Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 1131 cc → 1133 cc
- Leistung
- 100.0 ch @ 8000 tr/min (73.0 kW) → 94.0 ch (73.0 kW)
- Drehmoment
- 97.7 Nm @ 5900 tr/min → 97.6 Nm @ 6000 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 10.7 : 1 → 10.7:1
- Bohrung × Hub
- 73.6 x 99 mm → 99.0 x 73.6 mm (3.9 x 2.9 inches)
- Kupplung
- — → Gear Drive Wet Clutch
- Vorderradbremse
- Single disc. Two-piston calipers. → Single disc. Optional ABS. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Single-piston caliper. → Single disc. Optional ABS. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-H16 → 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-H16 → 150/80-16
- Sitzhöhe
- 643.00 mm → 656.00 mm
- Länge
- 2311.00 mm → 2222.00 mm
- Breite
- 879.00 mm → 880.00 mm
- Tankinhalt
- 12.49 L → 12.50 L
- Gewicht
- 253.00 kg → 249.00 kg
- Trockengewicht
- 244.00 kg → 242.00 kg
- Neupreis
- 12 990 € → 14 490 €
Motor
- Hubraum
- 1133 cc
- Leistung
- 94.0 ch (73.0 kW)
- Drehmoment
- 97.6 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 10.7:1
- Bohrung × Hub
- 99.0 x 73.6 mm (3.9 x 2.9 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre moulé en aluminium
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Gear Drive Wet Clutch
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Dual shock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 76 mm (3.0 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Optional ABS. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Optional ABS. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 656.00 mm
- Radstand
- 1562.00 mm
- Bodenfreiheit
- 135.00 mm
- Länge
- 2222.00 mm
- Breite
- 880.00 mm
- Höhe
- 1207.00 mm
- Tankinhalt
- 12.50 L
- Gewicht
- 249.00 kg
- Trockengewicht
- 242.00 kg
- Neupreis
- 14 490 €
Übersicht
Was treibt einen über hundert Jahre alten Hersteller dazu, die Kühlrippen und den Fahrtwind gegen einen Kühler und Kühlflüssigkeit einzutauschen? Die Antwort lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Indian Scout. Mit diesem wassergekühlten V-Twin mit 1133 cc hat die Firma aus Springfield der Custom-Konkurrenz einen gehörigen Stich versetzt. Eine technische Entscheidung, die bei den Puristen für Unmut sorgte, die es diesem Indian Scout aber ermöglicht, 94 PS und 97,6 Nm Drehmoment bei 6000 U/min aufzubieten. Zahlen, die sie deutlich über ihre natürliche Rivalin, die Harley-Davidson Sportster 1200, stellen und sie zum übermotorisierten schwarzen Schaf der Indian-Palette machen. In der Version 2020 erhält sie eine überarbeitete Bremsanlage mit Schwimmscheiben und neuen Bremssätteln, eine Sportsitzbank und endlich serienmäßige Soziusfußrasten. Weiterentwicklungen, die nach und nach die kleinen Kritikpunkte ausräumen, die sich seit der Rückkehr des Modells angesammelt hatten. Der A2-Führerschein ist mit einer Drosselung zugänglich, die ihr 6 PS entzieht – ein Verlust, der am Lenker kaum spürbar ist.

Das Triebwerk verdient eine nähere Betrachtung. Dieser V-Twin mit 60 Grad Zylinderwinkel, per Einspritzung befeuert, arbeitet mit einem Verdichtungsverhältnis von 10,7:1 und atmet durch vier Ventile pro Zylinder. Die Verarbeitung ist sorgfältig, fast schon prunkvoll: die gefrästen Oberflächen, die Rundungen der Zylinderköpfe, die ins Metall gravierten Initialen – all das erzählt von einem Motor, der ebenso zum Anschauen wie zum Beanspruchen gedacht ist. Der Riemenantrieb und das 6-Gang-Getriebe verrichten ihren Dienst unauffällig. Im Vergleich zu einer Triumph Bonneville Bobber oder einer Yamaha Bolt spielt dieser Indian Scout Custom die Karte der technischen Modernität unter einer bewusst neo-retro gehaltenen Hülle. Wer übrigens einen Indian Scout Bobber sucht, findet in der Palette eine radikalere, puristischere Variante mit Flachlenker und verkürztem Hinterradfederweg. Die Scout Sixty mit ihrem auf 999 cc reduzierten Motor ergänzt das Angebot für schmalere Budgets.
Der gegossene Aluminiumrahmen ist die andere Überraschung. Man ist weit entfernt von den üblichen Stahlrohrrahmen des Custom-Segments. Ergebnis: 249 kg fahrfertig – ein für eine Amerikanerin dieser Hubraumklasse durchaus moderates Gewicht. Der Radstand von 1562 mm streckt die Silhouette und stabilisiert das Ganze auf der Autobahn, während die Sitzhöhe von 656 mm auch kleineren Staturen Sicherheit gibt. Die Teleskopgabel und die beiden seitlichen Federbeine leisten das Minimum in Sachen Fahrwerk, ohne sportlichen Anspruch. Die Bremsanlage mit einer einzelnen vorderen Scheibe, die von einem Zweikolben-Sattel gepackt wird, und einer hinteren Scheibe mit Einkolben-Sattel erscheint knapp bemessen für eine Maschine, die 200 km/h erreichen kann. Das optionale ABS gleicht dieses Vertrauensdefizit teilweise aus.

Der 12,5-Liter-Tank erzwingt häufige Stopps. Das ist der wiederkehrende Schwachpunkt der Scout, und man muss ihn akzeptieren oder in einen größeren Tank investieren. Für die Sonntagsausfahrt oder Stadtfahrten geht das in Ordnung. Wer Kilometer fressen will, sollte besser zur Indian Scout Rogue greifen oder eine Chief in Betracht ziehen. Mit 14 490 Euro positioniert sich die Scout 2020 gegenüber der Harley Softail Standard – mit einem gewichtigen Argument: die rohe Leistung und eine grundlegend andere mechanische Persönlichkeit. Auf dem Gebrauchtmarkt für die Indian Scout tauchen zunehmend Jahrgänge 2017–2019 zu attraktiven Preisen auf, was die Indian-Scout-Individualisierung umso verlockender macht für jene, die sich ein maßgeschneidertes Projekt aufbauen möchten.
Das Erbe wiegt schwer. Von der Scout 101 der 1920er-Jahre bis zu Burt Munros Rekorden in Bonneville trägt dieser Name eine Legende in sich, um die Harley sie nur beneiden kann. Die Scout 2020 ist keine perfekte Maschine: Ihre Bremsen könnten bissiger sein, ihre Reichweite ist knapp und ihre Federung verdiente eine Stufe mehr an Qualität. Doch sie besitzt jenes gewisse Etwas, diese Mischung aus technischer Modernität und historischer Abstammung, die sie liebenswert macht. Für den urbanen Motorradfahrer oder den Sonntagsfahrer, der aus der Masse herausstechen will, ohne auf Leistung zu verzichten, bleibt diese Maschine eine solide und eigenständige Wahl in der Custom-Landschaft.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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