Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 67.3 ch @ 6900 tr/min (49.5 kW)
- Drehmoment
- 79.4 Nm @ 4400 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Bohrung × Hub
- 84 x 77 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 220.00 kg
- Trockengewicht
- 200.00 kg
- Neupreis
- 10 999 €
Übersicht
Fünfzig Jahre nachdem Mandello del Lario die Grundlagen des sportlichen Neo-Retro-Motorrads gelegt hat, stellt die Manufaktur die Uhren neu. Die V7 Sport 2025 begnügt sich nicht damit, auf die Nostalgie des Verde Legnano-Farbtons anzuspielen, der von der legendären 750 aus dem Jahr 1972 geerbt wurde; sie treibt die technische Entwicklung weit über das hinaus, woran uns diese Baureihe gewöhnt hatte. Zu weit, werden manche sagen. Nicht weit genug, werden andere antworten. Die Debatte ist eröffnet.

Beginnen wir mit dem, was unter der Karosserie sofort ins Auge fällt: eine einstellbare 41-mm-Upside-down-Gabel mit Federvorspannung, ein Paar 320-mm-Brembo-Bremsscheiben vorne, gebissen von radialen Vierkolben-Bremssätteln, und erleichterte Felgen, die im Vergleich zur Stone 1,8 kg einsparen. Auf dem Papier ist das die Ausstattungsliste einer ernsthaften Sport-Roadster, nicht die eines gemütlichen Sonntagsausflugs im Café-Racer-Stil. Moto Guzzi hat sogar eine Sechsachs-IMU hinzugefügt, um die Traktionskontrolle in der Kurve zu verfeinern und das ABS beim Schräglagenbremsen zu optimieren. Allerdings entwickelt der 90-Grad-L-Zweizylinder, der unter dem Doppelschleifenrahmen pulsiert, 67,3 PS bei 6.900 U/min und 79,4 Nm bei 4.400 U/min. Diese Werte sind respektabel, aber nicht erschreckend. Die Sechsachs-IMU ist die Art Ausstattung, die man auf Maschinen findet, die doppelt so stark und doppelt so schnell sind. Hier wirkt sie ein wenig wie ein Kollisionswarnsystem an einem Fiat 500. Im Prinzip sinnvoll, in der Praxis überdimensioniert.
Das bedeutet jedoch nicht, dass man die am Motor geleistete Arbeit geringschätzen sollte. Die Anpassung an die Euro-5+-Norm erfolgte ohne Einbußen beim Charakter, was keineswegs selbstverständlich ist. Ride-by-Wire, eine überarbeitete Ansauganlage, ein dritter Lambdasensor und eine vergrößerte Drosselklappe genügten, um 4 % mehr Leistung herauszuholen. Der quer eingebaute V-Twin behält seinen dumpfen Klang und sein Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen, was den ganzen Reiz dieser Maschinen ausmacht: Man fährt im dritten Gang durch die Stadt, vergisst das Herunterschalten, und der Motor zieht klaglos mit. Das Sechsgang-Getriebe mit Kardanantrieb bleibt seinem Posten treu, mit jenem charakteristischen leichten Motorbremseffekt, den man entweder liebt oder hasst. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h reicht für alles, wofür dieses Motorrad bestimmt ist, vollkommen aus.

Denn die V7 Sport zielt auf ein klar definiertes Publikum: den erfahrenen Motorradfahrer, der Stil will, ohne jegliches dynamisches Engagement zu opfern, der historische Referenzen schätzt, ohne ins Museale abzudriften, und der bereit ist, 10.999 Euro für ein Motorrad mit starkem Charakter zu bezahlen statt für eine rein leistungsorientierte Sportmaschine. Gegenüber einer Triumph Street Twin oder einer Royal Enfield Interceptor 650 spielt die Italienerin in einer anderen Kategorie, mit einer mechanischen Noblesse und sozialen Seltenheit, die ihre englischen Mitbewerber nicht für sich beanspruchen können. Die Sitzbank mit roten Ziernähten, die Lenkerendenspiegel, die Aluminiumeinsätze an den Seiten und die gefrästen Scheinwerferhalterungen verleihen dieser V7 eine echte visuelle Kohärenz. Das ist kein nachträglich aufgesetzter Glanz, um das Preisschild zu rechtfertigen; es ist eine von Anfang bis Ende konsequent umgesetzte Designsprache.

Der Hauptkritikpunkt bleibt diese Elektronikschicht, die einer im Grunde fundamental analogen Mechanik aufgepfropft wirkt. Der Sport-Modus, der die Traktionskontrolle an einem 853-cm³-Zweizylinder mit 220 kg Vollgewicht lockert, ist eine Option, die man selten bis nie aktivieren wird. Lässt man dieses Gimmick jedoch beiseite, hat man eine V7 vor sich, die mechanisch auf konkrete Weise transformiert wurde: mit besserem Vorderradgefühl, besserer Bremsleistung und besserem Fahrwerk. Für einen Liebhaber schöner Italienerinnen, der fahren statt ausstellen will, ist das Argument stichhaltig.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Contrôle de traction
- Centrale inertielle
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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