Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 66.5 ch @ 6700 tr/min (48.9 kW)
- Drehmoment
- 75.5 Nm @ 4900 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10,5 : 1
- Bohrung × Hub
- 84 x 77 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 40 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-18
- Hinterreifen
- 150/70-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 218.00 kg
- Trockengewicht
- 198.00 kg
- Neupreis
- 10 199 €
Übersicht
Fünfzehn Jahre ist die V7 nun im Katalog von Mandello del Lario, und Moto Guzzi scheint es nicht eilig zu haben, das Kapitel zu schließen. Ganz im Gegenteil. Das italienische Unternehmen feilt, justiert und variiert, wie ein Geigenbauer, der ein Instrument nachbessert, das er bereits für gut befunden hat. Diese Stone Special Edition 2024 macht da keine Ausnahme, spielt aber eine etwas andere Melodie als ihre Schwestern.

Das erste Signal ist schon aus zehn Metern sichtbar: Das „Shining Black"-Finish hebt sich von den üblichen Angeboten der Baureihe ab. Alles ist schwarz, diesmal matt, und genau diese Entscheidung verleiht dem Gesamtbild Charakter. Doch Guzzi hat der Versuchung nicht widerstehen können, einige rote Akzente einzuflechten, sorgfältig platziert am V7-Logo, den Federn der Heckdämpfer, den Tankflanken und den Sattelnähten. Das Ergebnis wirkt angespannter, urbaner, ohne in die Streetfighter-Pose zu verfallen, die die V7 nie für sich beansprucht hat. Lenkerendenspiegel, eine gravierte Platte an den Lenkungspontets und ein schwarz eloxierter Aluminium-Tankdeckel vervollständigen das Bild. Details sind bei Guzzi wichtig – das waren sie schon immer.
Unter der Verkleidung dreht der 90-Grad-L-Zweizylinder mit 853 cc so, wie er es immer getan hat, mit jenem besonderen Rhythmus, der die Handschrift der Marke ausmacht. Die Neuerung liegt in der serienmäßigen Montage eines kurzen Arrow-Auspuffs, der den Sound etwas befreit und dem Datenblatt ein paar PS hinzugewinnt. Die Spitzenleistung liegt nun bei 66,5 PS bei 6700 U/min, das maximale Drehmoment beträgt 75,5 Nm, verfügbar ab 4900 U/min. Der Zugewinn ist bescheiden, rund ein Kilowatt, doch die Werte stellen sich 100 U/min früher ein als zuvor, was sich im mittleren Drehzahlbereich im Alltag bemerkbar macht. Der Kardanantrieb bleibt gesetzt, sauber und wartungsarm, auch wenn er dem Fahrer die kommunikative Leichtigkeit einer klassischen Kette vorenthält.
Das Fahrwerk sucht keine Überraschungen. Doppelrohrrahmen aus Stahl, 40-mm-Telegabel, zwei seitliche Heckdämpfer, eine Brembo-Scheibe mit 320 mm vorn, geklemmt von einem Vierkolbensattel, 260 mm hinten. Die Reifen 100/90-18 vorn und 150/70-17 hinten – schlanke Profile, die in dieser Hubraumklasse fast anachronistisch wirken – prägen die visuelle Identität ebenso wie das Fahrverhalten. Die Sitzhöhe von 780 mm positioniert die V7 in einem Bereich, der für die große Mehrheit der Fahrer zugänglich ist. Das Vollgetankgewicht von 218 kg bleibt für ein Tourenmotorrad mit Kardanantrieb vertretbar. Im Vergleich zu einer Royal Enfield Interceptor 650 oder einer Kawasaki Z650RS spielt die Guzzi in einem höheren Preissegment, bringt aber eine Seele mit, die ihre japanischen oder indischen Mitbewerber nicht simulieren können.
Zu einem Preis von 10.199 Euro positioniert sich diese Stone Special Edition klar im Segment der Charaktermotorräder, bestimmt für Fahrer, die bereits Erfahrung haben, die wissen, was sie suchen, und die keine hundert PS brauchen, um Spaß zu haben. Es ist kein Motorrad für Einsteiger – nicht wegen seiner Komplexität, sondern wegen seines Temperaments. Sie verlangt einen Fahrer, der bereit ist, das Tempo zu drosseln, den Motor zu hören und die Fahrt zu genießen, statt sie zu erdulden. ABS und Traktionskontrolle sind an Bord, die MIA-Konnektivität bleibt optional, was konsequent zu ihrer Positionierung passt. Ein wichtiger Hinweis für alle, die innerhalb der Baureihe noch unentschlossen sind: Diese Stone Special Edition ist nicht die V7 Special – jene verchrömtere, nostalgischere Version mit Speichenfelgen und Pastellfarben, die stärker auf die Sechzigerjahre verweist. Das Angebot hier ist klarer, im Geist zeitgenössischer, ohne das zu verleugnen, was die V7 von Anfang an ausmacht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Indicateur de vitesse engagée
- Contrôle de traction
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!