Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 899 cc
- Leistung
- 120.0 ch @ 10000 tr/min (88.3 kW)
- Drehmoment
- 77.5 Nm @ 8500 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 49.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier relié à des éléments de fonderie
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 215.00 kg
- Trockengewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 9 900 €
Übersicht
Benelli hat mit seiner TnT 1130 lange ein gefährliches Spiel getrieben: eine Maschine anzubieten, deren Mechanik so brutal ist wie ihr Design – mit dem Risiko, ebenso viele zu verschrecken wie anzuziehen. Der Dreizylindermotor mit 1130 cm³ besaß Charakter im Überfluss, aber auch einen Preis und eine Leistung, die den Kreis der Bewunderer einschränkten. Mit der TnT 899 versucht der Hersteller aus Pesaro eine andere Rechnung: das Wesentliche des Originals behalten, den Hubraum reduzieren und die symbolische Grenze von 10.000 Euro unterbieten. Das Ergebnis: 120 PS bei 10.000 U/min, 77,5 Nm Drehmoment bei 8.500 U/min und ein Trockengewicht von 199 Kilogramm. Kein Motorrad für Anfänger, aber ein ernsthafter Auftritt in einem Segment, in dem die Triumph Street Triple und die Ducati Monster 696 sich bereits komfortabel eingerichtet hatten.

Was zunächst auffällt: Benelli hat keine halben Sachen gemacht. Der Rohrrahmen in Gitterstruktur mit angeglossenen Gusselementen ist identisch mit dem des großen Bruders. Die 50-mm-Upside-down-Gabel mit 120 mm Federweg, das Zentralfederbein, die beiden vorderen Bremsscheiben mit 320 mm Durchmesser gebissen von Vierkolbensätteln, die Bereifung 120/70-17 vorne und 190/50-17 hinten – all das stammt direkt vom 1130. Benelli hat den Motor geändert, nicht die Philosophie. Auf der Straße sind die Lastwechsel gut beherrscht, die Lenkung präzise ohne nervös zu sein, und das Fahrwerk vermittelt Vertrauen, ohne alles verzeihen zu wollen. Ein Motorrad, das engagiertes Fahren belohnt – kein Lenker, der einfach mitläuft.
Der Dreizylindermotor ist die Seele der Maschine. Bohrung 88 mm, Hub 49,2 mm, Verdichtungsverhältnis 12,5:1, vier Ventile pro Zylinder: Das Rezept ist sportlich auf dem Papier und hält seine Versprechen in der Praxis. Der Motor zieht kräftig aus mittleren Drehzahlen heraus und dreht bereitwillig bis zur angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h hoch. Er vibriert, er knurrt, er kommuniziert. Die elektronische Motorsteuerung hält nicht immer mit der Mechanik Schritt – gelegentliche Ruckelmomente verraten eine verbesserungswürdige Kalibrierung –, aber nichts davon trübt den Fahrspaß ernsthaft. Das Sechsganggetriebe ist ordentlich, der Kettenantrieb klassisch. Nichts Revolutionäres, aber es funktioniert.
Die TnT 899 ist dennoch kein vielseitiges Alltagsmotorrad. Die Sitzposition ist sportlich engagiert, der Windschutz nicht vorhanden, der Komfort für den Sozius begrenzt, trotz einer einteiligen Sitzbank, die Verbesserungen bringen soll. Der 16-Liter-Tank bietet eine akzeptable Reichweite, die Sitzhöhe von 820 mm ist für einen durchschnittlichen Fahrer erreichbar, aber im Stadtverkehr drängt sich dieses Motorrad eher auf, als dass es sich durchschlängelt. Das Cockpit, auf einen einzelnen Tacho mit digitalem Fenster reduziert, wirkt für eine Maschine zum Preis von 9.900 Euro etwas karg. Auch radiale Bremssättel fehlen – ein Detail, das zur Preisrechtfertigung gegenüber besser ausgestatteten japanischen Konkurrenten beigetragen hätte.
Für wen macht diese 899 Sinn? Für den erfahrenen Fahrer, der ein Naked Bike mit Charakter und einem Stil sucht, der seinesgleichen sucht. Nicht für jemanden, der ein zahmes Alltagsmotorrad oder sein erstes großes Hubraumgefährt sucht. Es gibt eine Version S mit eloxierter Gabel, zweiteiliger Sitzbank, einigen Kohlefaserelementen und verbesserten Federbeinen, die das Angebot für einige Euro mehr verfeinert. Doch selbst in der Standardausführung behauptet diese Benelli ihren Platz. Sie trägt die Geschichte der Tornado in sich, jenes Hubraums, der vor zwanzig Jahren die Rückkehr der Marke besiegelte. Das ist kein symbolisches Detail. Es ist ein Versprechen: das eines Herstellers, der, wenn er etwas tut, es mit Überzeugung tut.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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