Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 1462 cc
- Leistung
- 79.0 ch @ 4800 tr/min (58.1 kW)
- Drehmoment
- 128.5 Nm @ 2600 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 54°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 96 x 101 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø nc
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque , étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque , étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 200/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 720.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 363.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Wenn Suzuki beschließt, auf dem Terrain der Bagger mitzumischen, horcht man unweigerlich auf. Das Segment, seit Jahrzehnten dominiert von den Maschinen aus Milwaukee und einigen Außenseitern wie Victory oder Kawasaki, schien nicht wirklich auf einen neuen Akteur zu warten. Und dennoch rückte die Firma aus Hamamatsu 2013 mit ihrer C 1500 T Intruder an, einem Custom-Tourer, der darauf zugeschnitten ist, Asphalt zu fressen, ohne es eilig zu haben. Ein Angebot, das auf dem Papier durchaus jene ansprechen kann, die nach Amerika schielen, ohne dabei ihr Bankkonto zu opfern.

Die Basis ist nicht neu. Suzuki hat die Architektur der M 1500 Intruder übernommen, einer Maschine, deren Verweildauer beim Händler so kurz war wie ein bretonischer Sommer, und sie zur reiseausgestatteten Tourenmaschine umgebaut. Starre Seitenkoffer, großzügiger Windschild, breite Sitzbank und vorverlegte Fußrasten, die fast an die Motorgehäuse reichen: Alles ist auf die große Reise ausgelegt, in einem Tempo, das niemand als sportlich bezeichnen würde. Die Sitzhöhe von lediglich 720 mm gibt bereits im Stand Sicherheit und erleichtert das Rangieren. Denn rangiert wird es werden. Wie viel wiegt eine Suzuki C 1500 T Intruder? Nicht weniger als 363 kg fahrfertig, inklusive des 18-Liter-Tanks. Das ist gut ein Zentner mehr als bei einem klassischen Roadster. Auf diesem Niveau wird jede Wende auf einem Parkplatz zur Kraftübung.
Unter dem dunklen, dezenten Kleid schlägt ein wassergekühlter 54°-V-Twin mit 1462 cm3, versorgt durch eine Einspritzung mit Doppeldrosselklappen. Das Datenblatt nennt 79 PS bei 4800 U/min, was niemanden erzittern lässt. Aber bei einem Bagger zählt weniger die rohe Leistung als die Verfügbarkeit des Drehmoments. Und hier spielt der V-Twin von Suzuki seine Karte mit Überzeugung aus: 128,5 Nm, abrufbar bereits ab 2600 U/min. Im niedrigen Drehzahlbereich zieht die Maschine ohne Murren, nimmt Reisegeschwindigkeit mit einer einfachen Drehung des Handgelenks wieder auf. Der Kardanantrieb in Kombination mit dem Fünfganggetriebe unterstreicht diese gelassene Bestimmung. Keine Kette zum Schmieren, keine Spannung zum Prüfen: Man steigt auf und fährt.
Der Punkt, der stutzig macht, ist die Bremsanlage. Eine einzelne Bremsscheibe vorne mit einem Zweikolben-Sattel, um 363 kg im Zaum zu halten, das ist mager. Hinten die gleiche Konfiguration. Wenn eine Harley Street Glide mit Doppelscheiben vorne aufwartet, wirkt die Ausstattung der Suzuki knauserig. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, was für das anvisierte Einsatzprofil völlig ausreicht, aber die Verzögerungsphasen unter Last, mit vollen Koffern und Sozius, verlangen Vorausschau. Das Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen-Fahrwerk und die großzügige Bereifung mit einem 200-mm-Reifen hinten bieten dafür eine beruhigende Geradeausstabilität.
Bleibt das Argument, das den Unterschied macht: der Preis. Für 12 999 Euro im Jahr 2013 positionierte sich die C 1500 T als der zugänglichste Bagger auf dem Markt, weit vor den Preisen, die Harley-Davidson für seine Touring-Modelle aufruft. Für einen Motorradfahrer, den es zu ausgedehnten Touren zieht, einen Liebhaber sonntäglichen Cruisens oder schlicht einen Neugierigen, der Bagger-Kultur schnuppern möchte, ohne seine Garage zu verpfänden, stellte diese Intruder Touring einen glaubwürdigen Einstieg dar. Nicht die raffinierteste, nicht die am besten gebremste, aber ehrlich in ihrem Angebot und solide auf ihren mechanischen Grundlagen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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