Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 249 cc
- Leistung
- 35.0 ch (25.7 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 78.0 x 52.3 mm (3.1 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Forced oil lubrication with 2 Eaton pumps
- Zündung
- Contactless, controlled, fully electronic ignition system with digital ignition timing adjustment, type Kokusan
- Starter
- Electric & kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Central tube frame made of chrome molybdenum steel tubing
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-disc clutch / hydraulically operated
- Vorderradaufhängung
- WP Suspension Up Side Down 4860 MXMA PA
- Hinterradaufhängung
- WP Suspension PDS 5018 DCC
- Federweg vorne
- 300 mm (11.8 inches)
- Federweg hinten
- 335 mm (13.2 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Radstand
- 1482.00 mm
- Bodenfreiheit
- 345.00 mm
- Tankinhalt
- 9.00 L
- Trockengewicht
- 105.50 kg
- Neupreis
- 8 990 €
Übersicht
Als Antoine Meo auf dem Podium der Enduro-Weltmeisterschaft steht und die E1-Krone erringt, tut er dies auf einer KTM 250 EXC-F. Das ist kein Zufall. Seit mehreren Saisons dominiert dieser 248,6-cm³-Einzylinder-Viertakter die Königsklasse der kleinen Enduro-Hubraumklassen, und die Version 2014 begnügt sich nicht damit, das Erreichte fortzuschreiben: Sie beginnt beim kritischsten Bauteil, dem Motor, von vorne.

Der neuartige DOHC-Motor der KTM 250 EXC-F Modelljahr 2014 übernimmt seine Konstruktionsphilosophie von der 350 EXC-F, einer Maschine, die die Ingenieure aus Mattighofen in- und auswendig kennen. Der Zylinderkopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen, die DLC-beschichteten Kipphebel, die verbreiterten Einlasskanäle, die den Gasdurchfluss um mehr als 10 % steigern – alles zielt auf ein Drehmomentmaximum im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Die Zahlen sprechen für sich: plus 4 Nm zwischen 6000 und 7000 U/min gegenüber dem alten Motor. Für einen Fahrer, der ein Felsbett oder einen schlammigen Anstieg im ersten oder zweiten Gang bewältigt, verändert dieses Plus an Drehmoment bei moderater Drehzahl die Beherrschung der Maschine ganz konkret. Die Multifunktions-Ausgleichswelle, die gleichzeitig die Steuerung und die Wasserpumpe antreibt, ist ein konstruktives Detail, das man nicht sieht, aber im Betrieb spürt: weniger Fremdvibrationen, bessere mechanische Gleichmäßigkeit. Die hydraulisch betätigte DDS-Kupplung mit Brembo-Steuerung rundet das Bild mit einer klaren Dosierbarkeit ab, die dem Fahrer zugutekommt, der auf wechselndem Terrain zwischen Traktion und Schlupf jongliert.
Auch das Fahrwerk wurde grundlegend überarbeitet. Der Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, der nun mit dem der 350 EXC-F geteilt wird, gewinnt durch dünnwandigere Rohre an Leichtigkeit, ohne die Torsionssteifigkeit zu opfern. Mit 105,5 kg Trockengewicht und 345 mm Bodenfreiheit positioniert sich die KTM 250 EXC-F klar als straßenzugelassene Wettbewerbsmaschine, nicht als vielseitiger Reiseenduro. Die WP-4860-MXMA-Upside-down-Gabel und der PDS-5018-DCC-Stoßdämpfer bieten eine präzise Einstellmöglichkeit für Zug- und Druckstufe, mit getrennter High-Speed- und Low-Speed-Regelung am Heck. Dieses Einstellniveau richtet sich an einen Fahrer, der sein Terrain kennt und seine Maschine entsprechend abstimmen will – nicht an einen Einsteiger, der eine verzeihende Maschine sucht. Die hohe Sitzbank bei 970 mm unterstreicht die Ausrichtung auf den Wettkampfbereich: Fahrer mittlerer Statur werden sich anpassen müssen, doch wer eine gebrauchte KTM 250 EXC-F für intensives Fahren sucht, ist hier genau richtig.
Das Keihin-Einspritzsystem mit 42-mm-Drosselklappen und der über ein dediziertes Werkzeug umprogrammierbaren ECU bietet eine geschätzte Flexibilität, insbesondere zur Anpassung der Kennfelder an die jeweiligen Rendbedingungen. Die spezifische Auspuffanlage mit ihrem Doppelkonus-Schalldämpfer mit perforierten Rohren wurde konzipiert, um die FIM-Grenzwerte einzuhalten und gleichzeitig die Leistung zu erhalten – ein entscheidender Punkt für Teilnehmer an Wertungsprüfungen mit Geräuschmessung. Der 9-Liter-Tank erfordert eine Strategie auf langen Prüfungen: für das übliche Enduro-Format kein Drama, bei Ausfahrten aber einzuplanen. Preislich ordnet sich die KTM 250 EXC-F mit 8990 Euro auf dem Niveau der Husqvarna FE 250 und Beta RR 250 4T ein, ohne mit einem Lockpreis zu werben.
Was KTM mit dieser Version 2014 gebaut hat, ist ein Renninstrument, das den Straßenbetrieb toleriert – und nicht umgekehrt. Für den Wettkampffahrer in der E1-Klasse, den anspruchsvollen Enduro-Enthusiasten oder den Fahrer, der eine gebrauchte KTM 250 EXC-F mit einem erprobten Motor sucht, um in die Disziplin einzusteigen, ohne bei der Wartung zu viel auszugeben, erfüllt diese Maschine alle Anforderungen. Sie verzeiht keine technischen Ungenauigkeiten, belohnt aber engagiertes Fahren mit einer Präzision, die kaum eine Konkurrentin in dieser Hubraumklasse erreicht. Das KTM-250-EXC-F-Werkstatthandbuch ist ein nützliches Dokument, das man griffbereit haben sollte, denn die Maschine lädt dazu ein, oft und weit zu fahren – und eine hart arbeitende Maschine will regelmäßig gewartet werden.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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