Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 445 cc
- Leistung
- 28.5 ch @ 6000 tr/min (21.0 kW)
- Drehmoment
- 34.3 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Structures en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- fourche à balancier Ø 41 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 317.00 kg
- Neupreis
- 9 999 €
Übersicht
Drei Räder auf der Straße, ein Fahrer, der sitzt wie in einem Sessel, ein Beifahrer, der die Landschaft an der Seite vorbeiziehen sieht: Das Gespann hat nie versucht, in der Masse unterzugehen. Genau das macht seinen Charme aus. In den zwanziger und dreißiger Jahren beherrschte das Gespann die europäischen Straßen als das Familienfahrzeug schlechthin, bevor die 4 CV und die 2 CV das Automobil demokratisierten. Heute überlebt es am Rand des Marktes, zwischen nostalgischen Enthusiasten und Neugierigen auf der Suche nach einem Erlebnis, das nichts anderes reproduzieren kann.

Mash, der Importeur, der den frankophonen Markt mit erschwinglichen Einzylindern überschwemmt, hat das Potenzial dieser nahezu unbesetzten Nische erkannt. Nach dem Family-Side im Jahr 2017 und dem Force im Jahr 2021 bietet die Marke nun eine dritte Variante namens Black Side an. Die technische Basis bleibt die des Force, doch die ästhetische Gestaltung schlägt einen radikal anderen Weg ein. Alles ist schwarz lackiert, aufgelockert durch einige weiße Zierlinien, die unverkennbar an die BMW-Gespanne der Nachkriegszeit erinnern. Die 41-mm-Parallelogrammgabel, der gerundete Beiwagen, die Doppelsitzbank und die profilierten 18-Zoll-Reifen ringsum tragen dazu bei, eine Silhouette zu formen, die stark an die russischen Ural angelehnt ist. Das ist bewusst gewählt, stimmig und funktioniert.
Die eigentliche Neuerung gegenüber dem Force liegt in einer Gewichtsreduzierung von 25 Kilogramm. Mash hat dafür keine exotischen Materialien verwendet, sondern schlicht gesunden mechanischen Menschenverstand. Gepäckträger, Reserverad, Munitionskisten, Scheinwerferschutzgitter, überflüssige Halterungen an den Schutzblechen: der gesamte militärische Ballast wurde entfernt. Der Black Side bringt damit vollgetankt 317 kg auf die Waage, was erheblich bleibt, für ein Gespann dieser Größe aber vertretbarer ist. Und diese Abmagerungskur hat eine direkte Auswirkung auf den Preis, der unter die symbolische Grenze von 10 000 Euro fällt – auf genau 9 999 Euro. In einem Segment, in dem die Ural CT bei rund 17 000 Euro beginnt, ist das Preisargument schlagend.
Genau hier liegt ein kleiner Schwachpunkt. Der 445-cm³-Einzylinder mit seinen 28,5 PS bei 6 000 U/min und 34,3 Nm Drehmoment bei 5 500 U/min kommt auf einem Solofahrzeug gut zurecht. An einem 317 kg schweren Gespann werden das 5-Gang-Getriebe und die Kette ernsthaft beansprucht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 105 km/h, was genau dem Reisetempoentspricht, den dieser Fahrzeugtyp naturgemäß vorgibt. Es ist schade zu wissen, dass Mash in seinem Katalog einen 650-cm³-Motor führt, der in der Six Hundred oder der Dirt Track verbaut wird und der Masse des Gespanns wesentlich besser angemessene Kraftentfaltung gebracht hätte. Diese mechanische Entscheidung scheint eher von der Preislogik als von der fahrdynamischen Stimmigkeit geleitet zu sein.
Wäre es dennoch fair, einem klassischen Gespann vorzuwerfen, nicht die Leistung einer Sportmaschine zu haben? Der Black Side zielt weder auf den Rennstreckenfahrer noch auf den Fernreisenden ab. Er richtet sich an jene, die die Straße auf andere Weise genießen wollen, ein Kind oder einen Freund mitnehmen möchten, dem das Mitfahren als normaler Sozius nicht möglich ist, oder schlicht an Kreuzungen Lächeln provozieren wollen. Der Rückwärtsgang, der geräumige integrierte Beiwagerkoffer und ein Preis unter 10 000 Euro ergeben ein Angebot, das kein direkter Mitbewerber in Frankreich übertreffen kann. Der Blitz der Begeisterung lässt sich weder verhandeln noch wirklich erklären.
Serienausstattung
- Jantes à rayon
- Prise USB
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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