Schlüsselleistung
Technische Daten
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection → Injection. Closed Loop Fuel Injection, 60 mm Bore
- Kupplung
- Gear Drive Wet Clutch → Wet, Multi-Plate. Gear Drive Wet Clutch.
- Radstand
- 1562.00 mm → 1576.00 mm
- Bodenfreiheit
- 135.00 mm → 145.00 mm
- Länge
- 2222.00 mm → 2324.00 mm
- Breite
- 880.00 mm → 916.00 mm
- Höhe
- 1207.00 mm → 1068.00 mm
- Gewicht
- 249.00 kg → 254.00 kg
- Trockengewicht
- 242.00 kg → 246.00 kg
- Neupreis
- 14 490 € → 14 590 €
Motor
- Hubraum
- 1133 cc
- Leistung
- 94.0 ch (73.0 kW)
- Drehmoment
- 97.6 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 10.7:1
- Bohrung × Hub
- 99.0 x 73.6 mm (3.9 x 2.9 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Fuel Injection, 60 mm Bore
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre moulé en aluminium
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, Multi-Plate. Gear Drive Wet Clutch.
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Dual shock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 76 mm (3.0 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Optional ABS. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Optional ABS. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 656.00 mm
- Radstand
- 1576.00 mm
- Bodenfreiheit
- 145.00 mm
- Länge
- 2324.00 mm
- Breite
- 916.00 mm
- Höhe
- 1068.00 mm
- Tankinhalt
- 12.50 L
- Gewicht
- 254.00 kg
- Trockengewicht
- 246.00 kg
- Neupreis
- 14 590 €
Übersicht
Was treibt einen hundertjährigen Hersteller dazu, einen Kühler an einem Custom-Bike zu verbauen? Die Antwort lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Indian Scout. In den 1920er-Jahren geboren, knapp ein Jahrhundert später wiederauferstanden, trägt dieses Motorrad Indian Scout ein Erbe auf seinen Schultern, schwer wie die Bronze-Trophäen von Burt Munro. Der Jahrgang 2021 revolutioniert nichts, das stimmt. Kein technischer Umbruch, keine ästhetische Neugestaltung. Doch die Basis ist so solide, dass man Indian bereitwillig verzeiht, sich mit einer neuen Farbpalette zu begnügen. Die echten Weiterentwicklungen haben sich zwischen 2017 und 2020 aufgeschichtet: Kartuschen-Gabel, überarbeitete Bremsanlage mit schwimmend gelagerten Scheiben, USB-Anschluss, Soziusausstattung serienmäßig. Jedes Jahr hat seine Lackschicht auf ein bereits gut vollendetes Modell aufgetragen.

Unter dem 12,5-Liter-Tank schlägt ein flüssigkeitsgekühlter V-Twin mit 1133 cc. Eine Ketzerei für Puristen des verrippten Custom-Bikes, eine pragmatische Entscheidung für alle anderen. Dieser Motor leistet 94 PS und 97,6 Nm Drehmoment bei 6000 U/min – Zahlen, die das Motorrad weit vor eine Harley-Davidson Sportster 883 setzen und auf Augenhöhe mit der Iron 1200 bringen. Die Flüssigkeitskühlung hat Indian fünfzehn Jahre nach Milwaukee eingeführt. Spät, vielleicht. Wirkungsvoll, ohne Diskussion. Der Motor atmet Modernität mit seinen industriell gefrästen Zylinderköpfen, der kalibrierten Einspritzung und dem Sechsganggetriebe, das einen Zahnriemen-Endantrieb bedient. Im Alltag zeigt sich dieser Twin lebhaft, ab mittleren Drehzahlen abrufbar und in der Lage, die 254 kg fahrfertig auf 200 km/h zu bringen. Man ist näher am Power-Cruiser als am gemütlichen Boulevard-Custom. Liebhaber der Indian Scout Individualisierung finden im Katalog übrigens ein breites Sortiment an Teilen, um die Maschine nach Belieben in eine Bobber-, Custom- oder Rogue-Version zu verwandeln.
Der Aluminium-Gussrahmen überrascht durch sein relatives Leichtgewicht in dieser Kategorie. Mit 246 kg trocken positioniert sich die Scout als Athletin gegenüber den üblichen amerikanischen Kolossen. Der Radstand von 1576 mm und die auf 656 mm Höhe angesetzte Sitzbank zeichnen ein niedriges, gestrecktes Motorrad, das für kleinere Staturen beruhigend wirkt. Die Teleskopgabel und die zwei hinteren Stoßdämpfer erledigen ihre Arbeit, ohne den Anspruch zu erheben, mit einem Sportler zu konkurrieren, doch das Fahrverhalten bleibt gutmütig und berechenbar. Die Bremsanlage hingegen verdient eine offene Ansprache: eine einzelne vordere Scheibe mit Zweikolben-Sattel, eine einzelne hintere Scheibe mit Einkolben-Sattel. Bei einer Maschine zum Preis von 14 590 Euro hätte man sich serienmäßig eine Doppelscheibe vorne gewünscht. Das optionale ABS fängt den Nachteil teilweise auf, doch die japanische Konkurrenz bietet in genau diesem Punkt oft mehr für weniger Geld.

Die Scout in der Version 2021 richtet sich an denjenigen, der Indian fahren möchte, ohne seine Garage zu verpfänden. Sie ist das Einstiegsmodell der Palette, zugänglich in der A2-Version mit einer Drosselung, die nur sechs PS wegnimmt. Wer eine Indian Scout gebraucht oder eine Indian Scout Bobber 2021 gebraucht sucht, findet auf dem Markt zunehmend gepflegte Maschinen zu attraktiven Preisen. Die Variante Indian Scout Bobber, puristischer und optisch nervöser, spricht jene an, die den rohen Stil der klassischen Eleganz vorziehen. Und für schmale Budgets bieten die Indian Scout Sixty und ihre 999 cc eine sinnvolle Alternative, ohne auf den Fahrspaß zu verzichten.
Im Grunde spielt diese Scout eine einzigartige Partitur. Sie besitzt weder die Brutalität einer Ducati Diavel noch den bewusst gepflegten Retro-Charme einer Triumph Bonneville Bobber. Sie bahnt sich ihren eigenen Weg, irgendwo zwischen amerikanischer Tradition und zeitgenössischer Ingenieurskunst, mit genug Charakter, um auf einem Parkplatz aufzufallen, und genug Vielseitigkeit, um im Alltag genutzt zu werden. Ein Custom-Bike Indian Scout, das sich wie ein Roadster fährt – das ist vielleicht seine beste Definition.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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