Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 65.0 ch @ 6800 tr/min (47.8 kW)
- Drehmoment
- 73.5 Nm @ 5000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10,5 : 1
- Bohrung × Hub
- 84 x 77 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 40 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 218.00 kg
- Trockengewicht
- 198.00 kg
- Neupreis
- 10 199 €
Übersicht
Stellen Sie sich eine V7 vor, die Sie glauben machen will, sie sei gerade frisch aus einem Stallbriefing gekommen – obwohl sie ihr Lebtag noch nie ein Rad auf eine Rennstrecke gesetzt hat. Genau dieses köstliche Paradox pflegt Moto Guzzi mit dieser Stone Corsa 2024, einer Maschine, die fürs große Fest gekleidet ist, aber eigentlich gar nicht zum Rennen eingeladen wurde.

Seit ihrer Rückkehr auf den Markt im Jahr 2008 hat die V7 Ableger angehäuft, wie andere Hersteller Patente sammeln. Drei Generationen, rund zwanzig verschiedene Versionen, und stets derselbe L-Zweizylinder mit 90-Grad-Anordnung, der stolz aus den Flanken der Maschine herausragt wie eine italienische Visitenkarte. Die Stone Corsa unterscheidet sich von ihren Schwestern durch eine kleine Verkleidungsscheibe, die ihr einen konzentrierten Ausdruck verleiht, eine Einzelsitzbank, deren einsamer Charakter eher ästhetischer als funktionaler Natur ist, sowie eine zweitönige Lackierung, die mit der gewohnten Nüchternheit der Stone-Reihe bricht. Die Gabelmanschetten sind verschwunden, die Rückspiegel wandern an die Lenkerenden. Guzzi hat zudem einen Tankdeckel aus schwarzem eloxiertem Aluminium und ein personalisiertes Schild an der Lenkerklemmbrücke spendiert – kleine Details, die Eindruck machen, ohne die Rechnung zu belasten.
Denn darum geht es im Kern: All das bleibt rein kosmetisch. Der 853-cm³-Motor leistet dieselben 65 PS bei 6.800 U/min und dasselbe Drehmoment von 73,5 Nm bei 5.000 U/min wie bei der klassischen Stone. Manche werden darin einen Mangel an Ehrgeiz sehen, andere eine seltene kommerzielle Ehrlichkeit. Die Wahrheit ist, dass dieses Triebwerk keine Rennteile braucht, um zu begeistern. Sein querstehender Charakter, der Kardanantrieb, die kontrollierten Vibrationen und der unverwechselbare Klang sind für sich genommen bereits ein hinreichend eigenständiges Angebot auf einem Markt, auf dem sich Roadster immer ähnlicher werden. Mit 10.199 Euro bleibt der Aufpreis gegenüber der Basis-Stone überschaubar, was die Investition für alle relativiert, die das Design überzeugt.
Die elektronische Ausstattung braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken: Brembo-Bremsen mit einer 320-mm-Scheibe vorne, gefasst von einem Vierkolbensattel, Zweikanal-ABS, Traktionskontrolle, DRL im Scheinwerferblock. Für eine 198 kg schwere Maschine im Vintage-Segment ist das beachtlich. Die Sitzhöhe von 780 mm bleibt für die große Mehrheit der Körpergrößen zugänglich, und der 21-Liter-Tank erlaubt ausgedehnte Ausfahrten zwischen zwei Stopps. Die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h wird die Sportler nicht ins Schwitzen bringen, aber darum geht es hier nicht.
Guzzi veranstaltet jährlich „Fast Endurance"-Rennen auf italienischen Rennstrecken – Läufe von 60 bis 90 Minuten, ausgetragen mit V7-850-Maschinen, die mit dem GCorse-Racing-Kit vorbereitet werden. Die Stone Corsa übernimmt die Ästhetik dieses Ambientes, ohne dessen Leistungsvermögen zu besitzen, und steht zu dieser Haltung vollkommen. Die V7 III Racer von 2020 trieb den Racing-Stil deutlich weiter, mit niedrigem Lenker und echter Spannung in der Linie. Die Corsa hingegen bevorzugt die entspannte Attitüde – eher der Clubfahrer am Sonntagmorgen als der Streckenpilot am Freitagabend. Ihr natürliches Publikum ist der Liebhaber schöner Mechanik, der aus der Masse herausstechen will, ohne auf Komfort zu verzichten – jemand, der eine Guzzi genau deshalb wählt, weil sie auf dem Markt nichts anderem ähnelt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Contrôle de traction
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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