Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 2458 cc
- Leistung
- 167.0 ch @ 6000 tr/min (122.8 kW)
- Drehmoment
- 221.0 Nm @ 4000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 110.2 x 85.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- struture en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 47 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 107 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 150/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.90 bar
- Hinterreifen
- 240/50-16
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 773.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 291.00 kg
- Neupreis
- 23 000 €
Übersicht
Wer kann von sich behaupten, mit dem größten jemals in Serie auf einem Motorrad verbauten Motor unterwegs zu sein? Die Besitzer der Triumph Rocket III R, und sonst niemand. Mit ihren 2 458 cm3, verteilt auf drei Zylinder, pulverisiert diese Britin alles, was die amerikanische Konkurrenz zu bieten hat. Der Thunderstroke 1901 von Indian? Der Milwaukee Eight 1923 von Harley? Rasenmähermotoren im Vergleich zu diesem britischen Monster. Jeder einzelne Zylinder schluckt 819 cm3, also fast so viel wie eine komplette Ducati Monster. Die Zahl lässt schwindeln, die Realität auf der Straße noch mehr.

Die nackten Zahlen sprechen für sich: 167 PS bei 6 000 U/min und vor allem 221 Nm Drehmoment bereits ab 4 000 U/min. Um das einzuordnen: Eine Kawasaki ZZR 1400 oder eine Harley CVO kommen auf maximal rund 160 Nm. Die Rocket III spielt in einer anderen Dimension. Der Sprint von 0 auf 100 km/h fällt unter 3 Sekunden, eine Zeit, die die meisten Supersportler nicht erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit der Triumph 2500 Rocket III R pendelt sich bei 235 km/h ein, was angesichts der Dimensionen vernünftig bleibt – aber wer will mit so einem Gerät schneller fahren? Der Genuss liegt im Schub, nicht auf dem Tacho. Gegenüber der Vorgängergeneration wurde der Dreizylinder grundlegend überarbeitet. Bohrung vergrößert auf 110,2 mm, Hub verkürzt auf 85,9 mm: ein extrem kurzhubiges Layout, das dem Motor einen lebendigeren Charakter verleiht. Neues Trockensumpfsystem, neue Ausgleichswellen, integrierter Öltank. Ergebnis: Der Block allein verliert 18 kg. Das Getriebe wechselt auf sechs Gänge, die Kraft wird über einen robusten Kardanantrieb übertragen, untergebracht in einer massiven Einarmschwinge.
Das Gewicht der Triumph 2500 Rocket III R liegt bei 291 kg trocken. Das ist schwer, niemand wird das Gegenteil behaupten. Aber es sind auch 40 kg weniger als bei der alten Generation – eine spektakuläre Diät, ermöglicht durch den Aluminiumrahmen, der den Motor als tragendes Element nutzt. Triumph hat um jedes Gramm gekämpft. Die niedrige Sitzbank, nur 773 mm über dem Boden, beruhigt beim Stehen. Der 18-Liter-Tank begrenzt die Reichweite, aber man durchquert mit dieser Maschine auch nicht die Sahara. Die Vorderachse erhält eine 47-mm-Upside-down-Gabel, einstellbar in Zug- und Druckstufe. Hinten steckt ein vollständig einstellbares Federbein die Belastungen weg. Die Bremsanlage setzt auf Brembo-Spitzenkomponenten: radial verschraubte Stylema-Sättel, wie man sie sonst nur an den schärfsten Sportmaschinen findet. Zwei 320-mm-Scheiben vorne, eine 300-mm-Scheibe hinten, das Ganze unterstützt durch ein schräglagenabhängiges ABS. Für ein Muscle-Bike dieser Klasse ist das beruhigend.
Die alte Rocket III wirkte wie ein umgebauter Ozeandampfer. Diese R-Version verabschiedet sich vom Cruiser-Profil und nimmt die Haltung eines aggressiven Roadsters ein. Das Heck ist messerscharf geschnitten, die auf der Einarmschwinge montierte Felge präsentiert ihren 240-mm-Reifen ohne jede Zurückhaltung, die kurzen Auspuffanlagen befreien die Linie. Die Front gebietet Respekt mit ihren 150 mm Avon Cobra Chrome Gummi, eigens für dieses Modell entwickelt. Die Verarbeitung bewegt sich auf Premium-Niveau: sorgfältige Verschraubung, Tankgurt aus Stahl, verstellbare Fußrasten, einstellbare Hebel, gefräste Bauteile. Das kompakte TFT-Display bündelt alle nötigen Informationen, gesteuert über einen Fünf-Wege-Joystick. Vier Fahrmodi, schräglagenabhängige Traktionskontrolle dank Inertialmesseinheit, Berganfahrhilfe, schlüsselloser Start, Tempomat. Die Rocket III kann nicht nur brachial zuschlagen, sie zeigt sich auch von ihrer zivilisierten Seite.
Für 23 000 Euro richtet sich die Triumph 2500 Rocket III R nicht an den Durchschnittsmotorradfahrer. Sie zielt auf denjenigen, der ein Unikat in seiner Garage will, eine Maschine, die nichts anderem in der weltweiten Serienproduktion ähnelt. Weder die Ducati Diavel noch die Yamaha V-Max noch die Harley FXDR 114 vereinen diesen wahnwitzigen Hubraum, dieses vernichtende Drehmoment und diese Fertigungsqualität. Es ist ein Motorrad mit Ausrufezeichen, ein Charakter-Roadster, gemacht für große Landstraßen und Sonntagsausfahrten, bei denen allein das Aufdrehen des Gasgriffs ein dümmliches Grinsen unter dem Helm hervorruft. Sie wird nicht zu leichtgewichtigen Fahrern passen, die Rangieren bei niedriger Geschwindigkeit fürchten, und auch nicht zu knappen Budgets. Aber für alle, die beherrschte Maßlosigkeit suchen, bleibt die Rocket III R konkurrenzlos in ihrer Nische.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Bluetooth
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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