Schlüsselleistung

48 ch
Leistung
🔧
773 cc
Hubraum
⚖️
216 kg
Gewicht
🏎️
171 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
790 mm
Sitzhöhe
14.0 L
Tankinhalt
💰
9 399 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2016 2013

Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.

Motor

Hubraum
773 cc
Leistung
48.0 ch @ 7000 tr/min (35.3 kW)
Drehmoment
62.8 Nm @ 2500 tr/min
Motortyp
Bicylindre Vertical, 4 temps
Kühlung
par air
Verdichtungsverhältnis
8.4 : 1
Bohrung × Hub
77 x 83 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
1 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 34 mm

Fahrwerk

Rahmen
Double berceau acier
Getriebe
boîte à 5 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 39 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 105 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
Hinterradbremse
Freinage tambour Ø 160 mm
Vorderreifen
100/90-19
Vorderreifendruck
2.00 bar
Hinterreifen
130/80-18
Hinterreifendruck
2.25 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
790.00 mm
Tankinhalt
14.00 L
Gewicht
216.00 kg
Neupreis
9 399 €

Übersicht

Wer erinnert sich noch an die englischen Café Racer der 60er Jahre, diese von Halbstarken frisierten Maschinen, mit denen sie schneller als der Nachbar von einer Kneipe zur nächsten rasen wollten? Kawasaki erinnert sich sehr gut daran, und mit der W 800 Cafe Style Jahrgang 2013 versucht der japanische Hersteller, diesen rebellischen Geist einzufangen. Versucht, denn zwischen aufrichtiger Hommage und kosmetischer Verkleidung ist die Grenze manchmal schmal.

Kawasaki W 800 Cafe Style

Auf dem Papier hat das Rezept durchaus Reiz. Man findet die solide Basis der W 800, ihren vertikalen Zweizylinder mit 773 cm3 und 360-Grad-Hubzapfenversatz, der 48 PS bei 7000 U/min leistet. Nichts Brachiales. Doch dieser Motor spielt nicht die Leistungskarte aus: Er setzt voll auf das Drehmoment, mit 62,8 Nm bereits ab 2500 U/min. Im Klartext: Er schiebt kräftig von unten und bietet eine Laufkultur und Geschmeidigkeit, die an Triebwerke aus einer anderen Zeit erinnert. Das moderate Verdichtungsverhältnis von 8.4:1, die Bohrung-Hub-Maße von 77 x 83 mm mit typischer Langhub-Auslegung – alles in dieser Architektur atmet Rundlauf und Durchzugskraft statt Höchstleistung. Das Fünfganggetriebe bestätigt die Ausrichtung: Man ist nicht hier, um Grenzen auszuloten, sondern um jeden eingelegten Gang mit einem satten Klacken zu genießen.

Was das Styling betrifft, hat Kawasaki die W 800 mit einer Lampenverkleidung ausgestattet, die an die Straßenrennen vergangener Tage erinnert, sowie mit einem Einzelsitz samt kleinem gepolstertem Höcker, der nach dem patinierten Leder Londoner Pubs duftet. Die Farbtöne setzen auf unverhohlenen Retro-Look, und das Gesamtbild strahlt auf jedem Parkplatz echte Persönlichkeit aus. Seien wir allerdings ehrlich: Ein authentischer Café Racer trägt Stummellenker, keinen hochgezogenen Roadster-Lenker. Die W 800 Cafe Style bleibt vor allem eine Bummelmaschine, die sich ein Sonntagsrennfahrer-Kostüm übergestreift hat. Zum Angeben auf der Caféterrasse ist sie unschlagbar. Für die Rennstrecke muss man nochmal wiederkommen.

Der Doppelschleifen-Stahlrahmen, die teleskophydraulische 39-mm-Gabel und die beiden hinteren Federbeine bilden ein klassisches, aber effektives Ensemble. Die moderate Sitzhöhe von 790 mm und die 216 kg fahrfertig machen die Handhabung zugänglich, auch für kleinere Staturen. Die Bremsanlage hingegen verdient Diskussion: eine einzelne 300-mm-Scheibe vorn mit einem Zweikolben-Sattel und eine 160-mm-Trommelbremse hinten. Das passt zur Epoche, die das Motorrad heraufbeschwören will, deutlich weniger zu modernen Sicherheitsstandards. Gegenüber einer Triumph Bonneville oder einer Moto Guzzi V7, die in dieser Zeit bereits beruhigendere Ausstattung boten, trifft Kawasaki eine Authentizitätsentscheidung, über die sich streiten lässt. Der 14-Liter-Tank begrenzt zudem die Langstreckenambitionen, auch wenn der vernünftige Verbrauch des Twins dies teilweise kompensiert.

Für 9399 Euro im Jahr 2013 richtete sich die W 800 Cafe Style an Liebhaber schöner mechanischer Objekte, an Stadtfahrer, die mit Stil unterwegs sein wollen, ohne den Adrenalinkick zu suchen, und an Motorradfahrer mit A2-Führerschein – dank ihrer 48 PS exakt an der gesetzlichen Grenze. Sie erhebt nicht den Anspruch, mit Sportlern zu konkurrieren oder bei einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von 171 km/h Autobahnkilometer zu fressen. Sie bietet etwas anderes: ein schlichtes Vergnügen, einen Motor, der sauber klingt, und eine Silhouette, die eine Geschichte erzählt. Vorausgesetzt, man akzeptiert, dass diese Geschichte ein wenig ausgeschmückt ist.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.22 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.29 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
61.2 ch/L
In der Kategorie Classic · Hubraum 387-1546cc (1956 verglichene Motorräder)
Leistung 47 ch Top 56%
24 ch Median 50 ch 106 ch
Gewicht 216 kg Leichter als 48%
171 kg Median 215 kg 346 kg
L/G-Verhältnis 0.22 ch/kg Top 67%
0.10 Median 0.25 0.49 ch/kg

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Häufig gestellte Fragen

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