Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 399 cc
- Leistung
- 23.0 ch @ 6500 tr/min (16.9 kW)
- Drehmoment
- 27.5 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 8.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 87 x 67.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- simple berceau semi-dédoublé en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø nc, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 125 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage tambour
- Vorderreifen
- 90/100-18
- Hinterreifen
- 110/90-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 785.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 174.00 kg
- Trockengewicht
- 152.00 kg
- Neupreis
- 6 199 €
Übersicht
Also, gönnen wir uns ein Motorrad, das an purer Nostalgie zehrt und einen Anstoß des Anstarters benötigt, um zum Leben zu erwachen? Das ist die existenzielle Frage, die die Yamaha SR 400 aufwirft, insbesondere in ihrer 60. Jahrestags-Lackierung. Bei über 6000 Euro ist sie weit entfernt von einem Accessoire für den verarmten Sammler. Für diesen Preis gönnt man sich eine nagelneue MT-07, eine Maschine, die doppelt so leistungsstark und modern ist. Die SR hingegen hat sich seit Jahrzehnten nicht weiterentwickelt, und das ist gerade ihr Verkaufsargument. Es ist keine Replik, es ist das Original, ein lebendes Fossil, das nach warmem Öl und blankem Metall riecht.

Ihr Monozylinder mit 400 cm³ ist ein animiertes Museumsstück. Mit nur 23 Pferden, die bei 6500 U/min anliegen, steht man am Antipoden der Leistung. Aber das ist nicht der Sinn der Sache. Das Vergnügen liegt in ihrem frühen Drehmoment, das ab 3000 Touren verfügbar ist, und in diesem direkten, rohen mechanischen Gefühl. Die Kompression ist gering, die Technologie stammt aus der Ära des Anstarters, aber jede Umdrehung der Kurbelwelle hat Substanz, eine Seele, die die aseptisierten Reihenzweizylinder verloren haben. Das Doppelrohrrahmen-Gestell, die Seitendämpfer, die Hinterradbremse mit Trommel und die 18-Zoll-Speichenfelgen vervollständigen dieses Bild aus einer anderen Zeit. Es ist eine ehrliche Maschine, ohne elektronischen Schnickschnack, bei der der Fahrer in ständigem Dialog mit der Mechanik steht.
Die 60. Jahrestags-Version, bekleidet mit dem berühmten gelb-schwarzen "Speedblock"-Rautenmuster, verleiht der Silhouette einen willkommenen frischen Wind. Sie geht vom Zustand einer etwas traurigen Reliquie zu dem eines coolen, fast angesagten Objekts über. Man entdeckt die Details dann mit Zärtlichkeit wieder: die Rippen des Monos, die Gabelmanschetten, die Chromteile. Diese Retro-Schönheit hat jedoch ihren Preis, und er ist hoch. Mit 174 kg vollgetankt und ihrem kleinen 12-Liter-Tank ist sie nicht leicht für ihre Kategorie, und ihre Verwendung ist eindeutig auf gemütliche Ausfahrten oder stilvolle Stadtfahrten beschränkt. Ein längeres Reisevorhaben oder eine dynamische Kurvensitzung sind reine Utopie.
Also, wer kauft das? Sicher nicht ein Standard-Anfänger, der durch das Fehlen eines Elektrostarter und die begrenzten Leistungen frustriert sein wird. Es ist ein Objekt für Puristen, für diejenigen, die ein authentisches, schnörkelloses Motorradgefühl suchen, oder für den Sammler, der ein fahrbares Teil in seiner Garage haben möchte. Es ist eine Liebeshandlung, irrational, angesichts der unerbittlichen Logik des Marktes. Man muss ihre Grenzen, ihren Preis akzeptieren und sich sogar an eine Rückrufaktion für einen Ölschlauch an den Modellen 2014-2016 erinnern. Die Yamaha SR 400 ist kein Motorrad, sondern eine Aussage. Entweder man liebt sie, oder man geht einfach weiter, ohne sie überhaupt anzusehen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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