Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 250 cc
- Leistung
- 35.0 ch (25.7 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 78.0 x 52.3 mm (3.1 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- Keihin EMS
- Starter
- Electric & kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Central tube frame made of chrome molybdenum steel tubing
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, DDS multi-disc clutch, Brembo hydraulics
- Vorderradaufhängung
- WP-USD Xplor 48 with preload adjuster
- Hinterradaufhängung
- WP Xplor PDS shock absorber
- Federweg vorne
- 300 mm (11.8 inches)
- Federweg hinten
- 310 mm (12.2 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Brake calipers on floating bearings
- Hinterradbremse
- Single disc. Brake calipers on floating bearings
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 960.00 mm
- Radstand
- 1482.00 mm
- Bodenfreiheit
- 355.00 mm
- Tankinhalt
- 8.50 L
- Trockengewicht
- 103.00 kg
- Neupreis
- 9 900 €
Übersicht
Hundertdrei Kilogramm auf der Waage, ein Sattel auf 960 mm Höhe und 35 PS aus einem 250-cm³-Einzylinder: Die KTM 250 EXC-F lügt nicht darüber, was sie ist. Diese straßenzugelassene Enduro versucht nicht, den Sonntagsfahrer zu verführen, der auf einem Parkplatz eine gute Figur machen will. Sie wendet sich an denjenigen, der mit getrocknetem Schlamm in den Ohren und einem Lächeln auf den Lippen nach Hause kommt.

Der Motor ist das Herzstück. Das Einzylinder-Viertakt-Aggregat dreht bis 12.800 U/min mit einer Leichtigkeit, die für eine 250er überrascht. Die Bohrung von 78 mm bei einem Hub von 52,3 mm ergibt einen direkten, fast quadratischen Charakter, der ein hohes Drehzahlniveau begünstigt, ohne die Laufruhe im unteren Bereich zu opfern. Das Verdichtungsverhältnis von 12,8:1 ist hoch für eine gemischte Straßen-Gelände-Maschine, aber KTM steht zu dieser Entscheidung zugunsten der Leistungsausbeute. Der DOHC-Zylinderkopf mit seinen vier Titanventilen und DLC-behandelten Kipphebeln minimiert Reibungsverluste, was sich direkt am Hinterrad bemerkbar macht. Die Keihin-Einspritzung mit ihrem 42-mm-Drosselklappenkörper verwaltet die Kraftstoffzufuhr mit einer Präzision, die alte Vergaser nicht bieten konnten. Der elektrische Mitsuba-Anlasser, bei dieser Generation zum Standard geworden, verändert das Leben im Wettkampf wie beim Ausritt grundlegend: kein misslungener Kickstart mehr an einem 40-Prozent-Hang.
Der Chrom-Molybdän-Stahlrahmen verdient besondere Aufmerksamkeit. KTM hat die Steifigkeit differenziert ausgearbeitet: hoch in der Torsion für Kurvengenauigkeit, längs weicher für die Stoßabsorption ohne Ermüdung des Fahrers. Das Ergebnis ist ein Fahrwerk, das besser filtert als viele Mitbewerber, insbesondere im Vergleich zur Husqvarna FE 250, die dieselbe Plattform teilt, aber mit leicht anderer Geometrie. Die WP Xplor 48-mm-Upside-down-Gabel mit getrennten Kartuschen bietet 300 mm Federweg und lässt sich werkzeuglos einstellen – ein Detail, das zählt, wenn man im Tagesverlauf das Gelände wechselt. Der hintere PDS-Stoßdämpfer, seit Jahren das Markenzeichen von KTM, behält seine Logik der Direktanbindung am Schwingarm bei, was Platz für die KTM 250 EXC-F und ihren kompakten, hoch montierten Auspuff schafft.
Mit 9.900 Euro in der Neuversion 2019 positioniert sich die KTM 250 EXC-F an der Spitze des Segments. Die Yamaha WR250F und die Honda CRF250L spielen in puncto Serienausstattung nicht ganz in derselben Liga, aber der Preisunterschied ist real. Wer eine gebrauchte KTM 250 EXC-F sucht, wird auf Maschinen aus Wettkampfsaisons stoßen, die sorgfältig inspiziert werden müssen – das KTM 250 EXC-F Werkstatthandbuch ist daher bereits beim Kauf eine empfehlenswerte Investition. Die Revisionsintervalle der Kurbelwelle wurden bei dieser Generation verlängert, aber eine hart gefahrene Maschine erfordert eine konsequente Wartung.
Der 8,5-Liter-Tank begrenzt die Reichweite im Straßenbetrieb, und die Sitzhöhe von 960 mm schließt kleinere Körpergrößen aus. Die Bodenfreiheit von 355 mm ist eine Geländetugend, die in der Stadt zur Einschränkung wird. Das sind keine Mängel, sondern eine klar definierte Prioritätenliste. Die KTM 250 EXC-F 2020 und die nachfolgenden Jahrgänge haben diese Grundarchitektur kaum verändert, was bestätigt, dass KTM bereits mit dieser Version 2019 die richtige Balance gefunden hatte. Für den erfahrenen Enduro-Fahrer, der eine leichte, reaktionsschnelle und straßentaugliche Maschine sucht, um die Wertungsprüfungen zu erreichen, ist sie eine Referenz, an der man kaum vorbeikommt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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