Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 123.0 ch @ 8250 tr/min (89.8 kW)
- Drehmoment
- 117.9 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 102.0 x 73.6 mm (4.0 x 2.9 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Assist and slip, Multi-Plate
- Vorderradaufhängung
- Ohlins Fully Adjustable Inverted Telescopic Cartidge Fork
- Hinterradaufhängung
- Ohlins Fully Adjustable Piggyback IFP
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 120 mm (4.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Two-piston calipers. Brembo.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. 2-Piston Calipers. Brembo.
- Vorderreifen
- 120/70-R19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/70-R18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1524.00 mm
- Bodenfreiheit
- 165.00 mm
- Länge
- 2223.00 mm
- Breite
- 831.00 mm
- Höhe
- 1295.00 mm
- Tankinhalt
- 12.90 L
- Gewicht
- 232.70 kg
- Trockengewicht
- 217.30 kg
- Neupreis
- 18 490 €
Übersicht
Was treibt einen hundertjährigen Hersteller, der auf Chrom und langen amerikanischen Highways aufgebaut ist, dazu, einen nervösen, mit Carbon verkleideten und mit Öhlins bestückten Roadster zu produzieren? Mit der Indian FTR 1200 R Carbon spielt Springfield eine unerwartete Partitur. Man denkt sofort an die Ducati Monster oder Streetfighter, wenn man sie entdeckt, und das ist wahrscheinlich kein Zufall. Indian bekennt sich hier zu einem frontalen sportlichen Anspruch, der für die Marke fast provokant wirkt.

Die mechanische Basis bleibt der V-Twin mit 1203 cc, 123 PS bei 8250 U/min und 117,9 Nm Drehmoment bei 6000 Touren. Euro5-homologiert, hat dieser Motor im Vergleich zu den ersten FTR-Modellen an Laufruhe gewonnen. Das Ansprechverhalten auf den Gasgriff zeigt sich progressiver, weniger brutal in den ersten Drehgraden. Cleveres Detail: Die Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Leerlauf verhindert, dass man sich im Stau in einen fahrenden Heizkörper verwandelt. Es bleibt beim Sechsgang-Riemenantrieb, zuverlässig und leise, der zum Straßencharakter des Gesamtpakets beiträgt. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h verortet die Maschine im Territorium der muskulösen Roadster, ohne den Anspruch zu erheben, mit einer Tuono oder einer Super Duke auf der Rennstrecke zu rivalisieren.
Beim Fahrwerk nimmt die R Carbon wirklich Abstand zur Standard-FTR. Der Gitterrohrrahmen aus Stahl beherbergt nun an beiden Achsen vollständig einstellbare Öhlins-Federelemente. Upside-down-Kartuschen-Gabel vorne, Piggyback-Dämpfer hinten: Referenzmaterial, das bei einem amerikanischen Hersteller in dieser Preisklasse selten ist. Der Federweg sinkt auf 120 mm gegenüber 150 mm bei den Vorgängerversionen – ein Zeichen für eine sportlichere Ausrichtung und einen tieferen Schwerpunkt. Der engere Lenkkopfwinkel, die 17-Zoll-Felgen und die Metzeler-Sportec-Reifen bestätigen diese Entwicklung. Die Brembo-Bremsanlage mit Kurven-ABS vervollständigt ein stimmiges Fahrwerkspaket. Auf dem Papier hat die Maschine die Argumente, um einer Triumph Speed Triple oder einer Ducati Monster 1200 S auf kurvigen Straßen Paroli zu bieten.

Das Suffix Carbon ist nicht nur Marketing. Scheinwerferverkleidung, seitliche Tankblenden und vorderer Kotflügel bestehen aus gewebter Kohlefaser. Die Gewichtsersparnis bleibt symbolisch – ein knappes Kilo gegenüber der S-Version, bei einem Gesamtgewicht von 232,7 kg vollgetankt. Ehrlich gesagt profitiert eher das Auge als die Waage von diesen Teilen. Die Akrapovic-Auspuffanlage aus Titan, schwarz lackiert, bringt hingegen einen echten klanglichen und gewichtsmäßigen Vorteil. Die mit roten Ziernähten versehene Sitzbank und die mit der Seriennummer gravierte Tankkonsole erinnern an den exklusiven Charakter dieser limitierten Edition. Die Bordelektronik zeigt sich für eine Maschine dieser Klasse großzügig: IMU-Trägheitsplattform, drei Motorkennfelder, Traktionskontrolle, Stabilitätskontrolle und Anti-Wheelie. Der 11-cm-TFT-Touchscreen Ride Command, Bluetooth und der Tempomat fügen eine willkommene Schicht technologischen Komforts hinzu.
Bleibt die Preisfrage. Mit 18.490 Euro, also 4.500 Euro mehr als die Basis-FTR, positioniert sich die Indian FTR 1200 R Carbon gegenüber beeindruckenden und oft leichteren europäischen Konkurrentinnen. Die moderate Sitzhöhe von 780 mm und der auf 12,9 Liter begrenzte Tank orientieren diese Maschine in Richtung Stadt- und Umlandnutzung, mit Ausflügen auf kurvige Landstraßen am Wochenende. Lange Touren sind nicht ihr Spielfeld. Sie richtet sich an erfahrene Fahrer, die einen Roadster mit ausgeprägtem Charakter suchen, ausgestattet mit einem einzigartigen amerikanischen Temperament in einem von Europa und Japan dominierten Segment. Indian spielt noch nicht in der Liga der kompromisslosen Streetfighter, doch diese R Carbon zeigt, dass der Hersteller seine Krallen zu schärfen weiß, wenn er sich dazu entschließt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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