Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 445 cc
- Leistung
- 28.5 ch @ 6000 tr/min (21.0 kW)
- Drehmoment
- 34.3 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Structures en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- fourche à balancier Ø 41 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 317.00 kg
- Neupreis
- 9 999 €
Übersicht
Stellen Sie sich vor, einem dieser Gespanne an einem Sonntagmorgen auf einer Landstraße zu begegnen: Die Menschen lächeln, Kinder zeigen mit dem Finger, und selbst eilige Autofahrer nehmen den Fuß vom Gas. Der Seitenwagen übt eine Faszination aus, die weder das Sportmotorrad noch der große Reiseenduro für sich beanspruchen kann. Genau in dieser Nische hat sich Mash mit bemerkenswerter Beständigkeit etabliert und bietet seit 2017 erschwingliche Gespanne an, wo die Konkurrenz sich an einer Hand abzählen lässt – zwischen den russischen Ural und einigen europäischen Handwerksbetrieben, deren Preise einem den Atem verschlagen.

Mash versteht sein Handwerk. Nach dem Family-Side von 2017, dann dem Force im Jahr 2021, kommt nun der Black Side. Die mechanische Basis bleibt identisch mit dem Force: die 41-mm-Lenkerschwinge, die dem Gespann diesen so charakteristischen Ural-artigen Auftritt verleiht, der Doppelsattel, die profilierten 18-Zoll-Reifen an allen drei Rädern und die Knieschützer am Tank. Der Unterschied springt auf den ersten Blick ins Auge: ein tiefes Schwarz, aufgewertet durch weiße Zierlinien, die schamlos an die große Zeit des bayerischen Gespanns erinnern. Das ist eine bewusste stilistische Entscheidung – und sie funktioniert.
Das eigentliche Argument des Black Side liegt jedoch in einer radikalen Diät. Durch den Verzicht auf Gepäckträger, Reserverad, militärisch anmutende Seitentruhen, Lampengitter und einige überflüssige Halterungen hat Mash das Gesamtgewicht von 342 auf 317 Kilogramm gesenkt. Fünfundzwanzig Kilogramm gespart mit einem einfachen Werkzeugkasten – ganz ohne gefrästes Aluminium oder Carbon. Das Gespann verliert seinen Look als Fahrzeug aus einem Kriegsfilm, gewinnt aber an preislicher Zugänglichkeit und nähert sich der 9.999-Euro-Marke, unterhalb der symbolischen Zehntausend-Euro-Schwelle, die bei der Kaufentscheidung schwer wiegt.
Die etwas unbequeme Frage betrifft die Motorisierung. Der Einzylinder mit 445 cm³ und vier Ventilen leistet 28,5 PS bei 6.000 U/min und entwickelt 34,3 Nm Drehmoment bei 5.500 U/min. An einem einzelnen Motorrad wäre das respektabel. Bei einem Gespann von 317 Kilogramm mit möglichem Beifahrer lässt sich schnell rechnen: Die Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h wird mit ruhigem Gewissen, aber ohne Kraftreserven erreicht. Dabei verfügt Mash durchaus über einen 650-cm³-Zweizylinder in seinem Programm, der unter anderem in der Six Hundred verbaut ist. Sein Einbau in dieses Gespann hätte den Black Side deutlich kraftvoller gemacht. Die Wahl des 445-cm³-Motors erklärt sich wohl durch die Preisgleichung, sollte aber vor dem Kauf bekannt sein. Allerdings bestellt niemand einen klassischen Seitenwagen, um sportlich zu fahren: Das Fünfganggetriebe und der Rückwärtsgang sind im Alltag unendlich nützlicher als ein paar zusätzliche PS.
Dieser Black Side richtet sich an ein Publikum, das seine Andersartigkeit bewusst lebt, das die langsame Reise dem schnellen Kilometerfressen vorzieht und das vor allem ein grundlegend anderes Fahrerlebnis sucht als alles, was der Markt sonst bietet. Für weniger als zehntausend Euro, mit serienmäßigem Rückwärtsgang und großem Koffer, positioniert er sich als zugänglichster Einstieg in den Neufahrzeug-Seitenwagenmarkt. Wer konventionelle Fahreindrücke sucht, wird weitergehen. Alle anderen werden kaum widerstehen können.
Serienausstattung
- Jantes à rayon
- Prise USB
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!