Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 125.0 ch @ 7750 tr/min (91.9 kW)
- Drehmoment
- 119.6 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 73.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 60 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 233.00 kg
- Trockengewicht
- 219.00 kg
- Neupreis
- 14 490 €
Übersicht
Seit wann wagt es eine Amerikanerin, den europäischen Roadstern ins Gehege zu kommen? Seit es die Indian FTR 1200 gibt, ganz einfach. Entstanden aus einem Sieg in der AMA Flat Track Meisterschaft mit der FTR 750, überträgt diese Maschine die DNA des Ovalkurses auf den Asphalt. Und für 2023 dreht Indian die Stellschraube noch eine Stufe weiter. Neue Auspuffanlage, überarbeitete Kupplung, straffere Bremsen, höher positioniertes Cockpit und markante Farbgebungen. Das Datenblatt der Indian FTR 1200 offenbart ein Motorrad, das gereift ist, ohne seine Ursprünge zu verleugnen.

Die bedeutendste Wende betrifft das Fahrwerk. Schluss mit den Trail-typischen Reifendimensionen, stattdessen kommen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten zum Einsatz, bestückt mit Metzeler Sportec. Die Fahrwerksgeometrie folgt dieser Entwicklung. Die Federwege der 43-mm-Upside-down-Gabel und des Zentralfederbeins sinken auf 120 mm, der Lenkkopfwinkel wird steiler, die Dämpfung wird vollständig einstellbar. Das Ergebnis: Die FTR gewinnt an Agilität, was sie an Offroad-Tauglichkeit einbüßt. Die auf 780 mm abgesenkte Sitzbank und der um 40 mm verschmälerte Lenker bestätigen diese Wandlung hin zu einem stärker straßenorientierten Temperament. Wer einen Testbericht zur Indian FTR 1200 in der Version 2023 sucht, wird eine Maschine entdecken, die sich deutlich von den ersten Jahrgängen unterscheidet, wie etwa der 2019 Indian FTR 1200, die einen rustikaleren Charakter aufwies.
Unter dem rohrförmigen Gitterrohrrahmen aus Stahl bewahrt der 60°-V-Twin seine eigene Persönlichkeit. Vom Scout-Aggregat abgeleitet, aber tiefgreifend überarbeitet, bringt er es dank einer auf 102 mm vergrößerten Bohrung auf 1203 cm3. Kräftiges Verdichtungsverhältnis von 12.5:1, Hochdurchsatz-Zylinderköpfe, Doppeldrosselklappen und eine erleichterte Kurbelwelle. Die Leistung klettert auf 125 PS bei 7750 U/min, unterstützt von 119,6 Nm Drehmoment bei 6000 Touren. Das ist nicht die rohe Durchschlagskraft einer Ducati Monster oder einer Triumph Street Triple, doch der Charakter ist durchaus vorhanden, mit einer ehrlichen Ansprechbereitschaft ab dem mittleren Drehzahlbereich. Die Euro5-Homologation geht mit einer automatischen Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Leerlauf einher, um Hitzestaus zu vermeiden – ein willkommenes Detail im Stadtverkehr.
Das Fahrwerk verdient Respekt. Indian hat nicht einfach ein Custom-Chassis genommen und sportliche Ambitionen aufgepfropft. Der Gitterrohrrahmen ist eine eigenständige Konstruktion, die Schwinge übernimmt die Kinematik der FTR 750 aus dem Rennsport, der 13-Liter-Tank versteckt sich unter der Sitzbank, um den Schwerpunkt zu senken. Vorne beißen radial montierte Brembo-Vierkolbensättel in 320-mm-Bremsscheiben. Der Preis der Indian FTR 1200 liegt bei 14 490 Euro, womit sie sich der Ducati Monster 937 und der Triumph Street Triple gegenüberstellt. Mit ihren 233 kg fahrfertig bleibt sie schwerer als ihre italienischen oder britischen Rivalinnen, doch der Kompromiss ist überzeugend. Das Design gleicht nichts anderem in der aktuellen Produktion. Ein runder Scheinwerfer, gespickt mit LEDs in aggressiver Lichtsignatur, ein minimalistisches Cockpit mit ProTaper-Lenker, eine puristische Linie, die auf der linken Seite besser atmet, sobald der wuchtige Schalldämpfer verschwunden ist.

Für Inhaber des A2-Führerscheins gibt es die Indian FTR 1200 A2 in einer auf 70 kW drosselbaren Version. Liebhaber einer gehobenen Ausstattung können zur Indian FTR 1200 S oder zur Indian FTR 1200 R Carbon greifen, die ein TFT-Display, mehrere Motorkennfelder, Stabilitätskontrolle und Traktionskontrolle hinzufügen. Die Indian FTR 1200 im Custom-Bereich begeistert ebenfalls eine aktive Community, zwischen Aftermarket-Auspuffanlagen für die Indian FTR 1200 und einer Fülle an Indian FTR 1200 Zubehör. Die Bewertungen zur Indian FTR 1200 stimmen in einem Punkt überein: Dieses Motorrad lässt niemanden kalt. Es richtet sich an Motorradfahrer, die aus dem klassischen Schema ausbrechen wollen, die Charakter statt Leistungsprüfstands-Zahlen suchen. Keine Rennstreckenwaffe, kein verkleideter Cruiser, sondern ein amerikanischer Roadster, der es endlich wagt, mit den Europäerinnen mitzuspielen. Und auf dem Gebrauchtmarkt der Indian FTR 1200 beginnen die ersten Jahrgänge, verlockende Preise aufzurufen – für alle, die dieses einzigartige Rezept kosten möchten.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Régulateur de vitesse
- Prise USB
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!