Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 95.0 ch @ 8100 tr/min (69.9 kW) → 94.0 ch (73.0 kW)
- Drehmoment
- 97.1 Nm @ 5600 tr/min → 97.6 Nm @ 5900 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps → V2, four-stroke
- Kühlung
- liquide → Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 10.7 : 1 → 10.7:1
- Bohrung × Hub
- 73.6 x 99 mm → 99.0 x 73.6 mm (3.9 x 2.9 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 60 mm → Injection. Closed Loop Fuel Injection, 60 mm Bore
- Starter
- — → Electric
- Getriebe
- boîte à 6 rapports → 6-speed
- Endantrieb
- Courroie → Belt (final drive)
- Kupplung
- — → Wet, Multi-Plate. Gear Drive Wet Clutch.
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm → Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm → Dual shock
- Federweg vorne
- — → 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- — → 76 mm (3.0 inches)
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons → Single disc. Optional ABS. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier simple piston → Single disc. Optional ABS. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-16 → 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16 → 150/80-16
- Radstand
- — → 1576.00 mm
- Bodenfreiheit
- — → 145.00 mm
- Länge
- — → 2324.00 mm
- Breite
- — → 916.00 mm
- Höhe
- — → 1068.00 mm
- Gewicht
- 256.00 kg → 261.00 kg
- Trockengewicht
- 247.00 kg → 245.00 kg
- Neupreis
- 15 490 € → 15 190 €
Motor
- Hubraum
- 1133 cc
- Leistung
- 94.0 ch (73.0 kW)
- Drehmoment
- 97.6 Nm @ 5900 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 10.7:1
- Bohrung × Hub
- 99.0 x 73.6 mm (3.9 x 2.9 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Fuel Injection, 60 mm Bore
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre moulé en aluminium
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, Multi-Plate. Gear Drive Wet Clutch.
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Dual shock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 76 mm (3.0 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Optional ABS. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Optional ABS. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 649.00 mm
- Radstand
- 1576.00 mm
- Bodenfreiheit
- 145.00 mm
- Länge
- 2324.00 mm
- Breite
- 916.00 mm
- Höhe
- 1068.00 mm
- Tankinhalt
- 12.50 L
- Gewicht
- 261.00 kg
- Trockengewicht
- 245.00 kg
- Neupreis
- 15 190 €
Übersicht
Was treibt einen hundertjährigen Hersteller dazu, die Kühlrippen gegen einen gut sichtbaren Kühler einzutauschen? Die Antwort lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Scout. Als Indian diesen legendären Namen wiederbelebte – denselben, der die Steilwand eroberte und Burt Monro in den 60er Jahren zu seinen Geschwindigkeitsrekorden trug –, ging die Marke eine gewagte Wette ein. Einen wassergekühlten V-Twin in einen Custom zu verpflanzen, fünfzehn Jahre nachdem Harley-Davidson mit der V-Rod diesen Schritt gewagt hatte, bedeutete einen bewussten Bruch. Die Indian Scout in der Version 2022 steht voll und ganz dazu, und das ist auch gut so.

Unter dem straff gezeichneten Cruiser-Kleid verbirgt sich ein flüssigkeitsgekühlter V2-Motor mit 1133 cc, der 94 PS und 97,6 Nm Drehmoment bei 5 900 U/min leistet. Auf dem Papier wirkt das bescheiden gegenüber den 1 811 cc der Chief und Roadmaster. In der Praxis sieht das ganz anders aus. Dieser Motor ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, präzise verrippt, mit einer 60-mm-Einspritzung bestückt und an ein Sechsganggetriebe gekoppelt, das über einen Zahnriemen-Endantrieb verfügt. Das Verdichtungsverhältnis von 10,7:1 und die vier Ventile pro Zylinder verraten eine entschieden moderne Konstruktion. Gegenüber einer Harley Sportster S oder einer Honda Rebel 1100 spielt die Scout in einer eigenen Liga: weder ganz Power-Cruiser noch klassischer Custom, pflügt sie ihre eigene Furche. Wer nach einer Indian Scout gebraucht oder einer Indian Scout Bobber Custom sucht, findet übrigens einen lebhaften Gebrauchtmarkt – ein Beweis dafür, dass das Modell eine treue Anhängerschaft aufgebaut hat.
Der Aluminiumguss-Rahmen ist eine echte Überraschung in diesem Segment. Der Radstand von 1 576 mm bleibt großzügig, die Sitzhöhe liegt bei niedrigen 649 mm, und das Trockengewicht von 245 kg (261 kg fahrfertig) macht diese Amerikanerin zu einem Leichtgewicht ihrer Klasse. Die Teleskopgabel und das hintere Federbeinpaar erledigen ihre Arbeit ohne Schnörkel. Bei der Bremsanlage bleibt man etwas enttäuscht: eine einzelne vordere Bremsscheibe mit einem Zweikolben-Sattel, eine einzelne hintere Scheibe mit Einkolben-Sattel. Das optionale ABS gleicht diese Sparsamkeit teilweise aus, doch bei einer Maschine mit einem Preis von 15 190 Euro hätte man es sich serienmäßig gewünscht. Die Reifendimensionen 130/90-16 und 150/80-16 setzen eher auf Agilität als auf muskulöse Optik. Der 12,5-Liter-Tank erzwingt häufige Stopps – ein wiederkehrender Schwachpunkt bei Indian bei diesem Modell.

Die Scout-Baureihe hat sich im Laufe der Jahre klug aufgefächert. Die Indian Scout Bobber, die Indian Scout Sixty, die Indian Scout Rogue, die Bobber Twenty: Jede Variante zielt auf ein anderes Profil ab. Das Individualisierungspotenzial der Indian Scout ist beachtlich, die Marke bietet einen umfangreichen Zubehörkatalog. Seit 2017 auch als A2-Version erhältlich, mit einem kaum spürbaren Leistungsverlust von sechs PS, spricht sie auch Führerscheinneulinge an. Die schrittweisen Weiterentwicklungen – Kartuschen-Gabel 2018, überarbeitete Bremsen 2020, USB-Anschluss 2019 – zeugen von einem Hersteller, der aufmerksam auf Rückmeldungen aus der Praxis reagiert.
Die Scout richtet sich an den Motorradfahrer, der Charakter will, ohne Effizienz zu opfern, Stil, ohne auf Modernität zu verzichten. Sie erreicht 200 km/h, was für ihren Einsatzzweck vollkommen ausreicht. Mit einer Bodenfreiheit von 145 mm und 31 Grad verfügbarem Schräglagenwinkel schlägt sie sich selbst auf kurvenreichen Straßen wacker. Ihr wahrer Konkurrent ist vielleicht nicht eine Harley, sondern die Triumph Bonneville Bobber, die auf demselben Terrain des neu interpretierten Erbes spielt. Die Scout hat einen stärkeren Motor und einen konsequenteren Rahmen auf ihrer Seite. Gegen sie sprechen die zurückhaltende Bremsanlage und der knappe Tank. Der Preis von 15 190 Euro platziert sie im oberen Mittelfeld des Segments, doch der Stolz, eine Indian zu fahren, dieses gewisse Etwas an Seele, das den japanischen Produkten fehlt, ist durchaus ein paar Euro mehr wert.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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