Schlüsselleistung
Technische Daten
- Starter
- électrique → —
- Euro-Norm
- Euro 5+ → —
- Sitztyp
- Selle biplaces → —
- Gewicht
- 224.00 kg → —
- Neupreis
- 19 600 € → 22 600 €
Motor
- Hubraum
- 931 cc
- Leistung
- 124.0 ch @ 10000 tr/min (91.2 kW)
- Drehmoment
- 102.0 Nm @ 7000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 60.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 47 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 48 mm, déb : 210 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 210 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (Stylema monobloc)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Hinterreifen
- 150/70-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Trockengewicht
- 224.00 kg
- Neupreis
- 22 600 €
Übersicht
Wer hätte vor fünf Jahren darauf gewettet, dass MV Agusta eines Tages seine Stollen im Segment der Reiseenduros einschlagen würde? Die Marke aus Varese, Tempel des sportlichen Dreizylinders und der skalpellartig geformten Linien, tritt nun mit der MV Agusta Enduro Veloce 2024 auf den Plan. Als zugänglichere Version der LXP Orioli will diese Maschine beweisen, dass italienische Racing-DNA eine Offroad-Kur überleben kann. Das Wagnis ist kühn. Das Ergebnis hingegen spaltet die Gemüter.

Erster Blickkontakt und der Ton ist gesetzt: Die Enduro Veloce gleicht keiner anderen MV Agusta. Vergessen Sie die rassige Eleganz der Turismo Veloce. Hier dominiert das Format, die Verkleidungen umhüllen großzügig, der Schutz geht vor Ästhetik. Man denkt eher an Africa Twin oder Ducati Multistrada als an eine italienische Concours-Schönheit. Die Sitzhöhe liegt bei 850 mm in der niedrigen Position, die Bodenfreiheit erreicht 230 mm, die Räder in 21 Zoll vorne und 18 Zoll hinten zeigen ihre Offroad-Ambitionen unmissverständlich. Das Design ist durchdacht, keine Frage, aber diese MV Agusta Enduro Veloce hat die gewohnte Grazie des Hauses gegen eine Globetrotter-Statur eingetauscht. Puristen werden mit den Zähnen knirschen. Abenteurer hingegen werden es zu schätzen wissen.
Unter dieser für Pisten geschnittenen Silhouette wächst der hauseigene Dreizylinder von 800 auf 931 cm3. Die 124 PS bei 10 000 U/min und vor allem die 102 Nm Drehmoment bei 7 000 U/min verändern den Charakter gegenüber dem 800er-Block grundlegend. MV kündigt 85 % des verfügbaren Drehmoments bereits ab 3 000 U/min an, was deutlich besser zum Profil einer großen Reiseenduro passt als ein Motor, der nach der roten Zone verlangt. Die gegenläufige Kurbelwelle, das herausnehmbare Kassettengetriebe, die DLC-beschichteten Nockenwellen: Die Mechanik bleibt edel und kompakt, gerade einmal 57 kg auf der Waage. Ein bidirektionaler Quickshifter, eine Launch Control und eine zweistufige Motorbremsenregelung vervollständigen das Bild. Auf dem Papier verspricht dieses Triebwerk einen besonders reizvollen Fahrbericht der MV Agusta Enduro Veloce.

Beim Fahrwerk überrascht Varese mit der Abkehr vom historischen Gitterrohrrahmen zugunsten eines Stahl-Doppelschleifenrahmens in Perimeterauslegung, der den Anforderungen des Offroad-Einsatzes weit besser gerecht wird. Die 48-mm-Upside-down-Gabel bietet 210 mm Federweg, ebenso wie das hintere Federbein. Bei der Bremsanlage kommen radial montierte Brembo-Stylema-Monoblock-Sättel an 320-mm-Scheiben zum Einsatz: Supersport-Material an einer Reiseenduro – das ist die Handschrift von MV Agusta. Die Excel-Takasago-Felgen in 90/90-21 und 150/70-18 bestätigen, dass diese Maschine sich nicht mit der Rolle der Sonntagsabenteurerin begnügt. Die Elektronik deckt ein breites Spektrum ab: Inertialmesseinheit, mehrstufiges Kurven-ABS mit Deaktivierungsmöglichkeit im Gelände, achtstufige Traktionskontrolle mit Kalibrierung je nach montiertem Reifentyp, Anti-Wheelie, Anti-Stoppie, vier Fahrmodi. Das 7-Zoll-TFT-Display verwaltet Bluetooth, WLAN und verbindet sich mit der MV-Ride-App. Schlüsselloses Startsystem, doppelte USB-Buchse, beleuchtete Lenkerschalter: Die Serienausstattung ist üppig.

Bleibt die Preisfrage der MV Agusta Enduro Veloce 2024: 22 600 Euro. Für eine 930er, angesichts japanischer Konkurrentinnen oder selbst der Ducati Multistrada V2, schmerzt die Rechnung erheblich. Zumal diese Version um einige Ausstattungsmerkmale der LXP Orioli erleichtert wurde: keine Koffer, keine Sturzbügel, kein Akrapovic-Auspuff, keine Zusatzscheinwerfer. All das findet sich im Zubehörkatalog der MV Agusta Enduro Veloce wieder, und die Endrechnung kann sehr schnell in die Höhe klettern. Die 224 kg Trockengewicht sprechen ebenfalls nicht gerade für sie gegenüber einer deutlich leichteren KTM 890 Adventure. Für wen also? Für den begüterten Reisemotorradfahrer, verführt vom transalpinen Charme und der Einzigartigkeit des Dreizylinders, bereit, den MV-Agusta-Aufpreis zu zahlen, um nicht wie alle anderen zu fahren. Die MV Agusta Enduro Veloce 2025 und 2026 wird bei Langlebigkeit und Werkstattnetz überzeugen müssen, um eine solche Preispositionierung langfristig zu rechtfertigen. Der Skorpion aus Varese sticht kräftig zu – aber er sticht teuer.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS MK100
- Nombre de mode de conduite : 4
- Taille de l'écran TFT couleur : 17,78 cm / 7 pouces
- ABS Cornering
- Jantes à rayon
- Shifter
- Béquille centrale
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- GPS
- Prise USB
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Pare brise réglable
- ABS déconnectable
- Contrôle anti stoopi
- Contrôle anti wheeling
- Embrayage anti-dribble
- Selle réglable
- Centrale inertielle
- Commodes rétro-éclairés
- Contrôle du frein moteur
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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