Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 124 cc
- Leistung
- 15.0 ch @ 9250 tr/min (11.0 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 58 x 47 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 40 mm, déb : 110 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Vorderreifendruck
- 1.90 bar
- Hinterreifen
- 130/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.00 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Trockengewicht
- 120.00 kg
- Neupreis
- 4 299 €
Übersicht
Motorrad: Derbi GPR 125 4T (2009)

Neunzehn Weltmeistertitel schmieden einen Ruf. Derbi ist nicht als Tourist in der Kategorie der 125er Sportmotorräder angekommen, und die GPR 125 des Baujahres 2009 trägt dieses kompetitive Erbe mit einer gewissen Arroganz. Die Neuheit dieser Generation liegt in einer starken technologischen Wahl: den nervösen und lauten Zweitaktmotor zugunsten eines besonnenen und sauberen Viertaktmotor aufzugeben. Das ist keine Kapitulation, sondern eine Anpassung. Die gesamte Konkurrenz ist den gleichen Weg gegangen, und der Kampf wird nun auf anderen Gebieten ausgetragen.
Der Viertaktmotor setzt seine Regeln durch. Der Verbrauch sinkt, ebenso die Emissionen, und die Nachbarschaft atmet besser. Im Gegenzug werden die 15 Pferdchen, die bei 9250 U/min anliegen, niemals die Drehzahlorgien des Zweitaktzylinders vergessen lassen. Doch die Honda CBR 125 und die Yamaha YZF-R 125 bieten auf dem Gebiet der reinen Leistung nicht mehr. Für 4299 Euro kauft man also eine ausgewogene Erfahrung, keine reine Adrenalinstörung. Die Höchstgeschwindigkeit liegt unter optimalen Bedingungen bei rund 130 km/h, was für einen A1-Führerschein immer noch ehrliche Werte sind. Die Zielgruppe hier sind junge Fahrer, die ein echtes Sportmotorrad wollen, ohne sich mit einer Plastikkopie zufrieden geben.
Genau hier punktet die GPR gegenüber ihren japanischen Rivalen. Die Upside-Down-Gabel mit 40 mm Durchmesser und 110 mm Federweg ist kein Marketingtrick: es ist ernstzunehmendes Material, die Art von Komponente, die man vor einigen Jahren bei Sportmotorrädern mit größerem Hubraum finden konnte. Während die CBR 125 und die YZF-R 125 sich mit einer konventionellen Gabel zufrieden geben, kommt die GPR mit einer respektwürdigen technischen Präsentation. Die Vorderradbremse folgt der gleichen Logik, mit einer 300-mm-Scheibe, die von einem Radialbremssattel festgezogen wird. Auf 120 Kilogramm Trockengewicht bremst das Ganze mit einer echten Frische. Die Silhouette passt zum Programm: geschärfte Verkleidung, zentraler Lufteinlass im Gabelschaft, unter der Sitzbank liegender Auspuff, LED-Rücklicht und schlanke, transparente Blinker. Die Ästhetik lügt nicht, sie übernimmt.
Das Perimeter-Aluminiumrahmen und der asymmetrische Aluminiumschwingarm bestätigen die Ambitionen der Maschine. Der Monodämpfer hinten verankert sich direkt am Schwingarm, ohne Zwischenlenker. Diese Wahl reduziert die Progressivität der Federung, verstärkt aber das direkte Gefühl für den Belag. Es ist eine Philosophie der Rennstrecke, die auf die Straße übertragen wurde, mit allen daraus resultierenden Auswirkungen auf die strukturelle Steifigkeit. Das digitale Armaturenbrett vervollständigt das Bild mit einer Drehzahlbalkengrafik, einem Schaltsignal, einer Stoppuhr, der maximalen gespeicherten Geschwindigkeit und zwei Reisemessern. Die einzige bemerkenswerte Schwachstelle: kein Kraftstoffmesser, was die Überwachung des Kilometerstands auf einem 14-Liter-Tank erfordert. Ein Versäumnis, das bei einer Maschine zu diesem Preis schwer zu rechtfertigen ist.
Die Derbi GPR 125 ist ein stimmiges Angebot für alle, die ein wie ein Erwachsener ausgestattetes Sportmotorrad wollen, kein buntes Spielzeug. Sie erfindet die Physik von 125 ccm nicht neu, und ihre 15 Pferde bleiben immer 15 Pferde. Aber in diesem Segment entscheidet sich der Unterschied durch die Seriosität des Fahrwerks, die Qualität des Vorderrads und die Lesbarkeit des Ganzen. In diesen drei Punkten macht die Spanierin besser als der Durchschnitt, und das ist schon viel.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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