Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 35.0 ch (25.7 kW) → —
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8 : 1 → 12.8:1
- Bohrung × Hub
- 78.0 x 52.3 mm (3.1 x 2.1 inches) → 76.0 x 54.8 mm (3.0 x 2.2 inches)
- Kraftstoffsystem
- — → Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC) → —
- Vorderradaufhängung
- WP Suspension Up Side Down 4860 MXMA PA → WP USD 48 mm (1.89 in)
- Hinterradaufhängung
- WP Suspension PDS 5018 DCC → WP PDS shock absorber
- Vorderreifen
- 80/100-21 → 90/90-21
- Hinterreifen
- 140/80-18 → 120/90-18
- Tankinhalt
- 9.00 L → 9.20 L
- Trockengewicht
- 105.50 kg → 107.50 kg
- Neupreis
- 8 990 € → 8 690 €
Motor
- Hubraum
- 249 cc
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8:1
- Bohrung × Hub
- 76.0 x 54.8 mm (3.0 x 2.2 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Schmierung
- Forced oil lubrication with 2 Eaton pumps
- Zündung
- Contactless, controlled, fully electronic ignition system with digital ignition timing adjustment, type Kokusan
- Starter
- Electric & kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Central tube frame made of chrome molybdenum steel tubing
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-disc clutch / hydraulically operated
- Vorderradaufhängung
- WP USD 48 mm (1.89 in)
- Hinterradaufhängung
- WP PDS shock absorber
- Federweg vorne
- 300 mm (11.8 inches)
- Federweg hinten
- 335 mm (13.2 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Hinterreifen
- 120/90-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Radstand
- 1482.00 mm
- Bodenfreiheit
- 345.00 mm
- Tankinhalt
- 9.20 L
- Trockengewicht
- 107.50 kg
- Neupreis
- 8 690 €
Übersicht
Wenn man über die KTM 250 EXC-F spricht, betritt man das Territorium der Maschinen, die keine Kompromisse kennen. Der Jahrgang 2012 stellt einen Wendepunkt in der Entwicklung einer bereits fest etablierten Baureihe dar, und wer das Glück hatte, sie im Enduro-Wettbewerb zu bewegen, weiß, wie sehr diese 248 cc einen gewöhnlichen Fahrer in einen Spezialprüfungs-Jäger verwandeln kann. Mit lediglich 107,5 kg Trockengewicht ist sie eine der leichtesten Maschinen ihrer Kategorie – ein Argument, das schwer ins Gewicht fällt, sobald es gilt, einen nassen Felsen zu überwinden oder mit Vollgas zwischen Kiefern hindurchzuzickzacken.

Der Einzylinder-Viertaktmotor erhält für diese Generation einen DOHC-Zylinderkopf mit vier Titanventilen, die über Kohlenstoff-Kipphebel betätigt werden, sowie einen überarbeiteten Einlasskanal mit zehn Prozent mehr Durchfluss. Das Ergebnis ist ein Motor, der bereitwillig bis 13.000 U/min dreht und dabei eine bemerkenswerte Linearität von unten heraus zeigt – ein klarer Kontrast zu Zweitaktern, die jeden Gangfehler bestrafen. Die Keihin-Einspritzung mit optionalem Map Select ermöglicht die Anpassung der Kennlinie an das Gelände – ein Luxus, den die japanische Konkurrenz jener Zeit, insbesondere die Honda CRF250X oder die Yamaha WR250F, nicht mit vergleichbarer Raffinesse bot. Der E-Starter, der im Lichtmaschinendeckel statt im Motorgehäuse untergebracht ist, ist ein Ingenieurdetail, das das Leben nach einem Sturz in einer technischen Passage vereinfacht, ohne das Gesamtgewicht nennenswert zu erhöhen.
Der komplett neu konstruierte Chrom-Molybdän-Rahmen verdient besondere Aufmerksamkeit. Die laterale Torsionssteifigkeit nimmt spürbar zu, was sich in einer präziseren Linienwahl auf zerhacktem Untergrund niederschlägt. Die 48-mm-WP-Upside-Down-Gabel mit offener Kartusche bietet einen weiten Einstellbereich, und der um 7 mm verlängerte PDS-Dämpfer mit seiner Doppeleinstellung für Hoch- und Niedergeschwindigkeitskompression erlaubt eine feinere Abstimmung je nach Fahrstil. Die Bodenfreiheit von 345 mm und die Sitzhöhe von 970 mm positionieren diese Maschine klar in den Händen erfahrener Fahrer oder passend gewachsener Piloten – nicht eines Anfängers auf der Suche nach seinem ersten Geländemotorrad. Der 9,2-Liter-Tank ist für ein Enduro-Motorrad vernünftig dimensioniert und lädt dazu ein, Tankstopp-Strategien zu planen, ohne zur Reichweiten-Obsession zu verfallen.
Die Räder sind ein weiteres Argument in der Leichtbau-Demonstration, die KTM mit dieser KTM 250 EXC-F 2012 liefert. Gefräste Naben, Excel-Felgen, zinck-nickel-beschichtete Speichen und Aluminium-Muttern tragen zur Reduzierung der ungefederten Massen bei, was das Verhalten auf grobem Terrain direkt verbessert. Der Radstand von 1.482 mm und das 90/90-21-Vorderrad entsprechen den klassischen Maßen eines wettbewerbsfähigen Enduro-Motorrads – weder zu lang für enge Kurven, noch zu nervös für weitläufige Steinfelder. Zum Einführungspreis von 8.690 Euro positionierte sich die Maschine im oberen Marktsegment, doch im Vergleich zu einer Beta RR 250 oder einer Husaberg FE 250 rechtfertigte das Ausstattungsniveau und die technische Spezifikation den Aufpreis.
Heute taucht die gebrauchte KTM 250 EXC-F regelmäßig auf dem Gebrauchtmarkt auf, und die Modelle dieser Generation halten ihren Wert gut – dank ihrer Robustheit und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Wer ein KTM 250 EXC-F Werkstatthandbuch sucht, findet die notwendige Dokumentation, um diese trotz ihrer Komplexität zugängliche Mechanik selbst zu warten. Ob man eine KTM 250 EXC-F 2008 mit diesem Jahrgang 2012 vergleicht – der technologische Sprung ist spürbar, insbesondere bei der Motorsteuerung und dem Fahrwerk. Für einen Fahrer mit mittlerem bis fortgeschrittenem Niveau, der ein straßenzugelassenes Enduro-Motorrad ohne Abstriche bei der Rohleistung sucht, bleibt diese Generation auch mehr als zehn Jahre nach ihrer Einführung eine solide Referenz.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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