Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 67.3 ch @ 6900 tr/min (49.5 kW)
- Drehmoment
- 79.4 Nm @ 4400 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Bohrung × Hub
- 84 x 77 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 40 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 223.00 kg
- Trockengewicht
- 203.00 kg
- Neupreis
- 10 050 €
Übersicht
Ist es 2026 noch möglich, ein Motorrad mit Seele zu bauen, oder haben Vorschriften und Technologie den Charakter endgültig egalisiert? Das ist die Frage, die sich beim Betrachten des neuesten Modells der Moto Guzzi V7 Special stellt. Dieses Motorrad, dessen Abstammung bis zur legendären V7 Special von 1971 zurückreicht, bewegt sich mit einer gewissen Anmut zwischen ihrem Erbe und den Zwängen der Gegenwart. Mit ihren 223 Kilogramm in fahrbereitem Zustand und einem 21-Liter-Tank verspricht sie entspannte Touren, abseits der hektischen Welt der Supersportler.

Unter ihrem Aussehen eines klassischen Roadsters verbirgt die V7 Special 2026 eine sorgfältig verfeinerte Mechanik. Das 90°-V-Twin-Motor hat eine Hubraumsteigerung auf 853 cm³ erfahren, ein frischer Atemzug, der von der V85 übernommen wurde. Die Ingenieure in Mandello del Lario haben an dem Thema gearbeitet, um die anspruchsvolle Euro5+-Norm zu erfüllen, und das Ergebnis ist greifbar: 67 PS bei 6900 U/min und vor allem 79,4 Nm Drehmoment, das ab 4400 U/min verfügbar ist. Die Drehmomentkurve ist voller, alltagstauglicher. Im Vergleich zu einer Triumph Bonneville T100 oder einer Royal Enfield Interceptor 650 zeigt der Guzzi-Motor eine rustikalere Persönlichkeit, ein charakteristisches Brummen und einen deutlichen Schub, der die wenigen fehlenden Pferde vergessen lässt. Die Kardanantriebsachse, ein historisches Erbe, sorgt für eine angenehme Zuverlässigkeit und Sanftmut, obwohl das Sechsganggetriebe manchmal eine gewisse Rauheit bei den Schaltvorgängen aufweist.
Das Fahrwerksdesign setzt auf bewährte Tradition. Ein Stahl-Doppelrohrrahmen, eine 40-mm-Telegabel und zwei Seiten-Stoßdämpfer bilden ein nachgiebiges und berechenbares Chassis. Es ist nicht für die Rennstrecke gemacht, das ist offensichtlich. Auf kurvenreichen Straßen hingegen legt es sich mit einer beruhigenden Stabilität auf. Die Bremsanlage mit einem 320-mm-Vorderbremsdisk, der von einem Brembo-Vierkolben-Sattel verzögert wird, ist effektiv, aber nicht aggressiv. ABS und jetzt auch eine Traktionskontrolle mit zwei Fahrmodi (Strada und Pioggia) sorgen für eine diskrete moderne Sicherheit. Das ist das Paradoxon dieses Motorrads: es integriert Technologien wie Ride-by-Wire und einen Tempomat, aber tut dies, ohne sein Retro-Aussehen zu verraten. Der Test der Moto Guzzi V7 Special offenbart ein entspanntes Motorrad, ideal für den Tourenfahrer, der die Reise der reinen Leistung vorzieht.
Das Design ist eine delikate Balance. Die V7 Special greift direkt auf die gestalterischen Codes der V7 Special von 1970 zurück, mit ihrem bauchigen Tank, dem Bauschraubensattel und den sorgfältigen Chromierungen. Sie musste jedoch Kompromisse für das moderne Zeitalter eingehen, wie die Einführung eines gemeinsamen Scheinwerfers für die gesamte Baureihe und eines digitalen Armaturenbretts anstelle analoger Instrumente. Für Puristen mag das ein Verrat sein. Für Neulinge ist es ein akzeptabler Kompromiss, der das Gesamtbild nicht trübt. Der Gebrauchtmarkt für eine Moto Guzzi V7 Special zeugt auch von der Beständigkeit ihres Stils, wobei Modelle aus den Jahren 2012 bis 2019 weiterhin sehr begehrt sind.
Also, wer sollte sich nach diesem italienischen Motorrad mit einzigartigem Charakter sehnen? Auf jeden Fall nicht der Rennfahrer, der nach Adrenalinkicks sucht, noch der komplette Anfänger, der von seinem Gewicht und seinem Radstand eingeschüchtert sein könnte. Im Gegenteil, der erfahrene Motorradfahrer, der ein Motorrad mit Charakter, ein eleganter und geschichtsträchtiger Begleiter sucht, wird hier sein Glück finden. Zu einem Preis von etwas mehr als 10.000 Euro positioniert sie sich in der gleichen Preisspanne wie ihre neoklassischen Konkurrenten. Sie schlägt sie nicht auf dem Papier, aber sie übertrifft sie in Charisma und mechanischer Emotion. Es ist ein Motorrad, das man mit dem Herzen wählt, ein Objekt der Leidenschaft, das weit mehr als ein einfaches Transportmittel ist. Die zahlreichen Moto Guzzi V7 Special-Zubehörteile ermöglichen es außerdem, sie endlos zu personalisieren, um ihren Vintage-Charakter zu betonen oder ihr eine persönlichere Note zu verleihen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 2
- Jantes à rayon
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Contrôle de traction
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
- Pays de fabrication : Italie
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