Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 100.0 ch @ 6600 tr/min (73.6 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 88,9 x 96,8 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 49 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en aluminium, contenant le carburant
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Showa Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 127 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.60 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 14.50 L
- Gewicht
- 209.00 kg
- Trockengewicht
- 179.00 kg
- Neupreis
- 11 995 €
Übersicht
Motorrad: Buell XB-12 S LIGHTNING (2005)

Stellen Sie sich eine XB-12 R vor, der man mit einem Schraubenschlüssel die Verkleudung abgerissen, die profilierte Nase durch zwei runde Scheinwerfer ersetzt hat, die die Welt mit einem trotzigen Blick ansehen, und das Lenkergestänge so angepasst hat, dass der Fahrer endlich eine würdige Fahrposition findet. Das ist die XB-12 S Lightning. Buell hat nicht das Motorrad neu erfunden, sondern aus dem Rohmaterial etwas Direktes, Urbaneres und Tierischeres gefertigt.
Was zuerst auffällt, ist die Kompaktheit. 179 Kilogramm Trockengewicht, ein bündiges Format, eine Silhouette, die sowohl an einen muskulösen Roadster als auch an einen leistungsstarken Supermotard erinnert. Die Kategorie, das ist dieser Maschine egal. Sie greift in beide Register mit einer recht irritierenden Nonchalance. Das Perimeter-Aluminiumrahmen dient als 14,5-Liter-Tank, das Keilriementrieb fast unter dem Schwingarm verschwindet, alles ist darauf ausgelegt, die Massen zu konzentrieren und den Schwerpunkt zu senken. Das ist eine Philosophie eines etwas obsessiven Ingenieurs, und in diesem Punkt hatte Erik Buell mehrere Längen gegenüber dem europäischen Wettbewerb.
Der 45-Grad-V-Twin mit 1203 cm³ leistet 100 Pferdestärken bei 6.600 Umdrehungen pro Minute und ein Drehmoment von 107,9 Nm bei 6.000 Umdrehungen pro Minute. Auf dem Papier erscheinen diese Zahlen im Vergleich zu einer Ducati Monster S2R oder einer KTM Super Duke der damaligen Zeit vernünftig. Faktisch ist es die Art und Weise, wie dieser Motor sein Drehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen abgibt, die alles verändert: ein offener Schub, ohne Schnörkel, typisch für die Harley-Davidson-Architektur, von der Buell zu etwa 95 % abhängig bleibt. Diese genetische Verbindung zu Milwaukee ist ein zweischneidiges Schwert. Sie verleiht der Lightning einen unnachahmlichen Charakter, eine Klangfarbe und Elastizität, die keine japanische Vier-Zylinder-Maschine imitieren kann. Aber sie zwingt sie auch zu Grenzen in Bezug auf maximale Drehzahl und Leistung, die das Chassis problemlos verkraften könnte.

Denn das ist gerade das Paradoxon dieser Maschine: Das Fahrwerk ist der Mechanik weit überlegen. Die 43-mm-Show-a-Upside-Down-Gabel, der einstellbare Monoschwingarm, die Reifen 120/70 vorne und 180/55 hinten auf 17-Zoll-Felgen, die übergroße Einzelbremse in zentraler Position am Vorderrad – alles trägt dazu bei, ein Verhalten von chirurgischer Präzision zu erzeugen. In Kurven vermittelt die XB-12 S den seltenen Eindruck, sich um eine imaginäre Achse zu drehen, die genau dort liegt, wo sie sein soll, während der Rest des Motorrads die Drecksarbeit erledigt. Die im Vergleich zur sportlichen XB-12 R höhere Sitzposition verstärkt dieses Gefühl noch, indem sie dem Fahrer mehr Hebelwirkung am Vorderrad gibt. Die Stabilität gibt nie nach, selbst bei den angekündigten 220 km/h.
Für 11.995 Euro richtet sich die Lightning an einen erfahrenen Fahrer, der keinen Leistungsverlauf benötigt, um Spaß zu haben, der Charakter über rohe Leistung bevorzugt und bereit ist, mit den Einschränkungen eines aufgeladenen Monozylinders, seinem spezifischen Wartungsbedarf und seinen unbestreitbar amerikanischen Wurzeln zu leben. Das ist kein Motorrad für jedermann. Gerade deswegen verdient es Aufmerksamkeit.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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