Schlüsselleistung

100 ch
Leistung
🔧
790 cc
Hubraum
🏎️
200 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💰
10 000 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
790 cc
Leistung
100.0 ch (73.6 kW)
Motortyp
Twin, four-stroke
Kühlung
Liquid
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection
Starter
Electric

Fahrwerk

Rahmen
Chromium-Molybdenum steel trellis frame, powder coated
Getriebe
6-speed
Endantrieb
Chain   (final drive)
Kupplung
APTC slipper clutch, hydraulically actuated
Vorderradaufhängung
WP upside-down
Hinterradaufhängung
WP shock absorber with Pro-Lever linkage

Bremsen

Vorderradbremse
Single disc
Hinterradbremse
Single disc

Abmessungen

Radstand
1466.00 mm
Neupreis
10 000 €

Übersicht

Als KTM 2012 den Prototyp der 1290 Super Duke enthüllte, rechnete niemand damit, dass die Serienversion dem Konzept so treu bleiben würde. Der österreichische Roadster hatte damals den Markt mit unverhohlener Brutalität aufgemischt. Fünf Jahre später legt die Firma aus Mattighofen mit dem 790 Duke Prototype nach, wechselt aber die Strategie. Schluss mit dem Gigantismus, jetzt zählt Konzentration. Das Ziel ist glasklar: den Yamaha MT-09, Kawasaki Z900 und Suzuki GSX-S 750 mit einer kompakteren, leichteren Maschine ins Revier eindringen, zugeschnitten auf den Kampf in der Mittelklasse. Und mit einem angekündigten Preis von rund 10 000 Euro positioniert sie sich mitten im Getümmel.

KTM 790 Duke Prototype

Die Motorenwahl ist die eigentliche Überraschung. KTM, seit Jahren seinen V-Architekturen treu, setzt diesmal auf einen Reihen-Zweizylinder mit 790 cm3, getauft LC8c – das „c" steht für compact. Eine technische Kehrtwende, die mit der österreichischen Tradition bricht. Die beiden Kolben stehen sich nicht mehr auf gegenüberliegenden Seiten der Kurbelwelle gegenüber, sie arbeiten Seite an Seite. Die angekündigte Leistung bewegt sich um die 100 PS, eine Zahl, die noch bestätigt werden muss, da KTM die endgültigen Daten noch nicht veröffentlicht hat. Die Frage einer Drosselung auf unter 98 PS für die A2-Führerschein-Kompatibilität stand im Raum, doch in diesem Stadium wurde noch nichts entschieden. Sicher ist, dass dieser Motor so schmal und so leicht wie möglich konstruiert wurde. Jedes Gramm, jeder Millimeter zählt.

Diese Philosophie der Effizienz endet nicht beim Motor. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl nutzt den Motorblock als tragendes Element – ein Rezept, das Steifigkeit gewinnt, ohne das Gesamtgewicht zu erhöhen. Die Schwinge wird direkt am Motorgehäuse verschraubt. Die durchbrochene und verschlankte Heckpartie erinnert an das, was MV Agusta bei einigen seiner Modelle umgesetzt hat. Der Radstand von 1 466 mm verspricht eine agile und verspielte Maschine. Bei den Federungselementen liefert WP eine Upside-Down-Gabel vorne und einen Stoßdämpfer mit Pro-Lever-System hinten. Die Bremsanlage setzt auf eine einzelne Scheibe pro Rad, was für eine Maschine mit diesem Anspruch etwas zu denken gibt – doch es handelt sich noch um einen Prototyp. Das Sechsgang-Getriebe überträgt die Leistung über eine Kette, eine klassische und bewährte Konfiguration. Die angekündigte Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h bestätigt, dass es nicht um Spitzenleistung geht, sondern um Fahrspaß im Alltag.

Bei der Ausstattung will KTM offensichtlich nicht sparen. Ride-by-Wire-Gasgriff, individuell einstellbare Fahrmodi, Traktionskontrolle der neuesten Generation und sogar ein Quickshifter stehen auf dem Programm. Einige dieser Elemente könnten den Übergang zur Serie nicht überleben, ebenso wie der Auspuff und die Lampenmaske, die bei diesem Prototyp im 3D-Druck gefertigt wurden. Das kantige und aggressive Design, wie es die Österreicher beherrschen, wirkt ausgereift genug, um eine seriennahe Produktion anzukündigen. Die Erfahrung mit der 1290 Super Duke, deren Serienmodell dem Konzept bis ins Detail glich, spricht dafür.

Zwischen der Maßlosigkeit der 1290 und der Schlichtheit des Einzylinders 690 schließt diese 790 Duke eine offensichtliche Lücke in der Modellpalette. Sie richtet sich an den Motorradfahrer, der Charakter ohne Einschüchterung will, Fahrspaß ohne gesalzene Rechnung, Technologie ohne Überflüssiges. Ein Spielzeug in menschlichem Maßstab, konzipiert für die Straße wie für die sportliche Gangart. Wenn KTM seine Versprechen hält, muss sich die japanische Konkurrenz warm anziehen.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
124.8 ch/L
In der Kategorie Naked bike · Hubraum 395-1580cc (3876 verglichene Motorräder)
Leistung 99 ch Top 47%
46 ch Median 97 ch 173 ch

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