Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 122.0 ch @ 9000 tr/min (89.7 kW)
- Drehmoment
- 99.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 75°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 101 x 62.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 135 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 160 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.40 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 179.00 kg
- Trockengewicht
- 154.00 kg
- Neupreis
- 14 000 €
Übersicht
Wer konnte 2006 einer Superduke 990 in die Augen schauen und finden, dass ihr etwas fehlte? KTM, offensichtlich. Die Österreicher, nie satt zu kriegen, beschlossen, die Messlatte mit dieser RR-Version noch höher zu legen – eine Maschine, zugeschnitten auf jene, denen die Standardversion zu zivilisiert war. Und wenn KTM den Ton verschärft, hält man sich besser am Lenker fest.

Das Prinzip ist einfach: Man nehme den 75-Grad-V-Twin mit 999 cm3, seine 122 PS bei 9.000 U/min und die 99 Nm Drehmoment, die bereits ab 7.000 Touren anliegen, und verpacke das Ganze in eine konsequente Schlankheitskur. Carbon ersetzt Stahl oder Kunststoff, wo immer es möglich ist. Räder, Schutzbleche, Kupplungs- und Lichtmaschinendeckel – nichts bleibt verschont. Das Ergebnis: Die Waage zeigt 179 kg vollgetankt an, ein Wert, der so mancher reinrassigen Sportmaschine jener Zeit die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte. Gegen eine Tuono 1000 R oder eine Speed Triple fährt die KTM in einer niedrigeren Gewichtsklasse, behält dabei aber einen Motor mit rohem, fast archaischem Charakter in der Art, wie er seine Leistung abgibt.
Das mit der RR gelieferte Racing-Kit begnügt sich nicht damit, auf dem Datenblatt gut auszusehen. Die WP-Federelemente, schon in der Basisversion hervorragend, erhalten hier straffere Gabelfedern und ein Federbein, das das Heck um 15 mm anhebt. Das Motorrad gewinnt an Präzision, an Hochgeschwindigkeitsstabilität und verliert jenes leichte Schwimmen, das manche der Standard-Superduke in schnellen Wechselkurven vorwarfen. Ein Lenkungsdämpfer vervollständigt das Paket, denn bei einem derart steifen Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän und kurzem Radstand sind Lenkerschlagen keine Legende. Die Bremsen mit ihren zwei 320-mm-Scheiben vorn, gepackt von Vierkolben-Sätteln, bieten eine Verzögerungsleistung auf der Höhe der Fahrleistungen. KTM treibt es sogar so weit, Pirelli-Slicks mitzuliefern – SC1, SC2 und sogar Regenreifen SCR 2 –, dazu ein Schaltumkehr-Kit und Racing-Bremsflüssigkeit DOT 4. Wir reden hier von einem Motorrad, das mit seiner eigenen Rennstreckenausrüstung verkauft wird.
Die Akrapovic-Auspuffanlage und die überarbeitete Motorkennlinie lassen den V-Twin frei atmen, und auch wenn KTM sich über den genauen Leistungszuwachs in PS bedeckt hält – das Leistungsgewicht einer 179-kg-Maschine mit einem freier atmenden Motor lässt wenig Raum für Zweifel. Bei 14.000 Euro im Jahr 2006 war der Eintrittspreis gesalzen, doch die Serienausstattung machte die Rechnung fast vernünftig, wenn man sie mit den Kosten einer separat zusammengekauften Rennstreckenausrüstung verglich.
Diese Superduke 990 RR richtet sich weder an den Sonntagsfahrer noch an den frisch lizenzierten Einsteiger. Sie ist eine Maschine für den versierten Enthusiasten, den gelegentlichen Rennstreckenfahrer oder den hartgesottenen Tourenfahrer, der jede Unebenheit des Asphalts in seinen Handflächen spüren will. Sie verkörpert perfekt die damalige KTM-Philosophie: keine Kompromisse, kein elektronisches Sicherheitsnetz, nur ein wütender Motor, ein messerscharfes Chassis und das Versprechen ordentlicher Rückenschmerzen nach 200 Kilometern. Eine prächtige Bestie – vorausgesetzt, man hat die Arme, sie zu bändigen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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