Schlüsselleistung

48 ch
Leistung
🔧
773 cc
Hubraum
⚖️
216 kg
Gewicht
🏎️
180 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
790 mm
Sitzhöhe
14.0 L
Tankinhalt
💰
8 899 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2012 2014
Neupreis
8 799 € 8 899 €

Motor

Hubraum
773 cc
Leistung
48.0 ch @ 7000 tr/min (35.3 kW)
Drehmoment
62.8 Nm @ 2500 tr/min
Motortyp
Bicylindre Vertical, 4 temps
Kühlung
par air
Verdichtungsverhältnis
8.4 : 1
Bohrung × Hub
77 x 83 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
1 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 34 mm

Fahrwerk

Rahmen
Double berceau acier
Getriebe
boîte à 5 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 39 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 105 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
Hinterradbremse
Freinage tambour Ø 160 mm
Vorderreifen
100/90-19
Vorderreifendruck
2.00 bar
Hinterreifen
130/80-18
Hinterreifendruck
2.25 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
790.00 mm
Tankinhalt
14.00 L
Gewicht
216.00 kg
Neupreis
8 899 €

Übersicht

Wer hat gesagt, man müsse ein Motorrad revolutionieren, um es begehrenswert zu machen? Bei Kawasaki kennt man das Rezept seit Langem mit der W 800, und diese Edition Spéciale 2014 ist der eleganteste Beweis dafür. Keine technischen Änderungen, keine in Kleinserie geschmiedeten Teile, keine überarbeiteten Federelemente. Nur ein Kleid. Aber was für ein Kleid. Ein tiefes, fast flüssiges Schwarz umhüllt die gesamte Maschine, akzentuiert durch kupferfarbene Orangetöne, die sich vom Tank bis zur Sitzbankeinfassung ziehen. Auch die Speichenfelgen wechseln auf die dunkle Seite, und einzig die Chromteile an Zylinderkopf und Auspuff durchbrechen diesen dunklen Mantel. Das Ergebnis strahlt mehr Charakter aus als das Schwarz-Gold der vorherigen Sonderedition, mit einer visuellen Patina, die eher an den englischen Café-Racer der 60er-Jahre erinnert als an den kalifornischen Custom-Stil.

Kawasaki W 800 Edition Speciale

Unter dieser schmeichelhaften Lackierung steckt derselbe vertikale Zweizylinder mit 773 cm3, im 360-Grad-Versatz gekröpft, getreu der Philosophie der W-Baureihe. Die 48 PS bei 7 000 U/min lassen auf dem Papier niemanden erzittern, doch es ist das Drehmoment, das die wahre Geschichte dieses Motorrads erzählt. 62,8 Nm ab 2 500 U/min – das ändert alles. Im unteren Drehzahlbereich zieht der Twin kräftig, gleichmäßig, mit jener mechanischen Geschmeidigkeit, die nur ein Langhuber (77 x 83 mm) bieten kann. Das Fünfganggetriebe genügt dem Einsatzzweck vollauf, und der Kettenantrieb lässt vergessen, dass man auf einer Mechanik unterwegs ist, deren Konzeption aus einer anderen Ära stammt. Das moderate Verdichtungsverhältnis von 8,4:1 bestätigt die gelassene Auslegung des Aggregats, wobei vier Ventile pro Zylinder eine saubere Füllung gewährleisten, ohne auf rohe Leistung abzuzielen.

Das Fahrwerk spielt dieselbe Karte der bewussten Schlichtheit. Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen, Teleskopgabel mit 39 mm Standrohrdurchmesser und 130 mm Federweg vorn, zwei Federbeine mit 105 mm Federweg hinten. Nichts Ausgefeiltes, aber ein stimmiges Gesamtpaket, das die Sitzhöhe bei 790 mm ansiedelt – ein beruhigender Halt für jede Statur. Die 216 kg fahrfertig machen sich im Stand bemerkbar, deutlich weniger in Fahrt. Die Vorderradbremse, eine einzelne 300-mm-Scheibe mit Zweikolben-Sattel, lässt im Vergleich zu einer Triumph Bonneville T100 oder selbst einer Moto Guzzi V7 Biss vermissen, reicht aber für das Tempo, das diese Kawasaki von Natur aus vorgibt. Die 160-mm-Trommelbremse hinten ist fast ebenso eine ästhetische wie eine technische Entscheidung.

Im Wettbewerbsumfeld positioniert sich die W 800 Edition Spéciale bei 8 899 Euro – ein leichter Aufpreis gegenüber der Standardversion für eine rein kosmetische Änderung. Die Bonneville, leistungsstärker und mit besserer Bremsanlage, verlangt dem Geldbeutel mehr ab. Die italienische V7 bietet mit ihrem V-Twin einen anderen Motorcharakter zu vergleichbarem Preis. Der 14-Liter-Tank und die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h umreißen klar das Revier der Kawasaki: Sonntagsausfahrten, genüsslich im zweiten oder dritten Gang absolvierte Überlandfahrten, Touren, bei denen sich das Vergnügen am Lächeln misst statt an der Stoppuhr.

Diese W 800 richtet sich weder an den Rennstrecken-Enthusiasten auf der Suche nach dem Kick noch an den Langstreckenfahrer, der Autobahn-Kilometer frisst. Sie spricht denjenigen an, der ein schönes, schlichtes Motorrad will – mechanisch im edelsten Sinne des Wortes. Die Art Maschine, die man lange betrachtet, bevor man den Zündschlüssel dreht, die man am Samstagmorgen hegt und pflegt und die jede noch so kurze Fahrt in eine kleine Zeremonie verwandelt. Wer Leistung sucht, ist hier falsch. Wer pures Fahrvergnügen sucht, für den hat diese Sonderedition ein gewichtiges Argument auf ihrer Seite: den Stil.

Praktische Infos

  • Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
  • La moto est accessible aux permis : A, A2

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.22 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.29 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
61.2 ch/L
In der Kategorie Classic · Hubraum 387-1546cc (1956 verglichene Motorräder)
Leistung 47 ch Top 56%
24 ch Median 50 ch 106 ch
Gewicht 216 kg Leichter als 48%
171 kg Median 215 kg 346 kg
L/G-Verhältnis 0.22 ch/kg Top 67%
0.10 Median 0.25 0.49 ch/kg

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