Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1462 cc
- Leistung
- 79.0 ch @ 4800 tr/min (58.1 kW)
- Drehmoment
- 128.5 Nm @ 2600 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 54°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 96 x 101 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø nc
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque , étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque , étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 200/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 720.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 363.00 kg
- Neupreis
- 13 499 €
Übersicht
Wenn Suzuki beschließt, auf dem Terrain der Bagger mitzuspielen, horcht man auf. Das Segment, das unangefochten von Harley-Davidson und in geringerem Maße von Victory oder Kawasaki dominiert wird, lässt den japanischen Herstellern auf dem europäischen Markt nur Krümel übrig. Dennoch wagt Hamamatsu mit dem C 1500 T Intruder Jahrgang 2014 ein Pokerspiel. Das Rezept ist bekannt: Man nehme eine Custom-Basis, transplantiere Hartschalenkoffer und eine großzügige Windschutzscheibe, und erhält eine Maschine, die dafür gemacht ist, Asphalt zu verschlingen, ohne es eilig zu haben. Auf dem Papier ist die Wette nachvollziehbar. Auf der Straße sieht die Sache anders aus.

Der V-Twin, der unter dem 18-Liter-Tank pulsiert, ist kein Unbekannter. Dieser wassergekühlte 54-Grad-V-Zweizylinder mit 1462 cm3 und seinen langhubigen Maßen von 96 x 101 mm stammt vom verstorbenen M 1500 Intruder, dessen Karriere ebenso kurz wie vergesslich war. Hier leistet er 79 PS bei 4800 U/min – eine bescheidene, aber zur Philosophie der Gattung stimmige Kavallerie. Was wirklich zählt, ist das Drehmoment: 128,5 Nm, verfügbar ab 2600 U/min. Das ist das wahre Argument dieses Motors. Jede Beschleunigung erfolgt mit einem dumpfen Grollen, mühelos, wobei der Kardanantrieb und das Fünfganggetriebe die Kraft mit der Regelmäßigkeit eines Metronoms übertragen. Man fährt am Drehmoment, nicht an der Drehzahl. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h – eine Zahl, die auf diesem Typ von Gefährt niemand anstreben wird.
Die Silhouette der C 1500 T setzt auf Zurückhaltung. Kein protziges Chrom, keine aggressiven Linien. Alles ist dunkel, fast unauffällig für einen Custom dieser Statur. Die integrierten Koffer fügen sich in die Linie ein, ohne sie zu brechen, die Windschutzscheibe verspricht wirksamen Schutz gegen Autobahnturbulenzen, und der mit 720 mm niedrige Sitz empfängt den Fahrer in einer Sitzposition mit nach vorn gestreckten Füßen, abgestützt auf breiten Trittbrettern. Der Reiserhythmus stellt sich ganz von selbst ein. Man bedrängt diese Suzuki nicht, man begleitet sie.
Bleibt die unangenehme Frage: Wie viel wiegt eine Suzuki C 1500 T Intruder? Die Antwort lässt einen zusammenzucken. 363 kg fahrfertig – das ist ein Amboss. Und um diese Masse zu verzögern, hat Suzuki lediglich eine einzelne Bremsscheibe vorn mit einem Zweikolben-Bremssattel vorgesehen, ergänzt durch eine identische Anordnung hinten. Davon ist man weit entfernt vom Ernst einer Road King mit ihren doppelten Bremsscheiben vorn. Bei niedriger Geschwindigkeit werden Parkmanöver zur Muskelübung. Bei zügigem Tempo auf kurviger Strecke empfiehlt es sich, jede Bremsung mit komfortablem Vorsprung einzuplanen. Der Doppelschleifen-Stahlrahmen und die klassischen Federelemente – Teleskopgabel und Monofederbein – sorgen für ein gesundes, aber überraschungsfreies Fahrverhalten. Der Hinterreifen in 200/60-16 drückt die Maschine mit Autorität auf den Boden.
Das Killerargument dieses japanischen Baggers ist sein Preis. Mit 13 499 Euro im Jahr 2014 positionierte Suzuki seine C 1500 T deutlich unter jeder reisefertig ausgestatteten Harley-Davidson. Für einen Motorradfahrer, der von großen Touren in entspannter Haltung träumt, ohne seine Garage zu verpfänden, ist das Angebot verlockend. Die Zugeständnisse sind real, insbesondere bei Bremsen und Gewicht, doch das üppige Drehmoment des V-Twin und der Fahrkomfort gleichen dies teilweise aus. Es ist weder ein Sportler noch ein Tourer, sondern ein rollender Sessel auf zwei Rädern, erdacht für lange Geraden und Sonnenuntergänge. Liebhaber enger Kurven werden weiterziehen. Die anderen finden hier einen ehrlichen Reisegefährten, verkauft zum fairen Preis.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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