Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 165.9 ch @ 11500 tr/min (122.0 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 9000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 50.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 214.00 kg
- Neupreis
- 18 099 €
Übersicht
Wer kann schon von sich behaupten, eine entkleidete, für die Straße zivilisierte R1 anzubieten, die dennoch das Temperament einer Bestie bewahrt? Yamaha kreuzt mit der MT-10 SP 1000 Jahrgang 2022 all diese Punkte an. Der Reihenvierzylinder mit 998 cc spuckt 165,9 PS bei 11 500 U/min und 111,8 Nm Drehmoment bei 9 000 Touren aus. Auf dem Papier sind das Zahlen, die diese Japanerin im Spitzenfeld gegenüber der Kawasaki Z H2, Ducati Streetfighter V4 oder auch der KTM 1290 Super Duke R platzieren. Auf der Straße ist sie ein muskulöser Roadster, der nur darauf wartet, den Asphalt zu beißen, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h als Erinnerung an ihre sportlichen Wurzeln.

Was diese SP-Version von der Standard-MT-10 unterscheidet, lässt sich in zwei goldenen Buchstaben zusammenfassen: Öhlins. Die 43-mm-Upside-Down-Gabel und das Federbein, beide vom schwedischen Spezialisten signiert, profitieren von einer elektronisch gesteuerten semiaktiven Technologie. Drei automatische Kennfelder passen Zug- und Druckstufe in Echtzeit an den Fahrstil an: ein Sportmodus für Angreifer, eine Autobahnabstimmung zum Kilometerfressen und ein Komfortprogramm für die Sonntagsausfahrt. Drei weitere manuelle Modi erlauben die präzise Einstellung jedes Parameters ohne elektronischen Eingriff. Diese Raffinesse allein rechtfertigt den Preisaufschlag gegenüber der Basisversion. Der Kompromiss zwischen sportlicher Straßenlage und Alltagskomfort ist schlichtweg beeindruckend.
Das elektronische Arsenal endet nicht bei den Federungselementen. Vier Leistungsmodi, ein bidirektionaler Quickshifter, eine schräglagenabhängige Traktionskontrolle, ein Kurven-ABS, eine Sechs-Achsen-Inertialmesseinheit, ein Anti-Wheelie-System, eine Schlupfregelung und sogar ein Tempomat vervollständigen die Ausstattung. Yamaha hat seinem Roadster nahezu die gesamte Elektronik eines Hypersportlers implantiert, das Ganze gesteuert über ein 4,2-Zoll-TFT-Farbdisplay. Bei diesem Technologieniveau wähnt man sich fast am Steuer einer Supersportlerin mit erhöhtem Lenker. Das YRC-System bündelt alles in vier konfigurierbaren Fahrmodi, was das Verirren in den Menüs verhindert.
Optisch trägt die SP ein von der YZF-R1M inspiriertes Kleid in Blau, Aluminium-Grau und Schwarz-Hochglanz. Der Aluminium-Brückenrahmen beherbergt eine gebürstete Schwinge von edler Wirkung. Ein Motorspoiler und Stahlflex-Bremsleitungen komplettieren das Bild und fügen kaum 2 kg auf die Waage hinzu, für ein Gesamtgewicht von 214 kg fahrfertig. Die Bremsanlage mit 320-mm-Scheiben, radial montierten Vierkolben-Sätteln und einem radialen Brembo-Hauptbremszylinder zeigt sich der verfügbaren Leistung gewachsen. Der 17-Liter-Tank bleibt überschaubar, doch für eine Maschine, die eher auf Fahrspaß als auf Langstreckentouring ausgelegt ist, passt das ins Konzept.

Bleibt die Frage, die auf den Lippen brennt: Was kostet die Yamaha MT-10 SP 1000 in Frankreich? Rechnen Sie mit 18 099 Euro – ein gesalzener Eintrittspreis, der jedoch durch das Ausstattungsniveau gerechtfertigt ist. Gegenüber einer deutlich teureren Streetfighter V4 oder einer Super Duke R mit rauerem Charakter bietet die Japanerin einen verführerischen Kompromiss zwischen roher Leistung und Bordelektronik. Sie richtet sich an erfahrene Fahrer, die mit der Leistung umzugehen wissen und eine Maschine wollen, die sowohl auf offener Straße als auch beim gelegentlichen Trackday glänzt. Mit dieser verfeinerten zweiten Auflage hält Yamaha einen glaubwürdigen Premium-Roadster in Händen – muskulös, ohne unbeherrschbar zu sein, sophisticated, ohne in Übertreibung zu verfallen. Eine echte Klinge im Maßanzug.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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