Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 249 cc
- Leistung
- 25.0 ch @ 9500 tr/min (18.4 kW)
- Drehmoment
- 21.0 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 72 x 61.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 37 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 51 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 280 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Hinterreifen
- 150/60-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 153.00 kg
- Neupreis
- 3 800 €
Übersicht
Während die Hersteller damit beschäftigt sind, ihre Trails mit Technologie zu überhäufen, die Hubraumklassen aufzublähen und die Preise in himalayische Höhen zu treiben, geht Benelli den entgegengesetzten Weg und bringt eine 250 cm³ mit Adventure-Verkleidung auf den Markt. Provokateur oder Visionär? Wohl ein bisschen von beidem.

Die TRK 251 macht keinen Hehl aus ihrer Herkunft. Das Design erinnert deutlich an die TRK 502, die sich ihrerseits an der Ducati Multistrada orientiert. Die Verwandtschaft ist auf den ersten Blick erkennbar, und stilistische Originalität ist eindeutig nicht die Stärke der Marke aus Pesaro. Doch das spielt kaum eine Rolle: Unter dieser vertrauten Karosserie verbirgt sich eine Maschine, die um einen hauseigenen Stahlrohrrahmen aufgebaut ist – schlanker und leichter als das große Geschwistermodell. Der Einzylinder-Viertaktmotor mit 249 cm³, der seine 25 PS bei 9500 U/min und 21 Nm Drehmoment bei 7500 U/min abgibt, beansprucht nicht, für transkontinentale Abenteuer geeignet zu sein. Er übernimmt seine Rolle als Nahbereichsmotor: wendig in der Stadt, akzeptabel auf Landstraßen und gesittet auf der Autobahn jenseits von 130 km/h. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h lässt auf Schnellstraßen ohnehin wenig Spielraum für Eskapaden.
Was die TRK 251 wirklich verkauft, ist physische und finanzielle Zugänglichkeit. Mit 153 kg Trockengewicht und einer Sitzhöhe von 835 mm richtet sie sich an ein Publikum, das in die Welt der Trails einsteigt oder ein leichtes Zweitgefährt für den täglichen Pendelweg sucht. Der A2-Führerschein homologiert sie, und der Katalogpreis von 3800 Euro positioniert sie gegenüber ernstzunehmender Konkurrenz: der Suzuki V-Strom 250, der BMW G 310 GS und der Kawasaki Versys-X 300. In diesem Segment zählt jedes Argument. Benelli spielt die Karte der sichtbaren Ausstattung: eine 41-mm-Upside-down-Gabel mit 120 mm Federweg, eine 280-mm-Bremsscheibe vorne mit Vierkolbensattel, ABS und eine Delphi-Einspritzung. Der 17-Liter-Tank ist für die Kategorie großzügig. Allerdings fehlen Hauptständer und Handprotektoren, was bei einer als Trail vermarkteten Maschine überrascht. Das hintere Monofederbein mit lediglich 51 mm Federweg lädt ebenfalls nicht dazu ein, sich auf Feldwegen zu wagen. Die 17-Zoll-Räder mit Straßenreifen bestätigen die Ausrichtung: Dieser Trail bevorzugt Asphalt gegenüber Schlamm.
Benelli kündigt außerdem eine 125-cm³-Version an, die denselben Rahmen, dasselbe Gewicht und dieselbe Silhouette aufweist, jedoch mit einem auf 12,8 PS reduzierten Einzylinder ausgestattet ist. In diesem speziellen Segment hat das Verschwinden der Honda Varadero 125 vor einigen Jahren eine Lücke hinterlassen, die niemand wirklich geschlossen hat. Sollte die TRK 125 tatsächlich auf dem europäischen Markt erscheinen, wird sie diese Nische des Trail-Tourers für den A1-Führerschein nahezu allein besetzen – eine interessante kommerzielle Position, auch wenn technisch gesehen der Wettbewerb durch Maxi-Trail-Roller zunehmend spürbar wird.
Die eigentliche Wette der TRK 251 besteht nicht darin, mit einer Africa Twin oder einer Tiger 900 zu konkurrieren. Es geht darum, den Einsteiger oder den cleveren Stadtfahrer zu überzeugen, dass ein Trail nicht zwingend eine einschüchternde und kostspielige Maschine sein muss. Auf diesem Terrain hat die Benelli ihre Argumente – vorausgesetzt, man akzeptiert ihre Grenzen und verlangt nicht mehr von ihr, als sie zu bieten imstande ist. Ein kleiner Alltagsabenteurer, kein Entdecker der weiten Welt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!