Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1552 cc
- Leistung
- 74.0 ch @ 5300 tr/min (54.4 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 2800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 95 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 40 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 87 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 170/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 700.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 290.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Motorrad: Suzuki VZ 1600 MARAUDER (2004)

Zu Beginn der 2000er Jahre war der Markt für große Customizer in vollem Gange. Angesichts der Flut von V-Twin-Modellen aus den USA und Japan, entschied sich Suzuki für einen pragmatischen Ansatz anstelle einer revolutionären Neuerung. Die VZ 1600 Marauder von 2004 ist das Ergebnis einer industriellen Partnerschaft mit Kawasaki, was ihr eine offensichtliche Verwandtschaft mit dem Mean Streak der Rivalenmarke verleiht. Diese Strategie ermöglichte die rasche Entwicklung einer glaubwürdigen Maschine, ohne kolossale Summen zu investieren. Das Ergebnis ist ein Motorrad, das sich als eine ernstzunehmende Alternative präsentiert, mit ihren eigenen Stärken und ihrem Charakter.
Technisch basiert die Marauder auf einem 1552 cm³ großen, Saugrohreinspritzungsvarianten-V-Twin, der 74 Pferdestärken bei 5300 U/min und ein Drehmoment von 117,7 Nm ab 2800 U/min leistet. Diese Zahlen positionieren die Maschine im oberen Bereich der Reihen-Twin-Reisemaschinen, mit einer ehrlichen Leistung, aber vor allem mit einer Fülle von Drehmoment im unteren Drehzahlbereich, dem eigentlichen Reiz eines Customs. Das Chassis ist ein doppelter Stahlrohrrahmen, eine klassische und robuste Architektur. Die Kardanantriebsachse ist ein wichtiges Argument für lange Strecken und bietet Zuverlässigkeit und leisen Betrieb. Das Fahrwerk deutet ebenfalls auf ernsthafte Absichten hin: eine 43-mm-Telegabel und eine Vorderradbremse mit zwei 320-mm-Scheiben und einem Vierkolben-Bremssattel. Diese Elemente, die auf dem Papier recht leistungsstark sind, stehen im Kontrast zum manchmal zu sesshaften Image von Customs dieser Zeit.
Im Vergleich zu ihrem Kawasaki Mean Streak-Cousin zeichnet sich die Marauder durch einige optische Details aus, wie z. B. ihren hinteren Kotflügel und ihren spezifischen Scheinwerfer, sowie durch eine blaue Lackierung, die ihr eine visuelle Identität verleiht. Der Preis, der damals bei rund 13.000 Euro lag, war etwas erschwinglicher, was ein greifbares kommerzielles Argument schuf. Aber über diese Nuancen hinaus teilen die beiden Maschinen die gleiche Philosophie: eine stabile, leistungsstarke und komfortable Plattform für die Straße zu bieten, ohne die extravaganten Stilmittel einiger amerikanischer Produktionen. Die Zielgruppe ist eindeutig der reife Tourenfahrer, der ein imposantes, dank seines großzügigen Drehmoments und seines niedrigen Sattels von 700 mm leicht zu fahrendes Motorrad, aber mit einer gewissen dynamischer Vielseitigkeit sucht.
Im Fahrbetrieb soll diese Marauder ein typisches Fahrerlebnis vermitteln. Ihr Twin-Motor, mit einem Bohrungsdurchmesser von 102 mm und einem Hub von 95 mm, verspricht kraftvolle Beschleunigung ohne Jonglieren mit dem Wählhebel. Das Fünfganggetriebe sollte ausreichen, um den nutzbaren Leistungsbereich auszuschöpfen. Der 17-Liter-Tank und das angegebene Trockengewicht von 290 kg deuten auf ein Motorrad hin, das sowohl konsequent als auch wahrscheinlich recht agil für seine Klasse ist. Die Reifen mit den Abmessungen 130/70 und 170/60 auf 17-Zoll-Felgen sind moderne Dimensionen, die zum Gleichgewicht beitragen. Im Vergleich zu Konkurrenten wie dem Honda VTX 1800 oder einigen Harley-Davidson-Modellen könnte die Marauder jedoch an einem wirklich ausgeprägten akustischen oder optischen Charakter, der in einem eher technokratischen und effizienten Ansatz verbleibt, mangeln.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Suzuki VZ 1600 Marauder ein interessantes Angebot im Bereich der großen Customs des frühen neuen Jahrtausends darstellt. Sie profitiert von einer bewährten Mechanik und einer gut durchdachten Plattform und von den industriellen Synergien mit Kawasaki. Ihre Positionierung ist die einer rationalen Maschine, die Leistung, Komfort und Zuverlässigkeit zu einem vernünftigen Preis bietet, anstatt mit einem extravaganten Stil die Fantasie anzuregen. Sie eignet sich für einen Fahrer, der ein imposantes, aber unkompliziertes Reisemotorrad, ein effizientes Reisewerkzeug und keine reine Fantasie sucht. Es ist ein Motorrad, das vor allem den Verstand anspricht, und das ist vielleicht ihre größte Besonderheit.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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