Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 1901 cc → 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (66.2 kW) → 90.0 ch (67.2 kW)
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed loop fuel injection / 54 mm bore → Injection. Closed loop fuel injection, 54 mm bore
- Kupplung
- Gear Drive Wet Clutch → Wet, Multi-Plate, Assist. Gear Drive Wet Clutch.
- Vorderreifen
- 130/60-B16 → 130/60-B19
- Bodenfreiheit
- 130.00 mm → 140.00 mm
- Länge
- 2693.00 mm → 2593.00 mm
- Breite
- 1000.00 mm → 1022.00 mm
- Höhe
- 1491.00 mm → 1415.00 mm
- Gewicht
- 408.00 kg → 403.00 kg
- Trockengewicht
- 398.00 kg → 389.00 kg
- Neupreis
- 31 990 € → 32 940 €
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (67.2 kW)
- Drehmoment
- 170.9 Nm @ 2900 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 11.0:1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113.0 mm (4.1 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed loop fuel injection, 54 mm bore
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, Multi-Plate, Assist. Gear Drive Wet Clutch.
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Single shock with air adjust
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 114 mm (4.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/60-B19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-R16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 673.00 mm
- Radstand
- 1668.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2593.00 mm
- Breite
- 1022.00 mm
- Höhe
- 1415.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 403.00 kg
- Trockengewicht
- 389.00 kg
- Neupreis
- 32 940 €
Übersicht
Wer hätte gedacht, dass ein 403 kg schwerer Ozeanriese Lust machen könnte, frühmorgens aufzubrechen, einfach nur zum Vergnügen? Die Indian Roadmaster Dark Horse 2022 stellt diese Frage bei jedem Start aufs Neue. Der ThunderStroke 116, dieser luftgekühlte V-Twin mit 1890 cc, grollt mit einer Autorität, die nur wenige Motoren für sich beanspruchen können. 90 PS – auf dem Papier bescheiden. Doch das Drehmoment erzählt eine ganz andere Geschichte: 170,9 Nm bereits ab 2900 U/min, ein direkter, massiver Schub, der einen in den Sattel drückt und Kilometer um Kilometer verschlingt, ohne jemals zu forcieren. Gegenüber dem Milwaukee-Eight 114 von Harley-Davidson senkt der indianische Block keinen Blick. Er rivalisiert sogar mit dem 117er der CVO-Modelle, und das ist ein gewaltiges Kompliment für eine Serienmaschine.

Was diese Dark Horse von der klassischen Roadmaster unterscheidet, beschränkt sich nicht auf die Lackierung. Die vollständige Schwarzbehandlung, deutlich konsequenter umgesetzt als bei früheren Jahrgängen, umfasst Gabel, Auspuffanlagen, Sturzbügel, Blinker und einen Teil der Motordeckel. Das Ergebnis ist radikal, fast bedrohlich. Doch die eigentliche Veränderung zeigt sich an der Front. Schluss mit der massiven Verkleidung im Lokomotiven-Stil: Die Dark Horse übernimmt das schlankere Gesicht der Chieftain, erhält ein 19-Zoll-Vorderrad anstelle des 16-Zöllers und tauscht den traditionellen Gabelrock gegen einen freistehenden Kotflügel. Optisch atmet die Maschine freier. Auch die Seitenkoffer übernehmen eine straffere Linienführung, abgeleitet von der Chieftain 2019, bei einem Gesamtvolumen von 140 Litern inklusive Topcase. Langstreckenfahrer können aufatmen.
Bei der Ausstattung wird einem schwindelig. Verstellbare Windschutzscheibe, beheizbare Griffe und Sitzbank, fernentriegelbare Hartschalenkoffer, Tempomat, schlüsselloser Start, Reifendrucksensoren, ABS-Bremsen an den beiden vorderen Schwimmscheiben und der hinteren Bremsscheibe. Das Ride Command-System mit Apple CarPlay reagiert dank eines überarbeiteten Prozessors schneller, bietet anpassbare Menüs und eine vorausschauende Navigation. Der ClimaCommand-Sitz verdient besondere Erwähnung: beheizbar und belüftet, getrennt regelbar für Fahrer und Beifahrer auf drei Stufen. Auf einer 800-Kilometer-Etappe mitten im Sommer macht ein solches Detail den entscheidenden Unterschied. Die Fußrasten kehren in den Katalog zurück, nun verstellbar, ebenso wie der Gepäckträger auf dem Topcase und das Roadmaster-Emblem an den Flanken, die bei der Vorgängergeneration auf mysteriöse Weise verschwunden waren.

Bleibt die Preisfrage: 32 940 Euro sind kein Pappenstiel. Doch eine gebrauchte Indian Roadmaster Dark Horse kann den Traum erschwinglicher machen, besonders wenn man nach Modellen von 2020 oder 2023 sucht, die im Wesentlichen dieselbe technische Basis teilen. Die 2023 Indian Roadmaster Dark Horse hat dieses Rezept ohne grundlegende Umwälzungen gefestigt. Für diesen Preis erhält man einen vollausgestatteten amerikanischen GT-Tourer mit einem Radstand von 1668 mm, der die Maschine auf der Autobahn stabilisiert, einer beruhigenden Sitzhöhe von 673 mm trotz der 389 kg Trockengewicht und einem 20,8-Liter-Tank, der regelmäßige Stopps erzwingt. Das ist der einzige echte Kritikpunkt: Bei einer Reisemaschine dieses Kalibers hätten fünf Liter mehr die Reichweite mühelos verlängert.
Diese Roadmaster Dark Horse richtet sich an überzeugte Langstreckenfahrer, an jene, die endlose Geraden den engen Kurven vorziehen, souveränen Komfort der Agilität. Sie gibt nicht vor, auf einem Taschentuch wenden zu können, mit ihren 140 mm Bodenfreiheit und ihrem Sechsgang-Riemenantrieb. Sie bietet etwas anderes: Präsenz, mechanisches Charisma und die Gewissheit, dass jeder gefahrene Kilometer ein Genuss sein wird statt eine Anstrengung. Im Touring-Segment gibt es nur wenige Maschinen, die dieses Versprechen mit ebenso viel Überzeugung einlösen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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