Schlüsselleistung

48 ch
Leistung
🔧
773 cc
Hubraum
⚖️
216 kg
Gewicht
🏎️
180 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
790 mm
Sitzhöhe
14.0 L
Tankinhalt
💰
8 899 €
Neupreis
Kawasaki W 800 Edition Speciale vergleichen mit: Motorrad wählen →

Technische Daten

Motor

Hubraum
773 cc
Leistung
48.0 ch @ 7000 tr/min (35.3 kW)
Drehmoment
62.8 Nm @ 2500 tr/min
Motortyp
Bicylindre Vertical, 4 temps
Kühlung
par air
Verdichtungsverhältnis
8.4 : 1
Bohrung × Hub
77 x 83 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
1 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 34 mm

Fahrwerk

Rahmen
Double berceau acier
Getriebe
boîte à 5 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 39 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 105 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
Hinterradbremse
Freinage tambour Ø 160 mm
Vorderreifen
100/90-19
Vorderreifendruck
2.00 bar
Hinterreifen
130/80-18
Hinterreifendruck
2.25 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
790.00 mm
Tankinhalt
14.00 L
Gewicht
216.00 kg
Neupreis
8 899 €

Übersicht

Was rechtfertigt es, knapp 9.000 Euro auf den Tisch zu legen für ein Motorrad, das als einzige Neuheit einen Farbwechsel bietet? Das ist die zentrale Frage, die diese Kawasaki W 800 Special Edition Jahrgang 2016 aufwirft. Kein überarbeitetes Fahrwerk, keine verbesserte Bremsanlage, nicht das kleinste Performance-Bauteil weit und breit. Nur eine Lackierung. Und trotzdem funktioniert etwas an diesem Angebot, etwas, das mehr mit Emotion zu tun hat als mit dem Datenblatt.

Kawasaki W 800 Edition Speciale

Sprechen wir über das Kleid. Kawasaki hat sich für ein tiefes, fast vollständiges Schwarz entschieden, das den Tank, die Seitenverkleidungen und sogar die Speichenräder umhüllt. Einige weiße Zierlinien durchbrechen diese Dunkelheit mit dezenter Eleganz. Die Chromteile an Zylinderkopf und Auspuff kommen dadurch umso stärker zur Geltung, und das kleine Emblem „800 Special Edition" auf dem Motordeckel spielt seine Vintage-Karte ohne Übertreibung aus. Es ist weniger auffällig als das Schwarz-Gold der vorherigen Sonderedition, doch das Ergebnis verströmt einen patinierten, fast britischen Charme. Man denkt eher an eine Triumph Bonneville vor einem Pub in Kent als an ein japanisches Sportmotorrad. Der offen sichtbare Königswellenantrieb erinnert zudem daran, dass diese Mechanik ihre Wurzeln in einer Epoche hat, in der Ingenieure die Arbeit ihrer Motoren nicht versteckten.

Unter diesem gepflegten Gewand steckt der stehende Zweizylinder mit 773 cm3 und seinen 48 PS bei 7.000 U/min. Auf dem Papier ist das bescheiden. In der Realität ist es perfekt stimmig mit dem Programm. Das Drehmoment von 62,8 Nm, das bereits ab 2.500 U/min anliegt, sorgt für geschmeidigen Durchzug – ideal für Landstraßen und Dorfpassagen, wo sich die W 800 wie zu Hause fühlt. Das Fünfganggetriebe reicht vollkommen aus, die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h bleibt ohnehin eher theoretisch als praxisrelevant. Niemand kauft dieses Motorrad, um anzugreifen. Man kauft es, um zu fahren, und das ist keineswegs dasselbe.

Der Doppelschleifen-Stahlrahmen, die Teleskopgabel mit 39 mm Standrohren und die beiden hinteren Federbeine bilden ein klassisches, anspruchsloses, aber ehrliches Ensemble. Die Bremsanlage hingegen hätte eine Modernisierung verdient: eine einzelne 300-mm-Scheibe vorn mit einem Zweikolben-Sattel und eine 160-mm-Trommelbremse hinten. Im Jahr 2016, selbst für eine Neo-Retro, wirkt die hintere Trommel etwas knausrig, zumal eine Moto Guzzi V7 bereits Scheibenbremsen an beiden Rädern bot. Die 216 kg fahrfertig verzeihen keine halbherzigen Bremsmanöver, und die Sitzhöhe von 790 mm positioniert den Fahrer tief – das beruhigt Normalgewachsene, schränkt aber die Schräglagenfreiheit ein. Der 14-Liter-Tank erzwingt regelmäßige Stopps, aber vielleicht ist das ja der ideale Vorwand für eine Kaffeepause auf der Terrasse.

Diese Kawasaki W 800 Special Edition richtet sich an jene, die aus reiner Freude am Fahren unterwegs sind – ohne Stoppuhr und ohne Pflichtziel. Sie eignet sich für den erfahrenen Motorradfahrer auf der Suche nach einer distinguierten Tourenmaschine oder für den A2-Führerscheininhaber, den ihr zugänglicher Charakter anspricht. Gegenüber der temperamentvolleren und moderneren Yamaha XSR700 spielt die W 800 eine andere Partitur – kontemplativer, haptischer. Der Aufpreis gegenüber der Standardversion bleibt symbolisch und rechtfertigt sich, wenn einen die Farbgebung anspricht. Es ist ein Motorrad, das man ebenso mit den Augen wie mit dem Verstand wählt – und genau das hatte Kawasaki wohl von Anfang an im Sinn.

Praktische Infos

  • Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
  • La moto est accessible aux permis : A, A2

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.22 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.29 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
61.2 ch/L
In der Kategorie Classic · Hubraum 387-1546cc (1956 verglichene Motorräder)
Leistung 47 ch Top 56%
24 ch Median 50 ch 106 ch
Gewicht 216 kg Leichter als 48%
171 kg Median 215 kg 346 kg
L/G-Verhältnis 0.22 ch/kg Top 67%
0.10 Median 0.25 0.49 ch/kg

Ähnliche Motorräder

Häufig gestellte Fragen

Bewertungen & Kommentare

Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!