Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 12000 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 63.2 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2:1
- Bohrung × Hub
- 65,5 x 44,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Tankinhalt
- 19.40 L
- Gewicht
- 207.00 kg
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 6 990 €
Übersicht
Was macht man, wenn man ein Huhn hat, das goldene Eier legt, und es produktiv halten will? Man wechselt ihm die Federn, nicht das Skelett. Yamaha kennt das Rezept mit seiner FZ6 Fazer auswendig, und dieser Jahrgang 2007 mit dem Kürzel S2 ist die perfekte Illustration dafür. Drei Jahre nach der kompletten Überarbeitung des Modells haben die Ingenieure in Iwata eher zum Skalpell als zum Vorschlaghammer gegriffen. Der Reihenvierzylinder mit 600 cc, abgeleitet von der R6, behält seine 98 PS bei 12 000 U/min und sein Drehmoment von 63,2 Nm bei 10 000 Touren. Der Brückenrahmen aus druckgegossenem Aluminium bleibt identisch. Die gesamte Arbeit konzentrierte sich auf die Verkleidung, die Ergonomie und einige Fahrwerksdetails, die in der Summe den Alltag spürbar verändern.

Der erste Blick offenbart eine neu gestaltete Frontverkleidung. Die Flanken der Lampenmaske reichen weiter nach oben, geben den oberen Teil des Kühlers frei, und das Windschild erhält ein neues Profil. Das Gesamtbild verleiht der S2 einen schärferen Auftritt als ihre Vorgängerin, ohne in die Aggressivität eines reinen Roadsters zu verfallen. Hinter dem Windschild macht das Cockpit einen Sprung nach vorn: Yamaha hatte die gute Idee, die Instrumentierung der FZ1 zu übernehmen, die deutlich besser ablesbar ist als der alte Rundtacho, dessen Drehzahlmesser beinahe einen Entschlüsselungsexperten erforderte. Auf der Bremsseite erinnern die Vierkolben-Monoblock-Bremssättel an 298-mm-Scheiben an jene, die die R1 vor dem Umstieg auf Radialmontage trugen. Eine Wahl, die das Auge erfreut und einen entschlosseneren Biss bieten dürfte, auch wenn die FZ6 nie den Anspruch erhoben hat, eine reinrassige Sportlerin zu sein.
Weiter unten stellt die Schwinge die eigentliche Neuheit im Fahrwerksbereich dar. Ihr Sechskantprofil aus gegossenem und extrudiertem Aluminium zielt auf einen besseren Kompromiss zwischen Steifigkeit und Agilität ab. Bei einer Maschine von 207 kg fahrfertig, gefedert durch eine teleskophydraulische Gabel mit 43 mm Durchmesser und ein Zentralfederbein mit jeweils 130 mm Federweg, macht sich der Zugewinn an Struktursteifigkeit vor allem in schnellen Wechselkurven und bei harten Bremsmanövern bemerkbar. Die Sitzbank wiederum wurde komplett überarbeitet, mit einem anderen Schaumstoff und einem neuen Bezug. Ein Punkt, der bei als Tourenmaschinen getarnten Sportlern oft vernachlässigt wird und der auf einer 300-Kilometer-Etappe alles verändert. Yamaha hat zudem ein wohlbekanntes Ärgernis der Besitzer der ersten Generation behoben: Die Soziusfußrasten, vormals am Heckrahmen angeschweißt, werden nun verschraubt befestigt. Ein Detail, das nebensächlich erscheint, bis man sie nach einem Sturz ersetzen muss. Obendrein sitzen sie tiefer und sind mit Gummi versehen – ein Zeichen dafür, dass der Hersteller auch an denjenigen denkt, der auf dem Rücksitz mitreist.
Unter der Verkleidung behält der Viertakt-Sechzehnventiler seinen Bohrung-Hub von 65,5 x 44,5 mm und sein Verdichtungsverhältnis von 12,2:1. Yamaha hat sich darauf beschränkt, das Einspritz-Mapping zu überarbeiten und die Auspuffanlage mit neuen Innenkomponenten zu modifizieren. Auf dem Papier nichts Spektakuläres, aber eine Feinabstimmung, die den Charakter im mittleren Drehzahlbereich verändern kann – genau dort, wo die FZ6 am häufigsten lebt. Das Sechsganggetriebe überträgt die Pferdestärken weiterhin per Kette ans Hinterrad, und der 19,4-Liter-Tank verspricht eine ordentliche Reichweite für einen 600er dieses Kalibers. Mit einem Preis von 6 990 Euro bleibt der Tarif gegenüber einer Honda CBF 600 oder einer Suzuki GSF 650 Bandit moderat, auch wenn diese beiden stärker auf die Karte des reinen Komforts setzen.
Strategisch interessanter Punkt: Die Fazer 2006 verschwindet nicht aus dem Katalog. Sie setzt ihre Karriere neben der S2 fort, gedrosselt auf 78 PS, und bietet damit einen sanfteren Einstieg für den A2-Führerschein oder für Motorradfahrer, die Geschmeidigkeit der Leistung vorziehen. Mit der S2 als Topmodell und der alten Version als erleichtertem Zugang deckt Yamaha zwei Kundensegmente ab, ohne zwei Motorräder entwickeln zu müssen. Die Sitzhöhe von 795 mm, die Bereifung in 120/70-17 und 180/55-17, die Vielseitigkeit des Reihenvierzylinders: All das macht die FZ6 Fazer S2 zu einer Maschine, die auf den Motorradfahrer zugeschnitten ist, der ein einziges Fahrzeug will, das montags durch die Stadt kommt, freitags die Autobahn verschlingt und sonntags auf einer Landstraße Spaß macht. Nicht die aufregendste ihrer Klasse, aber wahrscheinlich eine der vernünftigsten.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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