Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 123.0 ch @ 7750 tr/min (90.5 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 73.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 60 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 236.00 kg
- Trockengewicht
- 221.00 kg
- Neupreis
- 18 990 €
Übersicht
Wenn Indian beschließt, im Segment der Premium-Sportler mitzumischen, kommt dabei die FTR 1200 R Carbon 2024 heraus – eine Maschine, die ebenso viel vom Flat Track wie vom europäischen Streetfighter entlehnt. Man denkt sofort an das, was Ducati mit seinen Monster und Streetfighter macht, und der Vergleich kommt nicht von ungefähr. Springfield hat sich offensichtlich in Richtung Bologna orientiert, bevor diese High-End-Version der FTR gezeichnet wurde. Das Ergebnis ist ein Motorrad, das seine Ambitionen selbstbewusst zur Schau stellt, mit einem Preis von 18 990 Euro, der es in direkte Konkurrenz zu beeindruckenden Wettbewerbern stellt.

Das große Argument dieser R Carbon-Version ist ihr Fahrwerk. Der Stahl-Gitterrohrrahmen erhält an beiden Enden Öhlins-Federelemente: eine 43-mm-Upside-Down-Gabel vorne, ein Zentralfederbein hinten, jeweils mit 120 mm Federweg. Das sind 30 mm weniger als bei den früheren Generationen – ein klares Zeichen für die bewusste Ausrichtung auf scharfes Straßenhandling statt Komfort. Sämtliche Einstellmöglichkeiten sind zugänglich, was eine solide Basis für alle bietet, die ihre Maschine feinabstimmen wollen. Dazu kommen ein strafferer Lenkkopfwinkel, 17-Zoll-Felgen mit Metzeler Sportec sowie eine Brembo-Bremsanlage mit 320-mm-Scheiben in Radialaufnahme – ein stimmiges Gesamtpaket. Der Jahrgang 2023 brachte zudem mehr Biss beim Bremsen und eine überarbeitete Kupplung, zwei Punkte, die den Vorgängerversionen fehlten.
Sprechen wir über Carbon, da der Name es verlangt. Die Scheinwerferverkleidung, die seitlichen Tankblenden und der vordere Kotflügel bestehen aus Kohlefasergewebe. Das sieht schick aus, wertet auf, aber die Rechnung geht nicht ganz auf. Die Auspuffanlage, obwohl neu gestaltet, bleibt aus konventionellem Metall. Paradoxes Ergebnis: Die R Carbon bringt 236 kg fahrfertig auf die Waage, also zwei Kilo mehr als die Standard-FTR. Zwei Kilo weniger als die Sport, zugegeben, aber für ein Motorrad, das „Carbon" im Namen trägt, hätte man sich ein schmeichelhafteres Ergebnis auf der Waage gewünscht. Die Abgrenzung erfolgt auch über einen Sitz mit weißen Ziernähten und eine sportliche Tankkonsole. Reicht das, um den Aufpreis von 4 500 Euro gegenüber der Basisversion zu rechtfertigen? Das ist die Art von Frage, die jeder Käufer nach seinem persönlichen Empfinden für Prestige beantworten muss.

Unter dem 13-Liter-Tank leistet der 60-Grad-V-Twin mit 1 203 cc 123 PS bei 7 750 U/min und 117,7 Nm Drehmoment bei 6 000 Touren. Ein Euro5-homologierter Motor, der im mittleren Drehzahlbereich an Geschmeidigkeit gewonnen hat. Angenehmes Detail: Die Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Leerlauf verhindert, dass einem im Stadtverkehr die Oberschenkel gegrillt werden. Die Elektronik hält mit: eine IMU-Inertialsensorik, drei Fahrmodi, eine Traktionskontrolle, ein schräglagenabhängiges ABS und ein Anti-Wheelie-System. Das 4-Zoll-TFT-Touchscreen-Display mit dem Ride Command-System, Bluetooth und Tempomat vervollständigen eine zeitgemäße Ausstattung. Die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h bestätigt, dass dieser Twin Temperament hat, auch wenn er mit den japanischen Vierzylindern im oberen Drehzahlbereich nicht mithalten kann.
Bleibt die Frage der Positionierung. Die Indian FTR 1200 R Carbon ist weder ein reiner Streetfighter, noch ein Flat Tracker, noch wirklich ein klassischer Roadster. Sie besetzt eine eigenständige Nische – die einer muskulösen Amerikanerin, die Liebhaber charaktervoller Motorräder verführen will, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Gegenüber einer Ducati Monster SP oder einer Triumph Speed Triple setzt sie ein anderes Temperament entgegen, rundlaufender, mehr auf Drehmoment als auf Drehzahl ausgelegt. Ihre Sitzhöhe von 780 mm macht sie zugänglich, ihre Abmessungen bleiben kompakt. Für den Fahrer, der eine unverwechselbare Maschine mit echtem Fahrwerk sucht und bereit ist, den Preis für das Markenemblem zu zahlen, stellt sie ein glaubwürdiges Angebot dar. Vorausgesetzt, man schaut nicht zu genau darauf, was die Konkurrenz zum gleichen Preis bietet.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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