Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 865 cc
- Leistung
- 67.0 ch @ 7500 tr/min (49.3 kW)
- Drehmoment
- 69.6 Nm @ 5800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre parallèle, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 90 x 68 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 100 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 255 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 775.00 mm
- Tankinhalt
- 16.60 L
- Gewicht
- 230.00 kg
- Trockengewicht
- 205.00 kg
- Neupreis
- 9 990 €
Übersicht
Wenn Triumph beschließt, in seinen Archiven zu stöbern, um der T140W TSS Tribut zu zollen – der letzten Bonneville, die 1982 das Werk in Meriden verließ –, weiß man, dass das Ergebnis Liebhaber der Zweiradgeschichte ansprechen wird. Die Bonneville T100 Special Edition des Jahrgangs 2014 spielt genau diese Karte aus. Nicht die der rohen Leistung oder der technischen Innovation, sondern die der Emotion, der Verbeugung vor den Alten, des Motorrads, das man ebenso gern betrachtet wie fährt. Und auf diesem Terrain beherrscht Triumph sein Metier wie nur wenige Hersteller es vermögen.

Was die Lackierung betrifft, setzt die SE die Messlatte eine Stufe höher als die Standard-T100. Tank und Seitendeckel tragen ein tiefes Schwarz (Jet Black), veredelt durch von Hand gezogene doppelte Goldlinien, während die Schutzbleche in Silber (Lunar Silver) mit einem schwarzen Mittelstreifen und eigenen Goldzierbändern gehalten sind. Das Ergebnis ist stilvoll, ohne in Karikatur abzugleiten. Die gebürsteten Oberflächen an Kupplungs-, Lichtmaschinen- und Getriebeausgangsdeckel verleihen eine Prise Raffinesse, die man beim Basismodell vergeblich sucht. Schwarze Rückspiegel, verchromter Soziusgriff, dunkel gehaltener Ölkühler: Jedes Detail wurde durchdacht, um den Charakter der Maschine zu unterstreichen. Erwähnenswert ist auch ein überarbeiteter Auspuff, der einen tieferen, präsenteren Klang bietet. Nichts Revolutionäres, doch das Gesamtbild ergibt ein stimmiges Erscheinungsbild, das auf den ersten Blick überzeugt.
Technisch gibt es keine Überraschungen. Zum Einsatz kommt der bekannte Parallel-Twin mit 865 cm³ und vier Ventilen pro Zylinder, bei einem Verdichtungsverhältnis von 9,2:1, einer Bohrung von 90 mm und einem Hub von 68 mm. Die 67 PS bei 7.500 U/min und vor allem die 69,6 Nm Drehmoment, die bereits bei 5.800 U/min anliegen, genügen vollauf, um die fahrfertig 230 kg schwere Maschine in Schwung zu bringen. Das Fünfganggetriebe überträgt die Kraft über einen Kettenantrieb – eine klassische Wahl in diesem Segment. Wir reden hier nicht von einer Sportmaschine, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, aber darum geht es auch eindeutig nicht. Der Doppelschleifen-Stahlrahmen, die Teleskopgabel mit 41 mm Standrohrdurchmesser und 120 mm Federweg sowie die zwei Federbeine am Heck mit 100 mm Federweg sorgen für ein gesundes und berechenbares Fahrverhalten. Die Bremsanlage mit einer 310-mm-Scheibe vorn und einer 255-mm-Scheibe hinten, jeweils mit Zweikolben-Bremssätteln, erledigt ihren Job ohne Übertreibung. Mit einer Sitzhöhe von nur 775 mm und einem 16,6-Liter-Tank bleibt die T100 SE zugänglich und vertrauenerweckend, auch für kleinere Staturen.
Der Preis von 9.990 Euro positioniert diese Sonderedition gegenüber Konkurrentinnen wie der Moto Guzzi V7 oder der Kawasaki W800, zwei Maschinen, die ebenfalls mit Überzeugung die Retro-Karte spielen. Triumph setzt hier auf Exklusivität, mit nur wenigen Dutzend Exemplaren, die für den französischen Markt vorgesehen sind. Ein Argument, das für Sammler und Enthusiasten der Marke aus Hinckley ins Gewicht fällt, weniger für denjenigen, der schlicht einen klassischen Roadster für den Alltag sucht. Denn unter der sorgfältigen Lackierung und den aufwendigen Finishes bleibt die Basis strikt identisch mit der Katalog-T100. Der Aufpreis zahlt sich in Prestige und Exklusivität aus, nicht in Leistung.
Im Grunde richtet sich diese Bonneville T100 SE an ein ganz bestimmtes Publikum: jenes, das die Geschichte von Triumph kennt, das weiß, was Meriden bedeutet, und das auf einem Stück mechanischer Erinnerung fahren möchte, ohne auf die Zuverlässigkeit einer modernen Maschine zu verzichten. Für alle anderen erledigt die Standard-T100 auf der Straße exakt denselben Job. Aber sie wird niemals diese von Hand gemalten Goldlinien tragen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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