die Auslassschlitze schon lange aufgegeben. Auf diesem Terrain fängt jeder von Null an.
Fünfzehn Pferde mit einem A1-Führerschein sind die Norm, kein Zeichen von Schwäche. Die GPR erreicht 130 km/h Höchstgeschwindigkeit, mit einem 6-Gang-Getriebe im Einsatz, unterstützt durch ein geringes Gewicht von 120 kg. Sie wiegt drei Kilogramm weniger als die vorherige Zweitakt-Generation, was bei einer Maschine dieses Formats nicht unerheblich ist. Der 14-Liter-Tank sorgt für eine korrekte Reichweite für den täglichen Gebrauch oder Wochenendausflüge ohne Stress. Es ist keine Maschine für Heldentaten, sondern eine Maschine für kontrollierten Fahrspaß, zugeschnitten auf junge Führerscheininhaber, die die Straße mit etwas lernen wollen, das einer echten Sportmaschine ähnelt.
Und hier punktet die GPR gegenüber ihren japanischen Rivalen. Während die Honda CBR 125R und die Yamaha YZF-R 125 auf der Vorderradseite mit klassischen Gabeln im Sport-Scooter-Stil das Minimum leisten, schiebt die Spanierin das Limit mit einer 40-mm-Upside-Down-Gabel mit 110 mm Federweg weiter. Dieser Durchmesser ist nicht weit von dem entfernt, was die erste serienmäßige R1 hatte. Der Monodämpfer hinten mit 120 mm Federweg vervollständigt das Bild, direkt auf den asymmetrischen Aluminium-Schwingarm ohne Umlenkhebel montiert. Das Fahrgefühl ist direkter, weniger gefiltert, näher an dem, was Fahrer fordern, die Gefühl vor Komfort suchen. Das Perimeter-Aluminium-Rahmenrohrgerüst erledigt den Rest; es ist eine Architektur, die man auf Maschinen weit über der Kategorie findet, und die daraus resultierende strukturelle Steifigkeit ist in den Anpresskräften spürbar.
Die Bremsen enttäuschen ebenfalls nicht. Eine 300-mm-Scheibe vorne, gebremst von einem Radialbremssattel, ist besser als das, was viele direkte Konkurrenten zu diesem Preis von 4099 Euro bieten. Die Karosserie spielt offen das GP-Spiel mit ihrer zentralen Lufteinlassöffnung, dem unter der Sitzbank liegenden Auspufftopf, den gestreckten weißen Blinkleuchten und dem LED-Rücklicht. Das vollständige digitale Armaturenbrett zeigt die Drehzahl in Balken, die Geschwindigkeit, zwei Tankanzeige, eine Uhr, einen Stoppwatch, einen Shiftlight und die maximale aufgezeichnete Geschwindigkeit an. Die einzige nennenswerte Schwäche ist das Fehlen eines Kraftstoffanzeigegeräts, was bei einem Motorrad zu diesem Preis ein ärgerlicher Verzicht bleibt.
Die Derbi GPR 125 4T richtet sich klar an junge Fahrer, die einen seriösen Einstieg suchen, mit einer Maschine, die keinen Hehl daraus macht. Sie hat nicht die Leistung, um über den A1-Führerschein hinaus zu beeindrucken, aber sie hat die Technik, die Präsentation und die mechanische Seriosität, um einen Fahrer korrekt auszubilden. Im Vergleich zu den japanischen Referenzen setzt sie auf eine differenzierte Strategie in Bezug auf die Qualität der Fahrwerkskomponenten und nicht auf die Verarbeitung oder das Händlernetz. Eine bewusste, mit der sportlichen DNA der Marke konsistente Wette.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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