Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 625 cc
- Leistung
- 55.0 ch @ 7000 tr/min (40.5 kW)
- Drehmoment
- 56.9 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 101 x 78 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- simple berceau dédoublé en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 275 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 300 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 945.00 mm
- Tankinhalt
- 28.00 L
- Trockengewicht
- 154.00 kg
- Neupreis
- 8 719 €
Übersicht
Wer konnte sich 2006 rühmen, eine Reiseenduro anzubieten, die Paris und Dakar ohne Murren verbinden konnte – bei einem Trockengewicht von gerade einmal 154 kg? KTM, selbstverständlich. Mit der LC4-E 640 Adventure hat der österreichische Hersteller sein im mauretanischen Sand geschmiedetes Know-how in eine zugängliche Maschine übertragen, die dafür gebaut ist, selbst die unwirtlichsten Pisten zu verschlingen. Das Konzept ist glasklar: ein großer Einzylinder mit 625 cc, ein großzügiger 28-Liter-Tank, WP-Federelemente mit Federwegen, die eines Rallye-Raid-Geräts würdig sind, und das strikte Minimum, um das Ganze leicht zu halten. Auf dem Papier ein simples Rezept. Im Gelände erschreckend effektiv.

Der Einzylinder-Viertakter leistet 55 PS bei 7.000 U/min und liefert 56,9 Nm Drehmoment bereits bei 5.500 Touren. Auf dem Datenblatt lässt das gegenüber den Zweizylindern der Kategorie kaum träumen. Doch man muss die Dinge ins Verhältnis setzen: Dieser Motor mit seiner großzügigen Bohrung von 101 mm und seinem kurzen Hub von 78 mm liefert seine Leistung mit einer Direktheit, die raffiniertere Triebwerke mitunter nur schwer reproduzieren können. Das Leistungsgewicht ist ausgezeichnet, und das gut gestufte Fünfganggetriebe reicht für eine Maschine, deren primäre Berufung nicht die Autobahn ist, vollkommen aus. Die Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h bestätigt übrigens, dass die 640 Adventure nie den Anspruch erhoben hat, eine GT zu sein.
Bei dem Fahrwerk hat KTM nicht gespart. Die 48-mm-USD-Gabel von WP bietet vorne 275 mm Federweg, während das Federbein hinten, ebenfalls von WP, auf 300 mm kommt. Diese Werte platzieren die Maschine in einer eigenen Kategorie, weit über dem, was eine BMW F 650 GS Dakar derselben Epoche zu bieten hatte. Der Stahlrahmen als geteilter Einrohrrahmen steckt die Belastungen des Geländebetriebs klaglos weg. Die Felgen in 21 Zoll vorne und 18 Zoll hinten, bereift mit 90/90 beziehungsweise 140/80, erlauben die kompromisslose Montage von Stollenreifen. Die Bremsanlage mit einer 300-mm-Scheibe und einem Vierkolben-Bremssattel vorne erweist sich angesichts des geringen Gesamtgewichts als ausreichend.
Die Sitzposition verrät sofort die Absichten der Maschine. Mit einer Sitzhöhe von 945 mm sollten kleinere Fahrer Abstand nehmen oder in ein Tieferlegungskit investieren. Im Stehen auf den Fußrasten hingegen ist die Ergonomie ein wahrer Genuss. Die Verkleidung schützt wirkungsvoll vor Wind und Schmutz, die Sitzbank bleibt auch auf langen Etappen komfortabel, und der 28-Liter-Tank ermöglicht Reichweiten, um die ihn so manche Tourenmaschine beneiden würde. Packen Sie ein Paar Seitenkoffer dazu, und Sie haben ein Gespann, das die Sahelzone durchqueren kann, ohne sich an Tankstopps arm zu machen.
Der Einstiegspreis von 8.719 Euro im Jahr 2006 mochte für einen Einzylinder happig erscheinen. Doch die Qualität der Komponenten, insbesondere die einstellbaren WP-Federelemente und die sorgfältige österreichische Verarbeitung, rechtfertigten die Investition. Gegenüber einer Yamaha XT 660 Z Ténéré, die günstiger, aber im reinen Gelände auch weniger ausgereift war, richtete sich die KTM klar an anspruchsvolle Abenteurer, die bereit waren, den Asphalt endgültig hinter sich zu lassen. Das ist kein Motorrad für jedermann. Das ist ein Motorrad für jene, die auf eine Afrikakarte schauen und sich sagen, dass die Straße dort aufhört, wo das Abenteuer beginnt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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