Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 170.0 ch @ 11500 tr/min (125.0 kW)
- Drehmoment
- 112.8 Nm @ 9500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en V à 65°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 18.50 L
- Trockengewicht
- 179.00 kg
- Neupreis
- 13 999 €
Übersicht
Stellen Sie sich einen Superbike-Prototypen vor, dem man die Verkleidung und die Windschutzscheibe abgenommen hat. Das Ergebnis ähnelt der Aprilia Tuono 1000 V4 R – einem Roadster, der nicht dazu gedacht ist, die Straße zu zähmen, sondern sie zu unterwerfen. Im Jahr 2014 überarbeitet Aprilia seine nackte Bombe mit chirurgischer Präzision, ohne das revolutionieren zu wollen, was bereits sehr gut funktionierte, sondern indem die Details verfeinert werden, die eine gute Maschine von einer großen unterscheiden.

Der 65°-V4 mit 999 cc, direkt aus der RSV4 abgeleitet, gewinnt dank reduzierter interner Reibung und einer überarbeiteten Auspuffanlage drei zusätzliche PS. Das Ergebnis sind 170 PS bei 11.500 U/min, begleitet von 112,8 Nm Drehmoment bei 9.500 Touren. Auf dem Papier konkurriert diese Leistung direkt mit der KTM Super Duke R und der Ducati Streetfighter 848, doch der Aprilia V4 spielt durch seinen Klang und seine Dichte im mittleren Drehzahlbereich in einer höheren Klasse. Es ist ein Motor, der den Fahrer belohnt, der den Mut hat, den Gasgriff bis zum Anschlag zu drehen, ohne jemals das Gefühl zu vermitteln, in hohen Drehzahlen abzureißen. Die Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h bleibt auf öffentlichen Straßen anekdotisch, zeugt aber vom rohen Potenzial, das Aprilia bewusst zugänglich gelassen hat.
Der doppelte Aluminium-Perimeter-Brückenrahmen kehrt zurück, und das ist eine gute Nachricht. Diese leichte Struktur, die rund zehn Kilogramm wiegt, absorbiert Belastungen mit einer Strenge, die man eher Rennstrecken als Landstraßen zuordnet. Sachs liefert eine neue, vollständig einstellbare 43-mm-Upside-Down-Gabel mit 120 mm Federweg, und Brembo stattet die Vorderachse mit radialen Monoblock-Vierkolben-Bremssätteln aus, die 320-mm-Scheiben beißen. Die allgemeine Fahrwerksabstimmung wurde überarbeitet, um Unebenheiten des gewöhnlichen Asphalts besser zu tolerieren. Die leicht neu gestaltete Sitzbank auf 835 mm Höhe ist keine Einladung für kleinere Fahrer, verbessert aber den Komfort auf langen Strecken. Der Tank wächst von 17 auf 18,5 Liter – für einen so durstige Motor noch bescheiden, verhindert aber zu häufige Stopps auf der Autobahn.
Was diese 2014er Version der Aprilia Tuono 1000 V4 R APRC wirklich auszeichnet, ist die Aktualisierung der Bordelektronik. Das APRC-Paket erhält eine willkommene Weiterentwicklung mit einer nun auf acht Stufen einstellbaren Traktionskontrolle ATC, einem Wheelie-Control AWC mit drei Positionen, einem Quickshifter AQS, einem Launch Control ALC und Ride-by-Wire. Das Bosch ABS 9MP vervollständigt das Paket mit drei Eingriffsmodi, darunter ein Streckenmodus, der es teilweise deaktiviert. All das lässt sich vom Lenker aus einstellen, ohne Werkzeug oder Drittanbieter-Software. Im Vergleich zu einer Super Duke R der gleichen Epoche ist das elektronische Arsenal der Aprilia deutlich ausgefeilter und vor allem besser in die Fahrdynamik des Chassis integriert.

Dieser Roadster richtet sich eindeutig an einen erfahrenen Fahrer, der in der Lage ist, mit einer Maschine zu kommunizieren, die keinerlei Absicht hat, einem das Leben zu erleichtern, wenn man die Konzentration verliert. Das ist kein Motorrad für Einsteiger, noch für den rein städtischen Einsatz, wo die 179 kg Trockengewicht und die hohe Sitzbank zu alltäglichen Einschränkungen werden. Es ist ein Rennstreckenmotorrad im Straßengewand, das bei seiner Einführung für 13.999 Euro verkauft wurde – ein Preis, der seinen sportlichen Ansprüchen gerecht wird, aber mechanisch einen Teil des Publikums ausschloss. Das Fazit ist einfach: Aprilia hat 2014 einen der schärfsten je in Serie angebotenen Roadster gebaut – mit genug Elektronik, um für die besten Fahrer zugänglich zu bleiben, und genug rohem Charakter, um niemals langweilig zu werden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!