Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 12000 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 63.2 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2:1
- Bohrung × Hub
- 65,5 x 44,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Tankinhalt
- 19.40 L
- Gewicht
- 207.00 kg
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 7 799 €
Übersicht
Wenn Yamaha eine Goldader gefunden hat, sieht der Hersteller aus Iwata keinen Grund, alles über den Haufen zu werfen. Die FZ6 Fazer, ein echtes Schweizer Taschenmesser im Segment der 600er-Tourenmaschinen, hatte ihr Publikum bereits mit einem einfachen Rezept überzeugt: ein Reihenvierzylinder abgeleitet von der R6, ein solides Fahrwerk und ein attraktiver Preis. Für die Version S2 des Jahrgangs 2009 haben die Ingenieure den Weg der gezielten Evolution statt der Revolution gewählt. Eine pragmatische Entscheidung, bei der es sich lohnt, genauer hinzuschauen, was sich unter der Verkleidung wirklich verändert hat.

Der Motor bleibt sich selbst treu. Der 600-cm³-Vierzylinder leistet weiterhin 98 PS bei 12.000 U/min und liefert 63,2 Nm Drehmoment bei 10.000 U/min. Ehrliche Werte für die Kategorie, auch wenn die Fazer gegenüber einer Suzuki GSR 600 oder einer Honda CBF 600 nicht versucht, auf dem Papier zu beeindrucken. Ihre Stärke liegt vielmehr in der Alltagstauglichkeit: ein Motor, der unten geschmeidig arbeitet und oben bissig wird, mit einem Verdichtungsverhältnis von 12,2:1, das gute Durchzugswerte garantiert. Die Einspritzkennfelder wurden jedoch überarbeitet, begleitet von einer Auspuffanlage mit veränderten Innenkomponenten. In der Praxis zeigt sich das durch ein etwas feineres, progressiveres Ansprechverhalten am Gasgriff. Nichts Spektakuläres, aber genau die Art von Detail, die auf langen Strecken zählt.
Beim Fahrwerk verbirgt sich die eigentliche Neuheit in der Schwinge. Sie ist jetzt sechseckig im Querschnitt, aus gegossenem und extrudiertem Aluminium gefertigt und soll die seitliche Steifigkeit erhöhen und gleichzeitig die Agilität verbessern. Der Perimeterrahmen aus Aluminium bleibt unverändert, ebenso wie die 43-mm-Telegabel und das Federbein, die jeweils 130 mm Federweg bieten. Mit 207 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 795 mm bleibt die Fazer S2 zugänglich, ohne dabei niedrig zu sein. Die Bremsanlage erhält Monoblock-Sättel mit vier Kolben an den beiden vorderen 298-mm-Scheiben – eine Anordnung, die an die R1 der früheren Generation erinnert. Ein echter Gewinn an Hebelgefühl und Verzögerungsleistung im Vergleich zu den alten Bremssätteln.
Das äußere Erscheinungsbild wurde spürbar aufgefrischt. Die neu gestaltete Lampenmaske trägt erhöhte Seitenteile, die den oberen Bereich des Kühlers nicht mehr verdecken, die Scheibe wurde verändert, und das Cockpit erbt die Instrumentierung der FZ1 als Ersatz für den alten Rundinstrument-Drehzahlmesser, der manchmal schwer abzulesen war. Die Sitzbank profitiert von einem neuen Design mit überarbeitetem Schaumstoff und Bezug für besseren Komfort – ein Punkt, den die Besitzer der ersten Generation schon lange eingefordert hatten. Ein Detail, das viel über Yamahas Kundennähe verrät: Die Soziusrasten sind nicht mehr am Heckrahmen angeschweißt, sondern mit herkömmlichen Schrauben befestigt, tiefer positioniert und mit Gummi bestückt. Ein besser behandelter Sozius ist ein Sozius, der gerne wieder aufsteigt.
Für 7.799 Euro stellt die FZ6 Fazer S2 die Hierarchie nicht auf den Kopf, festigt aber eine bereits solide Position. Yamaha hat die kluge Entscheidung getroffen, die alte Fazer mit 78 PS Drosselung weiterhin im Programm zu behalten, um das Segment der Motorradfahrer abzudecken, die einen zahmen Roadster suchen, und gleichzeitig diese geschärfte Version anzubieten. Der 19,4-Liter-Tank ermöglicht eine komfortable Reichweite, die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h reicht sowohl für Wochenendtouren als auch für den Alltag vollkommen aus. Die Fazer S2 erhebt nicht den Anspruch, das Rad neu zu erfinden. Sie begnügt sich damit, runder zu laufen, und für den vielseitigen Motorradfahrer, der ein zuverlässiges Werkzeug sucht, ohne auf Fahrspaß zu verzichten, ist das genau das Richtige.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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