Schlüsselleistung

90 ch
Leistung
🔧
1890 cc
Hubraum
⚖️
335 kg
Gewicht
🏎️
180 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
665 mm
Sitzhöhe
15.1 L
Tankinhalt
💰
23 190 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
1890 cc
Leistung
90.0 ch (66.2 kW)
Drehmoment
162.7 Nm @ 2900 tr/min
Motortyp
V2, four-stroke
Kühlung
Air
Verdichtungsverhältnis
11.0:1
Bohrung × Hub
103.2 x 113.0 mm (4.1 x 4.4 inches)
Ventile/Zylinder
2
Kraftstoffsystem
Injection. Closed Loop Sequential Port injection
Starter
Electric

Fahrwerk

Rahmen
Cast Aluminum with Integrated Air-Box
Getriebe
6-speed
Endantrieb
Belt   (final drive)
Kupplung
Wet Multiplate
Vorderradaufhängung
Telescopic fork, 46 mm
Hinterradaufhängung
Dual Shocks w/adjustable preload
Federweg vorne
132 mm (5.2 inches)
Federweg hinten
75 mm (3.0 inches)

Bremsen

Vorderradbremse
Double disc. ABS. Floating discs.
Hinterradbremse
Single disc. ABS. Floating disc.
Vorderreifen
130/60-19
Vorderreifendruck
2.48 bar
Hinterreifen
180/65-16
Hinterreifendruck
2.76 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
665.00 mm
Radstand
1626.00 mm
Bodenfreiheit
125.00 mm
Länge
2286.00 mm
Breite
1080.00 mm
Höhe
1203.00 mm
Tankinhalt
15.14 L
Gewicht
335.00 kg
Trockengewicht
324.00 kg
Neupreis
23 190 €

Übersicht

Wer hat gesagt, dass man zwangsläufig auf einen 400-kg-Bagger steigen muss, um am Wochenende Bundesstraßen zu verschlingen? Bei Indian hat man sich diese Frage offensichtlich gestellt, bevor man die Super Chief Limited auf den Tisch legte – einen Custom-Tourer, der auf Vielseitigkeit setzt, ohne seine Wurzeln als reinrassiger Cruiser zu verleugnen. Die Idee ist simpel: Man nehme die Basis der Chief, verpasse ihr eine großzügige Windschutzscheibe, Ledersatteltaschen und Trittbretter, und lasse den Fahrer entscheiden, ob er im offenen Stadtmodus oder in Reisekonfiguration unterwegs sein will. Das Konzept erinnert an das, was Harley-Davidson mit der Sport Glide anbietet, der geistigen Erbin der vermissten Dyna Switchback. Indian betritt dieses Segment mit einem gewichtigen Argument: dem Thunderstroke 116.

Indian Super Chief Limited

Dieser luftgekühlte V-Twin mit 1890 cc ist das eigentliche Verkaufsargument der Maschine. Mit seinen 90 PS und vor allem den 162,7 Nm Drehmoment, die bereits ab 2900 U/min anliegen, verlangt der Motor nie danach, dass man ihn antreiben muss. Er schiebt kräftig, er schiebt von unten, er schiebt mit jener Geschmeidigkeit, die großen amerikanischen Twins mit langem Hub eigen ist (113 mm, wenn man so will). Auf dem Datenblatt der Indian Super Chief Limited weist dieser Motor ein Verdichtungsverhältnis von 11:1 und eine Ventilsteuerung mit zwei Ventilen pro Zylinder auf. Keine Spitzentechnologie hier, nur Mechanik, die auf Fahrspaß und Ausdauer ausgelegt ist. Die Kraft wird über ein Sechsganggetriebe und einen Riemenendantrieb übertragen – leise und wartungsfrei. Und im Gegensatz zu den Versionen Dark Horse oder Bobber, bei denen sich der Thunderstroke unter dunklem Gewand versteckt, glänzt er hier in vollem Chrom. Motorgehäuse, Ventildeckel, Auspuffanlagen: Jede metallische Oberfläche reflektiert das Licht wie ein Spiegel.

Das Fahrwerk übernimmt den Aluminiumgussrahmen mit integriertem Luftfilterkasten, einen kompakten Radstand von 1626 mm und eine straffere Vorderradführung als bei der früheren Chief-Generation 1811. Das Ergebnis ist ein agileres Fahrverhalten, als man es von einer Maschine mit 335 kg Leergewicht erwarten würde. Die 46-mm-Telegabel ist verkleidet, die Speichenfelgen tragen einen 130/60-19 vorn und einen 180/65-16 hinten, und die beiden Stoßdämpfer bieten eine Vorspannungseinstellung. Die Bremsanlage stützt sich auf eine doppelte Schwimmscheibe vorn und eine einzelne Scheibe hinten, das Ganze wird vom ABS überwacht. Die Sitzbank, auf nur 665 mm Höhe angebracht, empfängt auch kleinere Staturen ohne Weiteres. Sie bietet einen Sozius-Platz, was die Maschine in ein brauchbares Zweipersonen-Gefährt für ein Wochenende verwandelt – vorausgesetzt, man ist nicht allzu anspruchsvoll beim Gepäck: Die Satteltaschen bleiben in überschaubarer Größe.

Indian Super Chief Limited

Was die Elektronik betrifft, spart Indian nicht. Der schlüssellose Start, ein 4-Zoll-TFT-Touchscreen mit GPS und Smartphone-Anbindung, drei Fahrmodi, ein Tempomat und ein LED-Scheinwerfer vervollständigen die Ausstattung. Bei einem Preis für die Indian Super Chief Limited ab 23 190 Euro versteht sich das Angebot als großzügig. Der 15,14-Liter-Tank erzwingt allerdings regelmäßige Tankstopps – der einzige echte Wermutstropfen auf langen Strecken.

Dieser Test der Indian Super Chief Limited offenbart ein Motorrad, das für den Fahrer gedacht ist, der sich nicht zwischen Custom und leichtem Touring entscheiden will. Sie wird nie eine Roadmaster auf einer Fahrt von Paris an die Côte d'Azur ersetzen, doch sie bietet eine Freiheit, die die großen Bagger nicht kennen: die Windschutzscheibe abzunehmen, die Satteltaschen zu leeren und in fünf Minuten wieder zum urbanen Cruiser zu werden. Ihre Zielgruppe ist der Liebhaber schöner amerikanischer Mechanik, der ein einziges Motorrad für die Woche und die Wochenendausflüge will. Gegenüber der direkten Konkurrenz aus Milwaukee spielt die Indian Super Chief Limited 1890 die Karte des Motorcharakters und der ästhetischen Raffinesse aus. Zwei Argumente, die in der Welt des Custom oft schwerer wiegen als jedes Datenblatt.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.27 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.49 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
47.0 ch/L
In der Kategorie Custom / cruiser · Hubraum 945-3780cc (2631 verglichene Motorräder)
Leistung 89 ch Top 43%
50 ch Median 85 ch 158 ch
Gewicht 335 kg Leichter als 27%
240 kg Median 309 kg 380 kg
L/G-Verhältnis 0.27 ch/kg Top 49%
0.18 Median 0.26 0.52 ch/kg

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